STAFFEL 9 ist online. Freue mich, wenn ihr rein hört. Euer Andy Scholz.

Dr. Nadia Ismail, Leiterin der Kunsthalle Gießen

Shownotes

»Kunst und Fotografie. Kunst und Fotobuch«

Wir haben 2025 die Leiterin der Kunsthalle Gießen Dr. Nadia Ismail zu uns an den Stand in Halle 3.1 J87 auf die Frankfurter Buchmesse eingeladen, um mit ihr und dem Publikum darüber zu sprechen, welchen Stellenwert das Fotobuch in der Kunstszene und im besondern für die Publikationen der Kunsthalle Gießen hat.

Nadia Ismail ist promovierte Kunsthistorikerin mit Schwerpunkt auf »Aktuelle Kunst« und leitet die Kunsthalle Gießen. Sie promovierte mit einer Arbeit über Fotografie. Überdies ist sie Fachkuratorin der Kunstsammlung der Landesbank Baden-Württemberg und fungiert als Kunstbeauftragte des Landes Hessen für Kunst-am-Bau Projekte. Parallel dazu arbeitete sie als Dozentin an der Justus-Liebig-Universität Gießen.

https://www.kunsthalle-giessen.de/


Termine/Save the Date:

Frankfurter Buchmesse 7. bis 11. Oktober 2026

Bis zum 14. November 2926 ist der Preisträger Jahrgang 25/26 in der Stadtbibliothek Reutlingen zu sehen.

https://www.stadtbibliothek-reutlingen.de

Ab 23. Oktober bis 13. November 2026 sind die Bücher dann im Goethe Institut in Hongkong zu sehen.

https://www.goethe.de/ins/hon/en/index.html?wt_sc=hongkong

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Episoden-Cover-Gestaltung: Andy Scholz Episoden-Cover-Foto: Susanne Suttner


Link zu unserem Newsletter:

https://deutscherfotobuchpreis.de/newsletter/


Idee, Produktion, Redaktion, Moderation, Schnitt, Ton, Musik: Andy Scholz

Der Podcast ist eine Produktion von STUDIO ANDY SCHOLZ 2020-2026.

Andy Scholz wurde 1971 in Varel geboren. Er studierte Philosophie und Medienwissenschaften an der Universität Düsseldorf, Kunst und Design an der HBK Braunschweig und Fotografie/Fototheorie an der Folkwang Universität der Künste in Essen. Er ist freier Künstler, Autor und Dozent. Seit 2012 unterrichtet er an verschiedenen Instituten, u.a.: Universität Regensburg, Fachhochschule Würzburg, North Dakota State University in Fargo (USA), Philipps-Universität Marburg, Ruhr Universität Bochum, Pädagogische Hochschule Ludwigsburg. 2016 wurde er in die Deutsche Gesellschaft für Photographie (DGPh) berufen. Seit 2016 ist er künstlerischer Leiter und Kurator vom INTERNATIONALEN FESTIVAL FOTOGRAFISCHER BILDER, das er gemeinsam mit Martin Rosner gründete. Im ersten Lockdown im Juni 2020 begann er mit dem Podcast und seit 2022 ist er Organisationsleiter vom Deutschen Fotobuchpreis, der ins INTERNATIONALE FESTIVAL FOTOGRAFISCHER BILDER in Regensburg integriert wurde. Er lebt und arbeitet in Essen (Ruhrgebiet).

https://fotografieneudenken.de/ https://www.instagram.com/fotografieneudenken/

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Transkript anzeigen

00:00:00: Fotografie neu denken, der Podcast.

00:00:04: Herzlich willkommen zum Podcast Fotografien neu denken und zu einer weiteren Episode von und mit den Foto-Buchtalks die wir auf der Frankfurter Buchmesse im vergangenen Jahr zwanzig fünfundzwanzig also nicht die jetzt kommenden natürlich sondern letztes Jahr geführt haben.

00:00:19: mein Name ist Andy Scholz ganz kurz Vorab hier an dieser Stelle.

00:00:29: wer auf die Buchmesse kommen möchte, also auf die Frankfurter Buchmessel vom siebten bis zum elften Oktober zwanzig sechsundzwanzig.

00:00:36: Der kann sich über unser Newsletter einen Ticketrabattcode sichern!

00:00:42: Wie das geht?

00:00:43: Ganz einfach – einfach in unseren Newsletter eintragen und dann bekommt ihr den kommenden Newsletter IN den nächsten Tagen.

00:00:50: Darin steht der Ticket-Rabattcode mit dem Ihr nur vierzig Euro statt einundneunzig Euro Eintritt in Frankfurt.

00:00:57: bezahlt.

00:00:57: Das lohnt sich auf jeden Fall sehr, wie ich finde.

00:01:00: Viel Spaß und macht

00:01:01: euch

00:01:01: dann gerne bemerkbar bei uns am Stand wenn ihr da seid!

00:01:07: Zum vierten Mal sind wir dabei in Frankfurt vom siebten bis zum elften Oktober zwanzig sechsundzwanzig und wir führen wieder unsere fast schon legendären Fotobuch Talks direkt am Stand in Halle drei Null J-Eins fünf Drei.

00:01:21: Halle Drei Null, J-Eins Fünf Drei für die, die kommen möchten.

00:01:25: Dieses Jahr vom siebten bis zum elften Oktober, zwanzig sechsundzwanzig sind dabei bei den Fotobuch Talks.

00:01:30: Bierte Kräft!

00:01:32: Die Geschäftsführerin der Stiftung Buchkunst Doktor Helene Roth Goldpreisträgerin in Kategorie Fototheorie.

00:01:38: Fototheeorie letztes Jahr von der LMU München Uta Kopp, unsere diesjährige Jury-Teilnehmerin und Buchgestalterin aus Köln.

00:01:47: Rüdiger Glatz aus Hamburg der aktuelle Vorstand der DGPH.

00:01:52: Markus Hartmann, Fotobuchverleger aus Stuttgart.

00:01:55: Und Viktor Balkow, Juryteilnehmer in den letzten Jahren von Frankfurt am Main.

00:02:03: Aber bevor diese Gespräche hier im Podcast stattfinden können natürlich – denn sie finden ja erst nächstes nächste Woche statt – geht es heute noch einmal um die Fotobuch-Talks, die wir in Frankfurt geführt haben.

00:02:18: Hören wir mal rein an das Gespräch mit Dr.

00:02:21: Nadja Ismael.

00:02:22: Sie ist die Leiterin der Kunsthalle Gießen und hören wir mal ein was sie eigentlich über Fotobücher denkt.

00:02:31: Los geht's!

00:02:32: Viel Spaß!

00:02:42: Also erst mal vielen Dank für die Einladung, sehr nett.

00:02:45: Und im Prinzip hast du es eigentlich schon gesagt ich leite die Kunsthalle in Giesel und Fotografie.

00:02:52: Du hast das auch schon erwähnt?

00:02:53: Ich habe meine Doktorarbeit über eine amerikanische Künstlerin, Fotokünsterin beschrieben Erna Gaskell und hab den ganzen Doktor-Arbeit interdisziplinär angelegt und habe sie verglichen mit den Visikenkartenfotografien.

00:03:07: Und außerdem habe ich ihr unterstellt, dass sie mit den Strategien der literarischen Fantastik arbeitet und mit Strategien des Pignoirs.

00:03:16: Außerdem noch ein strategierendes Hyrealismus in ihre Arbeit implementiert.

00:03:23: Das

00:03:23: war meine Doktorarbeit, dies aber schon bisschen her!

00:03:26: Wie ging es dann weiter?

00:03:27: für dich?

00:03:28: Wie geht eigentlich so einen Weg beispielsweise um Leiterin der Kunsthalle gießen zu werden?

00:03:34: Also der Weg ist, glaube ich sehr individuell bei jeder Person.

00:03:37: Nach dem Studium in der Regel macht man ein Voluntariat und macht freie Projekte oder projektbezogene Dinge um dann schlussendlich vielleicht in einer Institution zu landen.

00:03:47: Mein Weg war vielleicht nicht ganz so klassisch.

00:03:49: Ich habe kein Voluntariat gemacht sondern ich bin quasi direkt eigentlich in die Wissenschaft und Inspiratorische gegangen und habe dann an der Universität Langegern lehrt, sechs Jahre.

00:04:01: Habe da auch promoviert und seitdem begleitet mich im Prinzip die Lehre und eben auch die institutionelle Leitung an der Kunsthalle in Gießen wo ich mit tollen Kolleginnen und Ausstellungen mache drei im Jahr plus eine Vielzahl von Sonderveranstaltungen.

00:04:17: Das wäre die nächste Frage gewesen so ein bisschen was ist kann man sagen Profil der Kunstthalle Gießen oder wie genau beschreibt mal ein bisschen euer Programm und Schwerpunkt vielleicht

00:04:26: oder?

00:04:27: Also wir wünschen uns sehr, dass wir ein Ort sind für den Austausch von aktuellen Tagesgeschehen.

00:04:34: Das heißt die Kunsthalle nimmt sich eigentlich schon das was gerade in der Welt passiert als Themenschwerpunkt und macht daraus sehr unterschiedliche Ausstellungen.

00:04:45: Das bedeutet wir haben keine mediale Ausrichtung alles ist Also wir versuchen quasi den Publikum nahezubringen, dass Kunst halt sehr vielfältig ist und an den Rändern offen.

00:04:58: Und das bedeutet eben auch, dass es ein kritisches Potenzial gibt was es auf jeden Fall so diskutieren gibt.

00:05:04: Es ist nicht so, dass die Kunst immer im klassischen Sinne schön ist sondern sie kann eben auch reiben.

00:05:10: Das ist etwas was wir versuchen den Diskurs anzusprechen und in einem solchen Raum frei und laut zu denken und über verschiedene Dinge die wir anreißen, die die Welt vielleicht bewegen durch die Augen der Künstlerinnen und Künstlern den Publikum zugänglich

00:05:26: zu machen.

00:05:27: Jetzt haben wir im Vorgespräch schon festgestellt dass Jonas Höschel hier mit seinem

00:05:32: Fotobuch

00:05:32: im Regal liegt auch bei einer Ausstellung ganz aktuell bei euch in Gießen zu sehen ist.

00:05:38: Erzähl mal was über diese Ausstellung wo Jonas dabei ist.

00:05:42: Also wir haben eine Gruppenausstellung aktuell zum Thema Unsichtbarkeit von Gewalt und unsichtbar, also das UN ist in Klammern.

00:05:51: ungefähr zwölf Künstlerinnen eingeladen international, die ganz viele Ecken der Welt beleuchten.

00:05:58: Wo eben auch Gewalt stattfindet vor allem eben auch gewalt gegen Frauen, die nicht so unbedingt im Fokus der Öffentlichkeit sind und vielleicht anders als die Erwartung Haltung nahelegen sollte ist es schon so dass wir nicht drastische Gewalt zeigen aber die Ausschärfe schon ordentlich intensiv das heißt sie wirkt im Prinzip nach.

00:06:19: Und speziell Jonas Höschel hat den Rechtsruck, den leider nicht mehr ganz so neuen Rechtsruck in Deutschland thematisiert und da zeigen wir ihn eben in einer Ausstellung mit einer Arbeit die eighty-seven Männer

00:06:35: und drei Frauen zeigt.

00:06:39: Tatsächlich eine seventy-seven Männer auf drei Frauen!

00:06:41: So heißt er auch das Buch?

00:06:42: Ganz genau

00:06:43: Ja krass Ja, und das ist ein Slideshow wo eben durch die Kleidung gezeigt wird dass man eigentlich mit bestimmten Marken auch zeigt wie man politisch vielleicht wo man politische steht beziehungsweise auch durch Tentus und ähnliches.

00:07:00: also das kann nicht immer jeder lesen aber es ist halt schon eine codierte Sprache die die Leute die quasi zu dieser Gruppe gehören eben auch lesen können.

00:07:10: Und das versteckt sich halt auch schon nicht ganz selben hinterfaschen.

00:07:15: Und was sind die anderen Künstler, hast du noch ein Beispiel?

00:07:20: Um im Bereich der Fotografie zu bleiben haben wir eine Serie von Lucinda Devlin einer US-amerikanischen Künstlerin.

00:07:26: Die Todeszellen fotografiert hat und eben auch sagen mal die letzten Etaten bevor es zur Toteschrafe geht.

00:07:34: Die Serie nennt sich Omega Suites und das sind verschiedene Gefängnisse wo Giftspritze, Gaskammer eingesetzt werden und diese Arbeiten sind so fotografiert, dass sie unglaublich schön sind.

00:07:49: Also die könnten im Prinzip aus einem Designmagazin sein.

00:07:52: Sie sind menschenleer zeigen aber durch diese Klarheit und Billianz ihrer Fotografien schon auch diese unsichtbare Passette der Gewalt.

00:08:02: eigentlich passiert nicht viel Aber die Fantasie ist sozusagen andere.

00:08:05: gleichzeitig kommt man in den inneren Konflikt weil man es eigentlich

00:08:08: auch schön findet Und man kriegt aber den Kontext natürlich mit und ist wahrscheinlich irritiert, ne?

00:08:13: Ist das eine Vossilitation oder...?

00:08:16: Ich glaube es ist eher etwas worüber man sich nicht so Gedanken macht.

00:08:19: Also auch wenn die USA gerade, sagen wir mal, sich stark verändert, ist es so dass man vielleicht gar nicht so gegenwärtig hat, dass dort noch die Todesstrafe praktiziert wird und dass interessanterweise es verschiedene Todesarten gibt, erhängen und erschießen ist.

00:08:34: zum Beispiel Es wird als drastischer empfunden, als zum Beispiel die Giftspritze oder die Gaskammer.

00:08:41: Oder der elektrische Stuhl, der auf nachweislich nicht unmittelbar zum Tod führt und was auch noch mal eine Besonderheit ist, was vielleicht auch viele nicht wissen dass man der tote Strafe eben von Angehörigen- seite oder Opferseite auch beiwohnen kann.

00:08:52: das heißt es sieht im Prinzip aus ein bisschen wie Kirchenbänke.

00:08:55: da hat man dann den Blick auf den elektrischen Stuhll und räumlich getrennt auf der anderen Seite sitzen dann halt entweder Täter oder Opfern

00:09:02: gehörige Und das ist aber eine Ausstellung.

00:09:06: dann zum Beispiel jetzt nochmal

00:09:09: mit

00:09:09: verschiedenen Disziplinen.

00:09:10: Malerei,

00:09:11: Bildhauerei,

00:09:12: Fotografie oder was ist sozusagen

00:09:14: ja?

00:09:15: Also medial ist es tatsächlich.

00:09:16: ich glaube bis

00:09:16: auf Malerei

00:09:17: ist eigentlich alles dabei.

00:09:19: also wir haben Videoarbeiten, wir haben Textile arbeiten Wir haben auch Briefe aus Guantanamo.

00:09:26: Das heißt Es sind drei inhaftierte oder ehemals inhaftierten Personen die nicht alle lebend davon gekommen sind, muss man sagen.

00:09:35: Es gibt einen sogenannten Brief an die Anwälte wo eben auch sehr auf der einen Seite drastisch aber gleichzeitig irgendwie auch poetisch diese dramatische und ausweglose Situation gezeigt wird wie die Leute dort behandelt werden und dass dieser Weg eigentlich zum größten Teil der inneren Zerstörung mündet.

00:09:56: Und die sind sehr intensiv.

00:09:57: Im Prinzip sind es nur A-Vierblätter, wo ein Text draufsteht.

00:10:01: aber wenn man sich den Witt mit dann sieht man eben schon auch diese unsichtbare Facette der Gewalt.

00:10:06: Guantanamo sagt einem wahrscheinlich noch was Es gibt immer noch dort Inhaftierte Und zur Finisage an der Stelle.

00:10:13: herzliche Einladung für den zweiten November.

00:10:15: um fünfzehn Uhr haben wir tatsächlich eine Person da, die in Guantanamo inhaftiert war und die jetzt sich als Aktivist generiert.

00:10:26: Es war relativ schwierig ein Wesen zu bekommen für ihn denn anders als man vielleicht denkt die Leute werden dann irgendwann entlassen.

00:10:35: wohlgemerkt hatten sie keine Anklage.

00:10:39: Die kommen dann nicht in ihre eigentlichen Länder, wo sie herkommen.

00:10:42: Sondern sie werden irgendwo hin verprachtet und es heißt nicht unbedingt dass sie die Sprache sprechen.

00:10:47: Sie dürfen nicht arbeiten.

00:10:49: das heißt sie sind halt isoliert und interessanterweise haben sie halt auch gesagt also jetzt Mansoord Al-Daifi ist der Künstleraktivist der uns dann eben besucht.

00:11:00: er hat halt gesagt in Guantanamo hatten wir wenigstens uns Und draußen sind wir zwar in Freiheit, aber eigentlich doch nicht frei.

00:11:07: Weil wir kennen keinen, wir dürfen nicht arbeiten und kennen in Zweifel auch die Sprache nicht.

00:11:11: Wow das ist ja krass!

00:11:13: Ja...

00:11:14: Und wer entscheidet wo die hinkommen?

00:11:16: Also wonach wird das ausgewählt?

00:11:18: Die ganzen Wege, die kenne ich jetzt

00:11:20: auch nicht.

00:11:21: Aber es ist jetzt nicht so dass sie irgendwie eine Wahl haben und sagen Ich würde gern da hin Auch wenn Sie dort Familie haben hätten oder so.

00:11:28: Das entscheidet dann die Regierung.

00:11:29: Aber nach welchen Kriterien kann ich nichts sagen.

00:11:31: Das wissen wir dann ab dem zweiten November.

00:11:33: Und ist der auf dich, auch auf euch zugekommen?

00:11:36: Oder hast du recherchiert?

00:11:37: oder wie ist dann der Weg gewesen?

00:11:39: Wir haben diese Ausstellung zur Dritte kuratiert.

00:11:41: Theresa Deichert die an der Kunsthalle als Kuratorin arbeitet Larissa Fuhrmann Die am Friedensforschungsinstitut in Frankfurt arbeitet und wir haben da eine Kooperation mit Trace Transformation of Political Violence.

00:11:57: Das ist das zweite Mal dass wir mit denen arbeiten Und Larissa Fuhrmann hat einen Kontakt in diese Region, weil sie halt viel mit ihnen arbeitet.

00:12:05: und wir haben außerdem noch einen Experten eingeladen Sebastian Köhte der sich halt der Kunst in Guantanamo gewidmet hat.

00:12:12: Und Kunst meint damit nicht zwingend bildende Kunst die es auch gibt sondern eben auf Literatur

00:12:17: zum Beispiel.

00:12:18: Und wo lebt jetzt der Mann oder wie kommt er hierher?

00:12:23: Also wie ist dann der Kontakt zustande gekommen und wann hat er sich entschieden zu kommen?

00:12:27: denn das ist ja auch

00:12:28: nicht einfach wahrscheinlich?

00:12:30: Also er ist gerade in Belgrad und wir haben versucht ihm zur Eröffnung kommen zu lassen.

00:12:37: Bedeutlicherweise hat das mit dem Visum nicht funktioniert, jetzt aber

00:12:41: zur Finissage klappt es.

00:12:46: Gibt's dann auch einen Katalog dazu?

00:12:47: Jetzt gehen wir mal so ein bisschen.

00:12:48: vielleicht Warum wir hier sitzen am Stand?

00:12:52: Es geht um das Gedrucktebild.

00:12:54: Gibt es einen Katalog?

00:12:56: Wir haben uns gegen ein Katalog entschieden, aber für ein Journal.

00:12:59: Wir wollten es so aufziehen wie ein Spiegelmagazin oder ähnliches wo aktuelle Tagesgeschehen verhandelt wird und nach diesem Format haben wir dann ein Journal rausgegeben was Texte beinhaltet, was Statements von den Künstlern selbst anbelangt.

00:13:16: Die Arbeiten abgebildet sind und ungefähr auch den Umfang hat von so einer Art Spiegelmagazin oder ähnlichen.

00:13:21: Und dazu gab es von Trace noch ein wissenschaftliches Add-on wo eben verschiedene Wissenschaftlerinnen einen Text verfasst haben der

00:13:31: additiv zu unserer Publikation auch entschieden ist.

00:13:36: Jetzt gehen wir noch mal weiter rein.

00:13:37: Wie ist denn so das Verhältnis?

00:13:38: Du hast vorhin schon gesagt, du machst natürlich als Kunsthalle quasi die Kunst an sich wenn man so will.

00:13:44: also jetzt verschiedene Disziplinen.

00:13:46: Aber wie ist das Verhältnis von Fotografie zu den anderen Disziplin bei euch in der Kunsthulle?

00:13:51: Wir haben schon recht viel für diese Ausstellung oder grundsätzlich?

00:13:54: Grundsätzlich

00:13:55: Das ist tatsächlich relativ schwierig zu sagen.

00:13:59: Prozentual ist es schwer aufzuschlüsseln, weil eben diese Fachdisziplinen auch in andere übergehen.

00:14:05: Das heißt Fotografie ist häufig ein Teil des Ganzen oder es ist quasi in der Vorbereitung verwendet worden.

00:14:12: aber ich könnte jetzt keine prozentuale Zahl sagen.

00:14:15: das sind jetzt so und so viele Ausstände sich mit Fotografien beschäftigen Aber sie spielt halt schon eine durchweg große Rolle.

00:14:22: Und hat's dann auch den Fall gegeben dass du einzeln Fotografien ausgestellt hast und dazu ein Katalog gemacht hast.

00:14:30: Also eine Ausstellungskatalog?

00:14:32: Ja, also Anna Gaskell war eine Ausstellung wo eben auch die kleine Katalog zu entschieden erschienen ist.

00:14:39: Das war tatsächlich dort meine erste Ausstellung.

00:14:41: das hat sich ganz schön verbunden.

00:14:43: Und ansonsten hatten wir noch ein fotografisches Duo Die zwei autark arbeiten Katja Stuck und Oliver Sieber die auch eine reine fotografische Ausstellung gemacht haben.

00:14:52: Es gab ein bisschen Bewegbild, was aber ganz stark an sich der Fotografie orientiert hat und das sind wirklich so zwei Vollgutfotografen-Fotografinnen, die eine großartige Arbeit machen und die haben wir ausgestellt und sie haben dann halt auch selber einen Buch gestaltet beziehungsweise einen Magazin gestaltet weil es eben auch Teil ihrer künstlerischen Praxis ist also nicht nur das reine

00:15:16: Foto selbst sondern eben auch die Publikation dazu.

00:15:19: Jetzt hast du gerade gesagt, dass ihr keinen Buch gemacht habt für die letzte Ausstellung.

00:15:23: Sondern ein Journal!

00:15:24: Aber es gibt eine gedruckte Publikation.

00:15:27: Wie siehst Du die aktuelle Situation der gedruckten Publikations?

00:15:31: Spielt die nach wie vor eine große Rolle?

00:15:33: Ich fasse jetzt wieder so eine Stiefrage... Sag mal so

00:15:37: ich hoffe Es ist natürlich immer wieder die Diskussion.

00:15:42: Lohnt sich das einen Buch zu machen?

00:15:45: Ich bin der festen Überzeugung auf jeden Fall Denn es ist eine andere Art von Kunst, würde ich sagen.

00:15:52: Selbst wenn man nicht ein Buch herstellt was quasi einen Künstlerinnenbuch ist sondern eine Dokumentation von einer Ausstellung wie sich unter anderem mit Fotografie beschäftigt ist es für meine Empfinden eine andere Form der Ausstellung.

00:16:05: Man kuratiert das ebenso, man braucht irgendwie einen guten Aufbau, man muss es verstehen als externe Person, man kann sich rein motivisch erfreuen oder eben inhaltlich einsteigen.

00:16:15: aber ich persönlich halte sehr stark noch am Burg fest und wir machen auch noch recht viele Kataloge.

00:16:22: Wir haben tatsächlich auch zwischendrin mal versucht etwas digital zu machen und dass funktioniert wirklich schwierig muss ich sagen.

00:16:29: Da bin ich auch unentschieden, ob das so der Weißheit letzter Schuss ist.

00:16:34: Außerdem finde ich die Materialität wenn man ein Buch in der Hand hält also die Brillanz der Bilder, die Haptik wenn man das Buch umblättern allein schon der Geruch wie es im Regal steht.

00:16:43: Das sind lauter Elemente die für mein Empfinden eine Form von Kunst darstellen.

00:16:50: Viele denken, das ist eine reine Dokumentation.

00:16:52: Das würde ich anders sehen.

00:16:54: Dafür gibt es eben den Beruf der Grafikerinnen oder Künstlerinnen selbst die das gescheiten und ich finde, dass ist eine andere Form der Kunst – der bildenden Kunst.

00:17:02: Absolut!

00:17:02: Ganz unser Credo.

00:17:04: Gehst du dann damit rein?

00:17:05: Also wenn ihr ne Produktion macht bist du da voll mit involviert, das Editing also Dramaturgie welche Bilder wie viele Umfang usw.

00:17:14: Oder überlässt du das dem Designern?

00:17:20: Also ich mache am liebsten Bücher, oder wir machen am lieben Bücher wo wir nicht nur die Ausstellung mathematisieren sondern versuchen andere Institutionen zu einer Zusammenarbeit zu begeistern und wir machen es dann so dass wir halt eher einen Überblick über eine künstlerische Position machen.

00:17:39: Ich sage mal den letzten zehn, zwanzig, dreißig Jahre je nachdem wo das übrere Grab ist steht Und genauso wie wir mit Künstlerinnen umgehen, Wir haben ein großes Vertrauen.

00:17:50: Also wir schauen uns natürlich die Künstlerin an, die wir einladen und dann geben wir selten vor was wir haben möchten sondern das wird gemeinsam entwickelt.

00:17:59: und dasselbe sehe ich genau so bei der Grafik.

00:18:02: Ich bin keine Grafikerin!

00:18:04: Ich lade Grafika-Rennen ein weil ich die Arbeit schätze und wenn ich dann so tue als höchstlich besser fände ich bisschen komisch.

00:18:12: Also weitestgehend haben die Feierhand.

00:18:15: Natürlich kann man mal sagen, ich hätte gerne das drin oder das drin und macht... also man entwickelt auch gemeinsam aber die Hoheizgewalt liegt dann tatsächlich bei den Expertinnen.

00:18:24: In so einem Fall geht es ja auch immer um Geld?

00:18:25: Das ist ja auch eine Frage!

00:18:27: Wie ist das denn Kunsthalle gießen?

00:18:29: Habt ihr ein Budget jedes Jahr eingeplant oder wird es dann auch wieder gefunded?

00:18:33: sozusagen dass man sagt man muss da Förderanträge

00:18:35: ausführen?

00:18:36: Ich glaube mittlerweile sind es Fördeanträge usus.

00:18:41: Tatsächlich funktioniert es am besten bei Katalogen.

00:18:45: Da sind die Leute sehr bereit, Geld zu geben und zwar von Galerien über private Sammlerinnen-Schriftungen.

00:18:53: also das läuft... Also ein Tolltolltäucher zieht gerade kein Holz aber gut!

00:18:58: Das heißt da sehen die Leute dann auf den Mehrwert drin

00:19:01: sozusagen?

00:19:03: Ich denke ja Vielleicht liegt es eben auch genau an der Art der Bücher, dass wir halt nicht nur für diese Ausstellungen Katalog machen sondern eben wirklich einen Überblick über die es künstlerische Schaffen haben.

00:19:15: Und ich glaube das ist vielleicht nochmal wie so eine Art, ich würde sagen Nachschlagewerke aber es ist auf jeden Fall mehr als diese eine Ausstellung und wenn man dann ein größere Bandbreite der Künstlerin und Künstler hat, die man halt eben vorstellen darf da glaube Hat dieser Katalog oder das Buch, je nachdem wie man es halt bezeichnen möchte einfach einen längeren Haltbarkeitswert?

00:19:37: So mein Empfinden.

00:19:40: Ja dafür stehen wir ja auch.

00:19:42: Deswegen haben wir das Fotogrupppreisarchiv gewundet weil all die eingereichten Bücher werden dann da

00:19:47: auch

00:19:48: einsortiert und immer archiviert über die staatliche Bibliothek in Regensburg.

00:19:53: Wie ist es bei dir persönlich?

00:19:54: sammelst du Bücher, wie ist das eigentlich?

00:19:57: Also du kommst ja wahrscheinlich als Leiterin, kriegst du auch jede Menge Bücher zugeschickt denke ich mal.

00:20:02: Die Künstler bewerben sich mit den Büchern die sie gemacht haben.

00:20:06: Wie ist das Verhältnis bei dir?

00:20:08: Ja wir bekommen unglaublich viel zugeschickt und man hat ehrlicherweise gar keine Zeit sich alles vernünftig anzuschauen weil diese Zeit hat man gar nicht.

00:20:18: aber wir gucken tatsächlich in alles mehr oder weniger rein Privat.

00:20:23: ist es so, dass ich vielleicht eher einen etwas spezielleren Geschmack habe.

00:20:26: Dass ich eher bestimmte Themen, mich bestimmten Themen widme und versuche da schöne Ausgaben zu bekommen.

00:20:35: Ich hab oft eine Leserausgabe die ich so zerfleddern darf und die andere die dann schöner im Regal stehen.

00:20:40: Da versuche ich halt auch nur besondere Ausgabe zu bekommen aber ich wertschätze das Buch schon

00:20:44: sehr.

00:20:46: Also gehst du auch

00:20:47: kaufen gezielt?

00:20:48: Ja!

00:20:48: Okay sind da auch Fotobücher

00:20:51: dabei?

00:20:52: Das

00:20:52: sind auch Fotopücher.

00:20:55: Erinnerst du dich an das Letzte?

00:20:59: Ich weiß jetzt gerade den Titel nicht mehr.

00:21:02: Das war ein Buch über verschiedene Tatorte, historischer Natur und das sind bekannte Fotografinnen und Fotografen Und das fand ich ganz interessant, diese Schnittstelle zwischen bildender Kunst und Dokumentation.

00:21:19: Die ist halt sehr fließend!

00:21:20: Das haben wir jetzt auch zum Beispiel in unserer aktuellen Ausstellung.

00:21:23: Haben die Künstlerin oder Dokumentarin Johanna Maria Fritz, die eigentlich Kriegsjournalistin ist und von Ukraine über den Sudan eigentlich überall da wo gerade wirklich was los ist und macht daraus unglaublich tolle Fotoarbeiten, die natürlich einen dokumentarischen Charakter haben aber eben auch die Schnittstelle zu bildenden Kunst.

00:21:45: Und so ähnlich hat dieses Buch auch funktioniert, was ich mitbekauft

00:21:49: habe.

00:21:49: Wie ist eigentlich die Resonanz?

00:21:50: jetzt nochmal nachgefragt?

00:21:51: Du hast ja selber auch eine Doktorarbeit über Fotografie geschrieben das heißt du bist schon lange mit der Fotografi zusammen sozusagen, aber

00:21:59: gibt

00:21:59: es immer noch im Publikum dann Diskussionen darüber, auch Journalismus und Fotografie.

00:22:06: Ist das noch Kunst oder ist das überhaupt Kunst?

00:22:10: Gibt

00:22:10: es diese Diskussion noch bei euch?

00:22:12: Fällt ihr das auf oder ist es

00:22:13: vorbei?

00:22:14: Diese Diskussion haben wir nicht.

00:22:17: Interessanterweise finden die Leute... Tatsächlich diesen dokumentarischen Ansatz eigentlich fast interessanter, würde ich sagen.

00:22:24: Was den Diskurs anbelangt?

00:22:26: Wir hatten – wir haben schon mal mit Trace zusammengearbeitet und hatten da ein Symposium in der Kunsthalle wo wir einen anderen Kriegsjournalisten eingeladen haben, Vincent Heiges Und da war einfach das Bedürfnis zu fragen wie es denn ist wenn man den Blick auf solche Dinge richtet Und was das mit einem macht und wo sind die Grenzen des zeigbaren?

00:22:46: Das, glaube ich hat sehr viel Interesse beim Publikum ausgelöst.

00:22:50: Ich hatte den Eindruck dass vielleicht Max auch an der Thematik selbst liegen, dass das halt auf großes Interesse steht.

00:22:58: Ich glaube, da ist auch der Identifikationscharakter noch mal ein Stück weit größer.

00:23:01: Weil ich würde jetzt sagen dass fast alle sich mit den aktuellen Themen Nachrichten und so weiter bepassen Und das einfach in unsere Wohnzimmer wo auch immer hin kommt.

00:23:10: also man kommt gar nicht drum herum Sich damit zu beschäftigen und wenn man dann mal jemand hat Der die dann vor Ort ist und das wirklich im realen Leben sieht.

00:23:22: ich glaube da sind sehr viele Fragen zu dem Thema, wie man das vielleicht auch selber aushält.

00:23:28: Oder ob es legitim ist die Kamera auf ein Leid zu richten und wie groß darf dieses Leid sein?

00:23:36: Wie persönlich darf es sein oder muss es vielleicht auch sein?

00:23:39: Und das sind so Fragen, die man anhand solcher Fotografien

00:23:44: gut auffängen kann.

00:23:48: Ein weiteres großes Ding ist ja auch die KI gerade mit der Fotografie.

00:23:51: Du hast es ja fast auch schon angedeutet Luisa Clement gab es in der Kunstharlegie vor ein paar Jahren, war ja auch schon so eine Vorbote vielleicht sogar des KI möglichen.

00:24:05: Wie stehst du dazu

00:24:06: und

00:24:07: wie siehst du da das Verhältnis

00:24:09: zwischen

00:24:09: Fotografie und KI?

00:24:13: Also ich glaube ehrlich gesagt dass ist etwas was nicht mehr wegzudenken ist und vielleicht also ich habe manchmal den Eindruck wir befinden uns gerade wie an der in so einer Umbruchphase, wo man einfach Angst vor dieser neuen Technologie hat und irgendwie Sorge hat dass man einem was wegnimmt.

00:24:32: Auf der anderen Seite es gibt wirklich wenig Künstlerinnen und Künstlern die darauf verzichten und das ist eigentlich mehr wie ein Tool also wie eine Nähmaschine, wie ein Pinsel oder einen Zeichenblock wo man in einer gewissen Zusammenarbeit zwischen Mensch und Maschine zusammen arbeitet und ich glaube daß die Ästhetik noch in bestimmte Richtung geht.

00:24:55: Es gibt halt sehr viel so in diesem Bereich Fantasie, auch eher so Dark-Fantasy würde ich jetzt sagen.

00:25:01: Aber es gibt halt ganz großartige Möglichkeiten damit umzugehen und das nutzen

00:25:07: halt auch viele Künstlerinnen und Künstlern.

00:25:11: Dann springen wir jetzt mal zum Schluss nochmal in das Programm rein von Strategiesen.

00:25:16: also bis zum zweiten November ist noch die Ausstellung sagt nochmal den Namen bitte

00:25:21: unsichtbarkeit von Gewalt Ist die Gruppenausstellung.

00:25:24: Zweiter November ist die Finissage, also für alle Hessenderinnen und Hessen-Hessneren hier in der Nähe sind.

00:25:31: Wiesen

00:25:31: ist nicht weit oder auch alle anderen.

00:25:34: Herzlich willkommen!

00:25:35: Und das nächste Projekt ich meine... Das ist ja so ne?

00:25:38: Als Leiterin denkt man ja wahrscheinlich schon bis zu zwei Jahre voraus.

00:25:42: Also wir sind jetzt eigentlich schon im Jahr siebenundzwanzig da stimmt.

00:25:46: Also eigentlich ist unsere Uhr läuft irgendwie schneller als die Realzeit.

00:25:50: Die nächste Ausstellung ist mit einem Künstler, der ursprünglich aus Côte d'Ivoire stammt und jetzt in Toulouse lebt.

00:25:57: Der heißt Dromium ibecana.

00:26:01: Wir haben einigermaßen spektakulär eine sehr interessante Facette.

00:26:06: Wir werden nämlich das nicht realisierte Führermuseum in Linz was für Linz geplant war in der Kunsthalle als käfig nachbauen, Marschplatzgetreuen, den man auch rein kann.

00:26:17: Wer wird noch nicht verraten?

00:26:18: Aber das ist quasi eine Facette dieser Ausstellung.

00:26:22: und danach gibt es also da befinden wir uns schon im Jahr sechsundzwanzig.

00:26:25: Das könnte eben auch nochmal interessant sein.

00:26:28: Da haben wir eine Ausstellung um Pierre Mollinier zusammen.

00:26:32: Das ist ein Künstler, der bereits verstorben ist, der im Bereich sage mal, da geht es auch um die Schaffung vielleicht eines einer neuen Spezies, also von sich selbst befruchtet eine Idealfigur zu schaffen fotografischer Natur die sehr eigen ist.

00:26:49: Das

00:26:50: ist die Ausstellung danach.

00:26:51: Also er zeigt sich selber als etwas anderes oder als ein Geschöpf?

00:26:56: Ja es ist ein Mann gewesen der sich dargestellt hat, aber dieses Frau sein.

00:27:05: Das hat mehr was Artifizielles.

00:27:06: Es gibt ganz schwache den Fetischbereich und er hat sich selber relativ obsessiv auch fotografiert, aber immer mit diesen Insignen des Fetisches – ich sage es jetzt mal freundlich selbst – um eben ein Wesen zu schaffen.

00:27:25: nicht unbedingt er ist.

00:27:26: Er wollte auch nicht als Frau offiziell leben, aber dieses Generieren einer neuen Spezies, das stand schon im Mittelpunkt seines

00:27:34: Schaffens.

00:27:35: Und der ist aber schon verstorben?

00:27:37: Genau, fünftigster Todestag

00:27:38: ist da nächstes Jahr!

00:27:39: Wow und er hat also ganz früh schon sich selbst gegendered in den Mund genommen oder kann man so sagen?

00:27:43: Ja

00:27:45: Es ist eigentlich mehr so ein artificielles Wesen.

00:27:47: Manche Arbeiten sehen tatsächlich auch so aus, es sind sehr kleinformatige Fotografien als ob es schon fast wie eine Spinne ist die da im Netz sitzt.

00:27:55: Also das ist jetzt sehr austrakt, wie ich das beschreibe Auch bewusst intendiert denn die Hürde sollen ja kommen Und das ist dann übernächste Ausstellung.

00:28:06: Bis ins Jahr siebenundzwanzig ist schon

00:28:08: geplant.

00:28:09: Gibt's da einen Katalog zu der Ausstellung?

00:28:11: oder wenn das fotografisch

00:28:12: ist?

00:28:14: Wir sind noch nicht ganz sicher, das ÖVRE ist nicht so wahnsinnig groß.

00:28:17: Die Arbeiten sind halt viel in Privatbesitz und wir haben eine Pariser Galerie

00:28:21: mit der wir arbeiten, Christophe Gaillard, der auch Experte für Pierre Moulinier ist.

00:28:26: Und da müssen wir mal schauen ob der Katalog auf die Beine stellen oder nicht?

00:28:31: Na ja vielen, vielen Dank fürs Dasein!

00:28:34: Herzlich willkommen nochmal am Stand.

00:28:36: Deutscher Vodoro-Preis und wenn die Gäste möchten sehr gerne fragen nochmal an dich direkt.

00:28:42: alles Gute und wir bleiben in Kontakt Bis demnächst.

00:28:45: Danke schön!

00:28:53: Ja, danke nochmal an Natja Ismael.

00:28:54: da waren natürlich einige Termine genannt die schon jetzt mittlerweile vorbei sind aber auch einige

00:28:59: die

00:29:00: noch kommen

00:29:01: werden.

00:29:02: mehr Informationen in den Shownotes ja freut euch auf die kommenden Gespräche die wir auf der Buchmesse in Frankfurt letztes

00:29:09: Jahr also

00:29:09: im Oktober zwanzig fünfundzwanzig geführt haben.

00:29:11: da kommen jetzt noch zwei live direkt Am Stand vor Publikum.

00:29:17: Kleiner Hinweis an dieser Stelle, wer sich die Talks lieber als Video ansehen möchte, der kann das natürlich tun auf unserem YouTube-Kanal unter youtube.com at festivalfotografischerwilder.

00:29:30: Termine und Save the Date gibt's auch wieder.

00:29:32: bis zum vierzehnten November ist der Preisträgerjahrgang im Jahrgang XXVII in der Stadtbibliothek Reutling zu sehen.

00:29:39: Da kann das Team vor Ort.

00:29:40: ab dem XXIII.

00:29:41: Oktober sind die Bücher dann im Goethe-Institut in Hong Kong.

00:29:46: dazu Links in den Shownotes.

00:29:49: Und wie gesagt, den Ticketrabattcode nicht vergessen und sich in den Newsletter anmelden!

00:30:15: Bis

00:30:20: bald.

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