STAFFEL 9 ist online. Freue mich, wenn ihr rein hört. Euer Andy Scholz.

Victor Balko, Grafik Designer und Fotobuchgestalter

Shownotes

»Fotobücher gestalten«

2025 auf der Buchmesse haben wir den freiberuflichen Fotobuchgestalter Victor Balko zu uns an den Stand in Halle 3.1 J87 eingeladen, um mit ihm und dem Publikum darüber zu sprechen, worin eigentlich das Geheimnis einer guten Gestaltung liegt? Was ein Fotobuch einzigartig macht? Und ob sich die Gestaltung immer an den Inhalt anpasst? Oder ob es eine Wechselwirkung ist?

Victor Balko hat Fotografie und Typografie in Offenbach studiert und bei Steidl in Göttingen gearbeitet. Heute arbeitet er als freiberuflicher Fotobuchgestalter und Grafikdesigner. Er war Jury-Teilnehmer beim Deutschen Fotobuchpreis 2025. Er lebt und arbeitet in Frankfurt am Main.

https://victorbalko.com


Termine/Save the Date:

Frankfurter Buchmesse 7. bis 11. Oktober 2026 Ticket-Rabatt-Code in unserem Newsletter!

Bis zum 14. November 2926 ist der Preisträger Jahrgang 25/26 in der Stadtbibliothek Reutlingen zu sehen.

https://www.stadtbibliothek-reutlingen.de

Ab 23. Oktober bis 13. November 2026 sind die Bücher dann im Goethe Institut in Hongkong zu sehen.

https://www.goethe.de/ins/hon/en/index.html?wt_sc=hongkong

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Episoden-Cover-Gestaltung: Andy Scholz Episoden-Cover-Foto: Susanne Suttner


Link zu unserem Newsletter:

https://deutscherfotobuchpreis.de/newsletter/


Idee, Produktion, Redaktion, Moderation, Schnitt, Ton, Musik: Andy Scholz

Der Podcast ist eine Produktion von STUDIO ANDY SCHOLZ 2020-2026.

Andy Scholz wurde 1971 in Varel geboren. Er studierte Philosophie und Medienwissenschaften an der Universität Düsseldorf, Kunst und Design an der HBK Braunschweig und Fotografie/Fototheorie an der Folkwang Universität der Künste in Essen. Er ist freier Künstler, Autor und Dozent. Seit 2012 unterrichtet er an verschiedenen Instituten, u.a.: Universität Regensburg, Fachhochschule Würzburg, North Dakota State University in Fargo (USA), Philipps-Universität Marburg, Ruhr Universität Bochum, Pädagogische Hochschule Ludwigsburg. 2016 wurde er in die Deutsche Gesellschaft für Photographie (DGPh) berufen. Seit 2016 ist er künstlerischer Leiter und Kurator vom INTERNATIONALEN FESTIVAL FOTOGRAFISCHER BILDER, das er gemeinsam mit Martin Rosner gründete. Im ersten Lockdown im Juni 2020 begann er mit dem Podcast und seit 2022 ist er Organisationsleiter vom Deutschen Fotobuchpreis, der ins INTERNATIONALE FESTIVAL FOTOGRAFISCHER BILDER in Regensburg integriert wurde. Er lebt und arbeitet in Essen (Ruhrgebiet).

https://fotografieneudenken.de/ https://www.instagram.com/fotografieneudenken/

https://festival-fotografischer-bilder.de/ https://www.instagram.com/festivalfotografischerbilder/

https://deutscherfotobuchpreis.de/ https://www.instagram.com/deutscher_fotobuchpreis/

https://andyscholz.com/ https://www.instagram.com/scholzandy/

Transkript anzeigen

00:00:00: Fotografie neu denken, der Podcast.

00:00:03: Herzlich willkommen zum Podcast Fotografien neu denken und zu einer weiteren Episode von der Frankfurter Buchmesse.

00:00:09: zwanzig fünfundzwanzig!

00:00:12: Und mit den Fotobuchtalks die wir jedes Jahr auf der Frankfurtabuchmesse führen so auch zwanzi-fünfundzwanziger.

00:00:19: Mein Name ist Andy Scholz.

00:00:26: Ganz kurz noch mal vorab.

00:00:28: Wer auf die Buchmesse dieses Jahr kommen möchte, der kann sich über unser Newsletter einen Ticketrabatt kurz sichern für ein Fachbesucherticket.

00:00:35: Dann kostet das Ticket nämlich nicht einundneunzig sondern nur vierzig Euro.

00:00:41: Das lohnt sich auf jeden Fall!

00:00:42: Wie das geht?

00:00:43: Ganz einfach!

00:00:45: Einfach in unseren Newsletter eintragen und dann bekommt ihr den kommenden Newsletter in den nächsten Tagen.

00:00:50: Viel Spaß und macht euch gerne bemerkbar an unserem Stand wenn Ihr in Frankfurt seid.

00:00:56: Halle Drei Null, J-Eins, fünf drei.

00:01:02: Ja wie gesagt dieses Jahr sind wir zum vierten Mal in Frankfurt vom siebten bis zum elften Oktober zwanzig sechsundzwanzig.

00:01:09: Wir sind echt ein bisschen aufgeregt wie kleine Kinder und wir führen wieder unsere fast schon legendären Fotobuchgespräche direkt am Stand in Halle Dreinul j-eins fünf drei mit Gästen aus unserem fotografischen Universum.

00:01:24: Dieses Jahr vom siebten bis zum elften Oktober sind dabei Birte Kräft, die Geschäftsführerin der Stiftung Buchkunst Dr.

00:01:30: Helene Roth, Goldpreisträgerin in Kategorie Fototheorie von der LMU München Uta Kopp unsere diesjährige Jury-Teilnehmerinnen und Buchgestalterin aus Köln Rüdiger Glatz, der aktuelle Vorstand der DGBH und selber Künstler und Fotograf Markus Hartmann, Fotobuchverleger auf Stuttgart Und Viktor Balkow Jury Teilnehmer, und Fotobuchgestalter aus Frankfurt am Main.

00:01:57: Aber bevor diese Gespräche dieses Jahr hier im Podcast stattfinden geht es heute nochmal um die Photobucht Talks, die wir in Frankfurt gemacht haben.

00:02:07: Hören wir mal rein das Gespräch mit Victor Balco der damals auch schon dabei war nämlich er war damals Jury-Teilnehmer letztes Jahr und er ist freier Buchgestalter.

00:02:19: Wer übrigens denkt, aha die Stimme habe ich doch schon mal gehört.

00:02:22: Ja ganz genau er war auch dabei beim Gespräch mit dem Fotobuchklub Frankfurt also der ersten Sonderfolge hier von von Herrn Frankfurter Buchmesse denn er ist einer der Gründer des Fotobuchtklubs Frankfurt nach dem Vorbild des Leipziger Fotoburchklubs rund um Kallin Kruse.

00:02:42: viele Grüße Nach Leipzig.

00:02:45: Mit Victor sprachen wir letztes Jahr darüber, worin eigentlich das Geheimnis einer guten Gestaltung liegt?

00:02:51: Was ein Foto-Buch einzigartig macht und ob sich die Gestaltung immer an den Inhalt anpasst oder ob es eine Wechselwirkung ist.

00:03:00: Los geht's!

00:03:01: Hören wir mal rein und viel Spaß!

00:03:10: Mehr

00:03:14: braucht man noch nicht

00:03:16: zu wissen.

00:03:17: Frankfurt ist cool genug auf jeden Fall.

00:03:20: Ich liebe Frankfurt, also was heißt Lieben?

00:03:23: Aber ich finde Frankfurt cool und es ist echt eine super Stadt.

00:03:26: Mir nicht!

00:03:28: Ihr

00:03:29: habt alles angefangen.

00:03:31: Also ich bin Wiktor Walco, ich bin Buchgestalter, Grafikdesigner.

00:03:36: Ich habe in der HFG Offenbach studiert, komme ursprünglich aus Wiesbaden.

00:03:40: Ich habe immer noch einmal reingebiet, hatte ein großes Intermezzo.

00:03:44: Da war ich in Göttingen und habe bei einer Verlage als Buchgestalter gearbeitet.

00:03:49: Und da habe ich mich irgendwann selbstständig gemacht und bin zurück nach Frankfurt.

00:03:52: Seitdem,

00:03:53: das war vor acht Jahren oder sieben Jahren, bin ich wieder hier.

00:03:56: Götteing!

00:03:58: Wo gearbeitet

00:04:00: denn Götten?

00:04:01: Ich war beim Steinenverlag und hab da Fotobücher gemacht.

00:04:07: Mein Studium war auch Fotogruh

00:04:10: und Grafik sein in Kombination.

00:04:13: Dann wollte ich das unbedingt auch so beibereiten, und habe gedacht Fotobücher sind eigentlich eine ganz gute Idee.

00:04:19: Hoffentlich klappt es oder ist geklappt?

00:04:21: Und seitdem

00:04:22: bin

00:04:22: ich im Bereich

00:04:24: Integration und Gestaltung unterwegs.

00:04:27: Kannst du ungefähr über einen Daumen sagen was du als selbstständiger Fotobuchgestalter wieviel hast du gemacht

00:04:32: für Fotobuche?

00:04:33: Oha!

00:04:34: So über den Daumen.

00:04:35: Nee, kann ich eigentlich gar noch nicht mal über den Daumen sagen.

00:04:38: Boah!

00:04:40: So viele sind es nicht?

00:04:41: Vielleicht...

00:04:42: ...fünfzehn?

00:04:43: Okay.

00:04:43: Protoküche?

00:04:44: Ja, ungefähr.

00:04:46: Und wie lange ist dann so eine

00:04:47: Produktionszeit

00:04:48: für so ein Buch?

00:04:48: Das ist natürlich unterschiedlich.

00:04:49: Das

00:04:49: ist auch total unterschiedlich.

00:04:51: also das kommt wirklich aufs Projekt an und es kommt darauf an wie viel Text, wie viele Bilder da sind.

00:04:55: Es kommt drauf an wie die Deadlines sind.

00:04:58: Ob's überhaupt Deadlines gibt.

00:04:59: manchmal gibt's ja gar keine Deadline, dann dauert das immer sehr, sehr lange.

00:05:02: Manchmal gibt es feste Deadlines, dann muss das auch schnell gehen.

00:05:06: Also von sechs Wochen bis zwei Jahren bleiben die alles schon dabei.

00:05:13: Tatsächlich zwei

00:05:15: Jahre?

00:05:16: Ja.

00:05:16: Gibt's auch.

00:05:17: Aber natürlich nicht die ganze Zeit am Stück.

00:05:19: Dann ruht das Projekt in den Monaten lang und dann gehts wieder weiter...

00:05:24: Das kommt schon vor.

00:05:26: Was war das jetzt zum Beispiel als zweijahres Projekt?

00:05:30: War das ein Museum oder war es eine Einzige-Kunstausstellung?

00:05:35: Das sind entsprechende Bücher, die keine Deadlines haben.

00:05:38: Dann muss der Sequencing überarbeitet werden und dann guckt man sich das einen halben Jahr später an wenn er jetzt noch mal überarbeitete.

00:05:46: Und dann ist die Typografie irgendwie nicht mehr aktuell oder das Kapper muss nochmal gemacht werden.

00:05:52: So Geschichten!

00:05:54: Ja also das kommt schon voralles.

00:05:55: Es weiß nicht

00:05:56: ein besonderes Buch

00:05:58: Aber natürlich je umfangreicher die Publikation,

00:06:00: desto länger dauert es dann auf.

00:06:03: Ja so, genau.

00:06:06: Jetzt warst du ja dieses Jahr in der Judy, haben wir ja gerade schon gesagt vom Fotogrupppreis ist zum ersten Mal dabei.

00:06:13: Stellt da nochmal deinen Eindruck ein bisschen von der Judy-Sitzung?

00:06:18: Nur gute Eindrücke mitgenommen.

00:06:19: also das war tatsächlich sehr, sehr spannend!

00:06:22: Ja, wir kamen rein in den großen Raum, den ihr vorbereitet habt und es gab drei sehr lange Tische.

00:06:29: Und da waren, sagen wir noch mal wie viele?

00:06:31: Wie viel sind die?

00:06:32: Drei hundertfünfzig!

00:06:33: Wow also das war echt extrem viel und wir hatten eineinhalb Tage Zeit.

00:06:39: dann hatten wir einen Tag für die Grobe Sichtung.

00:06:41: Dann haben wir schon einmal unsere Favoriten sozusagen ausgebildet.

00:06:46: Wir waren ja zu siebten der Jury und waren eigentlich den ganzen ersten Tag damit beschäftigt, die Bücher zu sichten.

00:06:55: Und wirklich auch jedem Buch sozusagen entsprechend viel Zeit einzuräumen – so viel wie man hat!

00:07:00: Man muss da ein bisschen haushalten mit der Zeit... ...und am zweiten Tag ging es darum, die Favoriten, die dann jeder hatte gegeneinander aufzuwiegen….

00:07:09: …und dann so ein bisschen zu einer Entscheidung zu kommen, zu einem Kompromiss zu kommen.. ..ein bisschen Streitbesprechung zu führen.

00:07:17: hat sich dann schon auch ein bisschen gezogen.

00:07:19: Letzten Endes hatten wir glaube ich ein bisschen überzogen, du kannst dich erinnern?

00:07:22: Ja,

00:07:23: ich kann mich erinneren!

00:07:24: Aber ich glaube, wir haben eine sehr gute Auswahl getroffen und es war alles sehr konstruktiv und harmonisch letzten Endes.

00:07:34: Ich glaube die Auswahl kann sich schon sehen lassen.

00:07:36: Also waren echt sehr, sehr gute Sachen dabei.

00:07:38: Jetzt bist Du ja extra eingeladen worden weil Du im Foto Bucher selber gestaltest Wie isst Du... Vielleicht versuchst du es mal, vielleicht brieche ich dich da zu.

00:07:48: Überredet man sozusagen wie gehst Du vor?

00:07:51: Also wenn Du jetzt drehundfünfzig Bücher auf den Tisch liegen hast.

00:07:53: Ich meine das ist so unfassbar viel Zeug aber es geht ja dann doch vielleicht dann doch schnell an der einen und anderen Stelle oder also wie wie es so dann vorgehen sollte.

00:08:03: Ja ich kann tatsächlich nur von mir sprechen.

00:08:05: bei allen ist es ein bisschen anderer Prozess.

00:08:07: Ich war auch der einzige gestalter in der Schule.

00:08:12: Die anderen waren Journalisten, Fotografen, Kunsthistoriker.

00:08:17: Und ich war derjenige, der mit dem Auge des Gestaltes auf die Bilder geschaut hat und dann auch wirklich auf die Typografie, auf das Layout geachtet hat, auf Verarbeitung, Auf die Herstellung, auf die Papierauswahl, die Materialien, die verwendet wurden... Also das war so meine Kriterie, die ich eingesetzt habe.

00:08:35: und dann hast du ein Buch vor dir liegen.

00:08:37: Dann ist natürlich erstmal der erste Eindruck, wie sieht das Kaffe aus?

00:08:41: Sprich nicht das an, habe ich Lust es zu öffnen.

00:08:44: Dann schaue ich mir das Kabel an und die Rückseite an.

00:08:46: Schaue mir an wie es gut gemacht ist, wie es verarbeitet wurde.

00:08:49: Blätter dann da durchs Buch und wenn es mich packt, dann nehme ich mir natürlich ein bisschen mehr Zeit.

00:08:54: Und so arbeitet man sich dann so durch die drei Tische und durch die dreieinhalbfünfzig Bücher.

00:09:00: Irgendwann kann man natürlich auch nichts mehr aufnehmen, damit man wirklich einen Reiz überflutet Aber es hilft ja nichts.

00:09:06: Es muss dann ausgewählt werden und es macht dir auch sehr viel Spaß!

00:09:10: Ich muss sagen, am Ende des ersten Tages war ich wirklich ein bisschen durch.

00:09:14: Das ist immer so in der Jury-Arbeit... ...und dann freut man sich aber am nächsten Moment schon auf die Aufgabe des zweiten Tages.

00:09:21: Und ich bin sehr gespannt wie's dann weitergeht.

00:09:24: Machst du dir dann Notizen oder gehst du vor sowas?

00:09:28: Dann dein Tag abgeschlossen und dann geht's am nächsten Tag.

00:09:33: Du meinst, nach dem der Tag sozusagen?

00:09:35: Ja.

00:09:35: Nachdem die Juryarbeit am ersten Tag vorbei war?

00:09:37: Nee!

00:09:37: Also dann hatte ich es eigentlich nur noch im Kopf und hab' noch so ein bisschen drüber nachgedacht.

00:09:41: aber ich habe jetzt keine Notizen gemacht, hab' jetzt keinen Nacharbeit geleistet sozusagen im Hotel.

00:09:46: Ähm...ja und am zweiten Tag gehts da weiter.

00:09:49: man ist ja dann auch...ja also das ist ja doch noch relativ frisch irgendwie die Eindrücke, die man hat.

00:09:56: Ein paar Notizen habe ich mir während der, während

00:09:59: ich mir die Bücher angeschaut habe gemacht.

00:10:02: Aber im Nachhinein eigentlich nicht mehr.

00:10:06: Sehr gut!

00:10:07: Würdest du sagen dass du dann... also da du jetzt Fotogutgestalter bist?

00:10:13: Ist das manchmal so, dass du auch denkst okay die Gestaltung ist jetzt so super und

00:10:17: ich finde es gut.

00:10:18: und dann in Gespräch

00:10:19: mit den anderen

00:10:20: Die sagen dann aber, dass die Fotografie vielleicht nicht so der Knaller gibt.

00:10:26: Absolut!

00:10:27: Ja ja klar.

00:10:27: also ich hatte auf jeden Fall einige Bücher von denen ich dachte sie sind super gut gestaltet.

00:10:32: und dann gab es aber vielleicht Einwände der anderen Schönemitglieder oder sicherlich auch bei einigen Büchern wo ich selber hoch auf die Fotographie geschaut habe.

00:10:45: Fotografie ist vielleicht nicht so ganz gelungen und man hat natürlich immer im Hinterkopf, dass es der Foto-Reis ist.

00:10:51: Und jetzt nicht das schönste deutsche Buch zum Beispiel.

00:10:54: Es geht in erster Linie eben nicht um Gestaltung sondern um die Fotografien.

00:10:58: aber natürlich schaue ich das Ganze unter dem Aspekt der Gesamtgestaltung an.

00:11:05: Also gut muss irgendwie passen!

00:11:07: Wenn die Fotos extrem gut sind und die Gestaltung aber total am Murgs, dann war ich auch dagegen.

00:11:12: Da habe ich mir auch eine Idee eingebracht und hab gesagt so ja schöne Bilder, aber sorry.

00:11:16: also für mich funktioniert es nicht.

00:11:18: Ja auf dem Motto wie Bilder machen Sinn, aber die Gestaltung ist

00:11:21: so.

00:11:21: Und andersrum war sie eben genauso.

00:11:23: Genau Wie gehst du denn selber vor wenn Du jetzt ein Projekt bekommst?

00:11:27: Dann machst Du das ja rückwärts zu sagen Jetzt machst Du's ja von der Seite, dass liegt auf dem Tisch, ist fertig!

00:11:32: Du musst es beurteilen.

00:11:34: Wie gehest Du dann vor wenn du jetzt ein Projekt auf den Tisch?

00:11:38: Wie ist der Anfang?

00:11:39: Du musst ja irgendwo weißes Blatt Papier so ungefähr oder weiße Datei in dieser, keine Ahnung.

00:11:44: Das weiße Flatte.

00:11:45: Genau das weiße Blatt.

00:11:46: Wie

00:11:47: ist es bei dir?

00:11:48: Ja auch immer unterschiedlich.

00:11:49: also je nach Projekt gibt es da schon bestimmte Voraussetzungen, bestimmte Spezifikationen die schon feststehen zum Beispiel der Seitenumfang zum Beispiel die Größe des Bündnisses, des Formats.

00:12:01: Es gibt auch Projekte da steht schon das Papier fest Da steht schon fest, welche Schrift verwendet wird.

00:12:06: Wenn es eine Corporate Front ist zum Beispiel.

00:12:09: Es gibt aber auch Projekte da ist noch nichts festgelegt.

00:12:12: Das sind dann immer so die schwierigsten.

00:12:13: Da kommt der Kunde an und sagt okay ich habe hier irgendwie weiß sie nicht drei hundert Bilder keine Texte.

00:12:19: die kommen dann irgendwann.

00:12:20: mach mal Dann musst du dir halt was aus dem Fingern sauben, sprichwörtlich Und dann machst du halt ein paar Köfe, dann guckst du dir an was für Bilder da sind, dann schaust du dir Bilder an.

00:12:33: Ja, fertigst du dich in die Arbeit des Künstlers oder der Künstler?

00:12:38: Überlegst dir was passen könnte.

00:12:39: Mach's den Würfel!

00:12:40: Du musst einfach anfangen zu skizzieren, typo auszuwählen, die Bilder nebeneinander zu platzieren und abfolgen zumachen.

00:12:50: Das hilft

00:12:51: dir.

00:12:51: Also das Editing nicht teilweise auch auf deiner Seite direkt?

00:12:54: Teilweise

00:12:54: ja, teilweise ist es schon fertig und es ist nie hundertprozentig fertig.

00:12:58: aber es gibt Projekte da, dass Editing eigentlich schon so gut wie gemacht wird Und es gibt welche, da kriegst du ein Konvolut an Bilder.

00:13:06: Raw-Daten vielleicht oder irgendwelche Scans war nicht mal bearbeitet und dann musst du selber irgendwie schauen mit dem Künstlerinnen wie man das Editing gestaltet?

00:13:14: Wie man einen Narrativ aufbaut eine Dramaturgie schafft auf den Doppelseiten die Abfolge der

00:13:19: Doppelseiten genau.

00:13:21: Das will ich ja selbst auch.

00:13:22: künstlerischer Fotograf mal lange gewesen mach das immer noch.

00:13:25: aber jetzt.

00:13:26: erstens natürlich die Preisverweichen hier usw.

00:13:28: deutscher Fotogrupppreisfestival.

00:13:31: Wenn ich jetzt mal überlege, da kommt dann der Gestalter an und sagt Ich finde aber dem Titel, der passt jetzt viel besser.

00:13:35: Und das ist überhaupt nicht das Bild was ich da drauf haben will.

00:13:37: Gibt es euch eine Diskussion?

00:13:39: Also gibt's da Reibung?

00:13:40: Ständig!

00:13:41: Ohne Reibungen gehts ja auch nicht.

00:13:43: Das ist ja auch etwas Positives.

00:13:44: also man braucht diese Reibunge auch.

00:13:45: Es ist ein bisschen Pingpong-Spielen.

00:13:47: Man schlägt Ideen vor, das Gegenüber sagt dann irgendwie so Ja finde ich gut oder Nein funktioniert für mich nicht.

00:13:55: und dann geht es darum herauszufinden warum Warum nicht, warum funktioniert es für den nicht?

00:14:02: Was kann man anders machen?

00:14:03: Vielleicht muss man auch Überzeugungsarbeit leisten.

00:14:06: Vielleicht lässt man sich selber überzeugen.

00:14:09: Das ist halt immer hin und her und immer ein bisschen Reibung ist auch dabei.

00:14:15: Immer konstruktiv bestenfalls!

00:14:17: Und am Ende hat man dann ein gutes Ergebnis.

00:14:23: Aber so ganz ohne Reibung geht es nicht, also das ist klar.

00:14:26: Und je nach Künstler gibt's auch manchmal mehr und manchmal weniger?

00:14:30: Ja... Wir sitzen die dann bei dir im Studio den Künstlern und gucken die über.

00:14:35: oder ist das dann so ein Online, dafür ist alles online mittlerweile?

00:14:40: Ich mache es mittlerweile fast immer online.

00:14:42: Es sei denn der Künstlerin, wir sind Frankfurt und wir treffen uns mal und dann treffen wir uns einmal und gucken gemeinsam auf dem Bildschirm.

00:14:49: aber das ist eigentlich nicht die Regel.

00:14:51: In der Regel treten wir uns online und sprechen dann darüber.

00:14:56: Als ich im Verlag gearbeitet habe, war das schon häufiger der Fall als der Künstler die Künstlerin neben mir saß und wir dann gemeinsam irgendwie das Buch entwickelt haben.

00:15:05: Es hat vorn Nachteile, es geht natürlich schneller wenn man in so einem Flow kommt.

00:15:13: Es kann aber auch sein, dass man aneinander vorbeivredet nicht zum Arbeiten kommt.

00:15:22: Der Künstler hat meinen Micro-Managing zu müssen und schiebt das mal fünf Zentimeter nach links oder fünf Millimeter nach rechts.

00:15:29: Du warst aber schon aus Konzept im Kopf und denkst du lass mich doch einfach mal machen.

00:15:34: Von daher finde ich es eigentlich ganz gut, dass sich ein bisschen im stehen Kamerlein was überlegt und dann ausarbeitet und jetzt nicht einhundert Prozent mit dem Gutzler mit

00:15:42: der Konstruktion zusammen entwickelt.

00:15:46: Gibt es irgendwie Vorlieben?

00:15:47: Gibt's irgendwie so, das habe ich den Pod ganz außen gefragt, aber was war ich noch mal?

00:15:50: Gibst du irgendwie sowas wie Victor Balkus-Style?

00:15:53: Was hab' ich Ihnen gesagt damals?

00:15:56: Nein, da gibt natürlich Vorliebe!

00:15:58: Also meine Gescheinung ist schon sehr aufgeräumt, sehr clean, nüchternneutral... Ich schaue schon dass die Geschaltung sich ein bisschen zurücknimmt, dass eher die Bilder in den Vordergrund gerückt werden.

00:16:13: Gleichzeitig mache ich natürlich jetzt nicht alles mit Nervetika und so neutral wie möglich, also ich gucke schon dass ein gewisser Tourist dabei ist.

00:16:20: Ein gewisse Brüche irgendwie auch in der Buchgestaltung passieren.

00:16:24: aber es ist nie so das die Gestaltung im Lied überhanden

00:16:26: nimmt und dann sozusagen den Inhalt verdeckt und so ist es nicht.

00:16:32: Jetzt war's auch so, das passiert natürlich dann weil es natürlich immer überschaubare Community ist auch ein Buch dabei gewesen dieses Jahr über den Einreichern, was jetzt hier auch im Regal reingekommen ist, was du gestartet hast.

00:16:44: Da ist ganz klar dass du als Jury-Teilnehmer dann die Hand hebst und sagst ich bin hier voreingenommen Ich enthalte mich der Stimme.

00:16:51: das haben wir ganz klar geregelt.

00:16:53: Es liegt da oben links.

00:16:54: wenn Du da mal greifen würdest Dann könntest Du Dein nochmal

00:16:58: auf

00:16:58: einen gehen.

00:17:01: Genau Worum geht es in dem Projekt?

00:17:03: Und wie ist es dazu gekommen?

00:17:05: zum Beispiel

00:17:06: Was

00:17:07: ist die Idee als Gestaltungsidee?

00:17:09: Ich habe mich sehr gefreut, dass das Buch jetzt nominiert wurde.

00:17:13: Es ist tatsächlich so wie du sagst also...

00:17:15: Die Bücher liegen

00:17:15: aus.

00:17:17: Wir haben ja kleine farbige Sticker bekommen.

00:17:19: jedes Schürchen befindet eine andere Farbe und dann klebt man irgendwie ein farbigen Sticker rein wenn man für das Buch ist, wenn man will, dass dieses Buch weiter kommt und weiter diskutiert wird Und natürlich enthält man sich bei den Büchern an denen man selber beteiligt war.

00:17:32: ich glaube auch niemandem gesagt, dass es von mir ist haben mich ja komplett rausgehalten und war dann trotzdem sehr, sehr froh dass es dann irgendwie ich glaube vier oder fünf verschiedene Punkte hatte.

00:17:43: Und dann weiterkam und nominiert wurde.

00:17:46: das ist ein Projekt von einem libanesisch-französischen Fotografenkünstler Gallip KvB und es geht um seine Heimat den Libanon.

00:17:56: er lebt mittlerweile in Frankreich hat aber natürlich immer noch Wurzeln im Libanonn, hat da seine Familie und reißt immer wieder dahin fotografiert dort fotografiert ausschließlich analog und die Bilder handeln vom Krieg im Nahen Osten, von immerwährendem dauerhaften Krieg in den Nahen Asten.

00:18:17: Das ist natürlich auch ein riesiges Thema also sehr aktuelles Thema How can it be home?

00:18:22: Und es geht halt darum dass ein Land das wirklich zerrüttert ist von Krieg und irgendwie dysfunktional ist und eigentlich schon fast ein Fail State.

00:18:31: Wie kann man das immer noch als eine Heimat wahrnehmen.

00:18:37: Wie kann man das immer noch so sehr lieben, wie er es liebt?

00:18:39: Und das ist sozusagen sein fotografisches Essay.

00:18:43: Er ist dann mehrere Male in den Libanon gereist und hat da wirklich ganz ganz tolle Bilder gemacht.

00:18:50: also das hier zum Beispiel fand ich auch total interessant.

00:18:53: der Libanone ist für mich wirklich immer warm und mediterran eben aber offensichtlich gibt's auch sehr viel Schnee.

00:19:03: Ansonsten gibt es Bilder von seiner Familie, von seinen Eltern und Verwandten die er gemacht hat.

00:19:11: Porträt sind dabei, Schrilleben sind dabei Landschaftsauchnahmen sind dabei.

00:19:17: Das ist das Buch.

00:19:18: vielleicht noch kurz was zur Ausstattung?

00:19:22: Wir haben ein Hardcover gewählt wir haben einen Papierüberzug gemacht Es gibt die Typografie die hier auf der U-Lines ist.

00:19:29: Die hat eine Lackierung so ein bisschen reliefmäßigen Lack drüber bekommen.

00:19:37: Und ansonsten ist das auf dem offenen Papier gedruckt, was auch sehr schön zu der analogen Fotografie passt und es ist sehr klassisch aufgebaut.

00:19:47: also wirklich ganz ganz klassisches Layout.

00:19:50: Pasperatur.

00:19:51: Pasperturiert.

00:19:52: Die Tupo ist eine Artike die sehr expressiv ist vor allem im Passivsschnitt.

00:20:02: Wer auch eingesetzt wird, jetzt blätter ich durch.

00:20:10: Auf jeden Fall gibt es eine

00:20:11: sehr schöne Typio

00:20:13: und eigentlich

00:20:14: war's das ausschauen!

00:20:15: Das ist das Buch.

00:20:16: Ganz kurzen Text.

00:20:18: Und genau... Das Cover Motiv zieht sich sozusagen über die O-I und die OV.

00:20:24: Ich war da mit den Editing zum Beispiel.

00:20:28: Wie

00:20:28: hast du da mit dem

00:20:29: Künstler zusammengesessen, gearbeitet

00:20:30: online und so weiter?

00:20:35: Das war online, das war eben gesagt des Ping-Pong Spielen.

00:20:37: also man macht einen Entwurf, er hatte am Anfang PDF was er ausgearbeitet hat und das hat man dann modifiziert und hat drüber gesprochen.

00:20:46: und da gab es noch ein Bild was er rein haben wollte und dann gab's noch mehrere Bilder die er raushaben wollte und wieder ein paar Bilder dazu.

00:20:51: und dann musste der Entwurf wieder überarbeitet werden weil das Editing nicht mehr gepasst hat.

00:20:55: Und dann baut man sich so einen Seitenaufriss und kann dann hat eine Übersicht über alle Seiten.

00:21:01: Und schiebt dann hin und her, bis es dann passt.

00:21:06: Also er hatte quasi schon so ne Vorgabe als PDF wie du saßst, schon mal vor so einer

00:21:10: Abfolge?

00:21:11: Er hatte eine Abfolger als PDF die ihr geschickt habt mit der er sich auch beim Verlag beworben hatte Und das war sozusagen die Ausgangsbasis für den Entwurf.

00:21:23: Also nicht für den Wurf, aber für die Abfolge der Bilder.

00:21:27: Sag mal Verlag!

00:21:27: Wer

00:21:28: hat es gedruckt?

00:21:30: Kehrer ist erschienen und gedrucked.

00:21:34: Er wurde glaube ich bei Vogel in Süddeutschland.

00:21:39: Bin dabei kann ich

00:21:40: nicht sagen... Alles gut.

00:21:42: Wie kommt das zum Beispiel zustande?

00:21:43: Bist du da involviert oder kriegst du dann quasi das Projekt Wenn alles schon steht und wenn alle diese Dinge schon feststehen, wer es verlegt.

00:21:51: Wer es

00:21:51: druckt oder hast du da Eingriff?

00:21:54: Das ist auch unterschiedlich.

00:21:55: also in diesem Fall ist der Verlag auf mich zugekommen.

00:21:57: ich kannte den Künstler nicht.

00:21:58: Der Verlag hat angefragt ob ich Interesse hätte an diesen Projekt.

00:22:03: Sie hätten dann ein Projekt mit einem libanesisch-französischen Künstlern haben mir das PDF geschickt haben mir die Spezifikationen durchgegeben und dann habe ich zugesagt weil ich das Projekt sehr spannend fand kommt aber auch vor, dass sich Künstler direkt melden und sagen, ich bin jetzt noch in Verhandlungen mit verschiedenen Verlagen.

00:22:21: Aber ich würde gerne, dass du die Gestalt übernimmst.

00:22:24: Und dann werde ich sozusagen vom Künstlerin

00:22:27: beauftragt.

00:22:30: Sehr schön!

00:22:32: Gibt es auch gescheiterte Projekte?

00:22:34: Also Dinge, die dann nicht zu Ende gehen oder so?

00:22:38: Hast das auch schon

00:22:38: gegeben?

00:22:39: Hat's auch schon gegeben.

00:22:41: Nicht viele.

00:22:42: Ich glaube zwei waren es bisher.

00:22:48: Ja, manchmal funktioniert es einfach nicht.

00:22:50: Es ist natürlich immer auch sehr... zwischenmenschlich muss es passen.

00:22:57: Wenn man sich aber nicht kennt, wenn der Auftraggeber auf einen zukommt, man kennt sich noch nicht, versucht man's eben und dann stellt man irgendwann fest okay das funktioniert Oder es funktioniert eben gar nicht.

00:23:08: Wenn es halt ein bisschen nicht funktioniert, dann ist man natürlich profil genug das trotzdem über die Bühne zu bringen und man macht trotzdem noch einen guten Job und bringt das fertig zum Schluss.

00:23:21: Aber es gab zwei Projekte da hat's irgendwie gerade nicht funktioniert weil man aneinander vorbeigerebt hat.

00:23:25: Im einen Fall war es einfach eine Sprachbarriere also wir haben uns einfach nicht verstanden sprichwörtlich Und dann hat es einfach nicht funktioniert.

00:23:35: Im anderen Fall waren es einfach günstlärische oder ästhetische Referenz, dass man gesagt hat okay wir sind so weit auseinander was die geschaltete gestalterische Richtung angeht das das kein Sinn macht.

00:23:52: und da haben wir auch gesagt ok dann lass uns das jetzt beendet und dann findest du sicherlich jemand anderes mit dem du es besser umsetzen kannst.

00:24:03: für die Leute, die in diesem Bereich jetzt arbeiten möchten wie aus dem Studium vielleicht rauskommen und sich vorstellen ich mache das jetzt gerne aber ich fühlte mich ja genial.

00:24:12: Ich würde da auch gerne rein in das Metier, das Genre was empfiehls zu tun.

00:24:17: Hast du einen Tipp?

00:24:18: Wie es losgehen könnte?

00:24:21: Ja ich dachte immer, ich werde dann irgendwie so ein Grumpy Gestalter der dann gesagt ne mach das bloß nicht.

00:24:27: Das ist ganz gut.

00:24:27: Ich fange bloß dich damit an Nö, würde ich nicht sagen.

00:24:31: Also schon cool!

00:24:32: Wenn jemand das machen möchte dann klar warum nicht?

00:24:37: Was würde ich empfehlen?

00:24:37: also ich kann jetzt nur von mir sprechen.

00:24:40: bei mir war es damals so dass sich mit Kominitoren zusammen.

00:24:43: wir haben eben wie gesagt alle vier Fotografie studiert in der gleichen Fotoklasse und wollten an unsere Bilder veröffentlichten irgendwie und wollten dann eine Fotozeitung machen.

00:24:56: Wir haben das dann einfach gemacht mit sehr, sehr wenig Budget, mit sehr vielen Überstunden und Nachtarbeit, wie man das so macht als Studie.

00:25:05: Das war ein bisschen der Türöffner bzw.

00:25:09: das Projekt, wo ich irgendwie Blutgelekt habe.

00:25:10: Ich war der Einzige, der auch Gestaltung nebenbei studiert hat – nicht nebenbei aber parallel!

00:25:15: Der dann auch die Seiten anlegen konnte oder das Layout machen

00:25:17: konnte.

00:25:18: Dann habe ich das gemacht und dachte immer so dass es eigentlich schon

00:25:21: ziemlich genau das was ich machen will Und so habe ich dann nach dem Studium was zu zeigen und konnte mich damit vorstellen bei verschiedenen

00:25:33: Verlagen.

00:25:34: Das hat ja noch geklappt!

00:25:35: Es hat dann zum Glück auch geklappt, aber das gehört natürlich auch super

00:25:37: viel Glück dazu.

00:25:38: Also es war ein super Random,

00:25:40: dass ich dann in der Lage landet bin und dass da gerade irgendwie das Steil damals jemanden gesucht hat.

00:25:48: Ja also es war wirklich auch sehr sehr viel Glück.

00:25:50: dabei Geht das so seinen Weg?

00:25:53: Und dann ist man irgendwann auf Kunstbücher abonniert, was aber jetzt auch nicht der Schlechteste in der Welt ist.

00:26:00: Es gibt ja Leute die fangen irgendwie an mit, weiß ich nicht, Zigarettenpackungen und Gestaltung und ärgern sich da am

00:26:08: Ende weil sie

00:26:09: denken, ich will es nicht mehr machen.

00:26:10: Machen's dann aber trotzdem die ganze Zeit.

00:26:13: Dafür bekannt sind.

00:26:14: Genau,

00:26:14: da vielleicht nicht rauskommen.

00:26:15: Da hatte

00:26:15: ich mehr rauskauen und bin eigentlich das Happy dass ich bis jetzt noch nicht aus dieser Photoburggestaltungskicke rausgekommen bin.

00:26:22: Nicht raus musste!

00:26:25: Jetzt um dann die Selbstständigkeit.

00:26:27: Vielleicht hast du da einen Tipp?

00:26:28: Weil das lernt man ja glaube ich in einem Studium.

00:26:30: zumindest mein Studium war komplett ohne solche Aufklärungsmomente.

00:26:35: Was fürchtet bei dir, ist das nicht anders gewesen?

00:26:38: Ich wurde aufgeklärt.

00:26:39: Ich wurde gleich am allerersten Tag im Studium aufgeklärt.

00:26:43: Man hat uns ziemlich gesagt ... Hör mal, kriege ich das noch zusammen?

00:26:47: Also irgendwie ... Achtzig Prozent der Leute die hier abschließen fahren ein Taxi sowieso.

00:26:52: Das war die Aufklärung!

00:26:56: Nein aber du hast schon recht.

00:26:58: also wirtschaftlich denken oder wirtschaftliche Planen Rechnungen schreiben Finanzamt, diese ganzen Geschichten.

00:27:08: Kundenakquise das war

00:27:09: alles Angebote

00:27:10: schreiben.

00:27:11: Also es war irgendwie nie so ein richtiges Thema.

00:27:13: ich glaube wir hatten einen Workshop immerhin im Studium aber das war soweit von der Realität entfernt.

00:27:19: Das hat man halt wirklich so strikt nach irgendwelchen Vorgaben irgendeiner... Warte mal was waren die Gewerkschaften?

00:27:25: Es gibt irgendeine Gewerksamkeit, Grafik-Gewerkschafterin oder Gestaltungsgebiete.

00:27:30: die dann auch so Preislisten irgendwie veröffentlicht hat, die dann für alle gelten sollten.

00:27:35: Und dann hat man diese Preislesten gesehen und hat das dem ersten Kunden einen Angebot erstellt.

00:27:39: Der Kunde hat dann einfach gesagt zu mir, ich werde zurück nach dem anderen sein?

00:27:48: Ja!

00:27:48: Man muss einfach Bock drauf haben.

00:27:50: Es ist auch glaube ich eine Typ-Sache.

00:27:51: Man muss schon diese Selbstständigkeit aushalten.

00:27:56: Es kommen glaube ich auch nicht jeder.

00:27:58: Das ist jetzt auch gar nicht Werten gemalt, aber es gibt einfach Leute die brauchen ein bisschen mehr Sicherheit und sagen so Ich bin einfach angestellt irgendwo und weiß an was Gehalt reingeht am Ende des Monats Und die Selbstständigkeit ist halt nauf und ab.

00:28:12: Das kann halt gut gehen, es können auch längere Momente geben oder Monate geben, wo's nicht so richtig

00:28:18: gut läuft.

00:28:19: Was haben wir bezahlt für das am Ende?

00:28:21: Exakt!

00:28:23: Die Miete zahlt man aber trotzdem, regelmäßig.

00:28:27: Ja muss man schon wollen... Aber es sind viele intrinsische Motivationen, die hat in dem Beruf.

00:28:34: Aber dafür

00:28:35: darf man schön Bücher machen.

00:28:37: Und warum macht das was man will?

00:28:39: Im besten Fall.

00:28:41: Auch nicht immer!

00:28:42: Klar, es gibt auch Bücher hier... ...braucht man da irgendwie so durch und denkt okay ist das nett jetzt halt so?

00:28:49: Aber ich würde sagen zu neunzig Prozent, zu nünzig Prozent packen und schon Sachen von denen noch rüber zurück

00:28:53: ist selber gut für mich.

00:28:56: Vielen Dank Victor.

00:28:58: wir sehen uns und alles Gute!

00:29:01: Schöne Grüße an die Instagram-Zuschauer da draußen.

00:29:03: vielen Dank fürs dabei sein und bis

00:29:07: zum nächsten Mal!

00:29:10: Ciao!

00:29:11: Ja, danke an Victor Balko nochmal.

00:29:13: Victor ist übrigens dieses Jahr wieder dabei bei unseren Foto-Buchtalks in Frankfurt auf der Buchmesse vom siebten bis zum elften Oktober in Halle drei Null J. Eins fünf Drei.

00:29:24: Kleiner Hinweis an dieser Stelle wer sich die Talks lieber als Video ansehen möchte, der kann das natürlich tun auf unserem YouTube Kanal unter youtube.com.

00:29:34: slash add festival fotografischer Bilder Termine und save the date.

00:29:39: noch zum Schluss.

00:29:39: Buchmesse Frankfurt, siebter bis elfter Oktober zwanzig sechsundzwanzig Halle Drei Null J-Eins Fünf Drei.

00:29:46: Bis zum vierzehnten November ist der Preisträgerjahrgang fünfundzwanzzig sechsundzwanzig in der Stadt Bibliothek Reutlingen zu sehen Und ab dreinzwanziger Oktober sind dann die Bücher des Jahrgangs des letzten Jahres Dann im Goethe Institut in Hong Kong zu sehen und Die Ausstellungstour neigt sich dem Ende.

00:30:06: Mehr Infos gibt es in den Shownotes.

00:30:08: Und wie gesagt, den Ticketrabattcode nicht vergessen – anmelden in unseren Newsletter!

00:30:13: Wenn euch diese Sonderfolge gefallen hat, teilt sie mit euren Freunden und Kollegen, drückt auf abonnieren und hinterlasst mir super gerne eine

00:30:31: Fünf-Sterne-Bewertung.

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