STAFFEL 9 ist online. Freue mich, wenn ihr rein hört. Euer Andy Scholz.

Jonas Höschl, Freier Künstler

Shownotes

»Codes, Gesten und Machtstrukturen«

Wir haben 2025 den gebürtigen Regensburger Jonas Höschl zu uns an den Stand in Halle 3.1 J87 eingeladen, um mit ihm und dem Publikum über sein Buchprojekt »80 Portraits: 73 Männer, 7 Frauen« zu sprechen, in dem er die visuellen Codes, Gesten und Machtstrukturen der rechtsextremen Szene erforscht. Das Buch erhielt 2025 die Goldmedaille in der Kategorie Künstlerische Fotografie.

Jonas Höschl wurde in Regensburg geboren und ist ein politisch gelesener Konzeptkünstler sowie Fotograf. Zuletzt erhielt er für sein künstlerisches Werk, welches die Medien Druckgrafik, Sound, Video und Installation umfasst, unter anderem den Paula Modersohn-Becker Kunstpreis, sowie den Bayerischen Kunstförderpreis für Bildende Kunst. Er ist Teil des Künstler*innenkollektivs »Tannhäuser Kreis«. Er lebt und arbeitet in Berlin, München und Wien.

https://jonashoeschl.de/de


Termine/Save the Date:

Frankfurter Buchmesse 7. bis 11. Oktober 2026

Bis zum 14. November 2926 ist der Preisträger Jahrgang 25/26 in der Stadtbibliothek Reutlingen zu sehen.

https://www.stadtbibliothek-reutlingen.de

Ab 23. Oktober bis 13. November 2026 sind die Bücher dann im Goethe Institut in Hongkong zu sehen.

https://www.goethe.de/ins/hon/en/index.html?wt_sc=hongkong

​- - -

Episoden-Cover-Gestaltung: Andy Scholz Episoden-Cover-Foto: Susanne Suttner


Link zu unserem Newsletter:

https://deutscherfotobuchpreis.de/newsletter/


Idee, Produktion, Redaktion, Moderation, Schnitt, Ton, Musik: Andy Scholz

Der Podcast ist eine Produktion von STUDIO ANDY SCHOLZ 2020-2026.

Andy Scholz wurde 1971 in Varel geboren. Er studierte Philosophie und Medienwissenschaften an der Universität Düsseldorf, Kunst und Design an der HBK Braunschweig und Fotografie/Fototheorie an der Folkwang Universität der Künste in Essen. Er ist freier Künstler, Autor und Dozent. Seit 2012 unterrichtet er an verschiedenen Instituten, u.a.: Universität Regensburg, Fachhochschule Würzburg, North Dakota State University in Fargo (USA), Philipps-Universität Marburg, Ruhr Universität Bochum, Pädagogische Hochschule Ludwigsburg. 2016 wurde er in die Deutsche Gesellschaft für Photographie (DGPh) berufen. Seit 2016 ist er künstlerischer Leiter und Kurator vom INTERNATIONALEN FESTIVAL FOTOGRAFISCHER BILDER, das er gemeinsam mit Martin Rosner gründete. Im ersten Lockdown im Juni 2020 begann er mit dem Podcast und seit 2022 ist er Organisationsleiter vom Deutschen Fotobuchpreis, der ins INTERNATIONALE FESTIVAL FOTOGRAFISCHER BILDER in Regensburg integriert wurde. Er lebt und arbeitet in Essen (Ruhrgebiet).

https://fotografieneudenken.de/ https://www.instagram.com/fotografieneudenken/

https://festival-fotografischer-bilder.de/ https://www.instagram.com/festivalfotografischerbilder/

https://deutscherfotobuchpreis.de/ https://www.instagram.com/deutscher_fotobuchpreis/

https://andyscholz.com/ https://www.instagram.com/scholzandy/

Transkript anzeigen

00:00:00: Fotografie neu denken, der Podcast.

00:00:03: Herzlich willkommen zum Podcast Fotografien neu denken!

00:00:06: Mein Name ist Andy Scholz und zu einer weiteren Episode von und mit den Foto-Buchtalks die wir auf der Frankfurter Buchmesse im vergangenen Jahr zwanzig fünfundzwanzig geführt haben.

00:00:22: Ja zum vierten Mal sind wir mit dabei mit dem deutschen Fotobuchpreis Und wir haben dieses Jahr einen noch größeren Stand als letztes Jahr bekommen.

00:00:35: Also mehr Platz für unser schönes Fotobuchegal, mehr Platz die Bücher und mehr Platz unsere Fotobuchtalks, die wir jedes Jahr direkt am Stand veranstalten!

00:00:47: Kleiner Tisa in dieser Hinsicht, dieses Jahr vom siebten bis zum elften Oktober zwanzig sechsundzwanzig sind dabei bei den Fotobuch-Donks.

00:00:55: Bierte Kräfte die Geschäftsführerin der Stiftung Buchkunst Doktor Helene Roth Goldpreisträgerin in der Kategorie Foto Theorie von der LMU München Uta Kop unsere diesjährige Jury.

00:01:07: Teilnehmerinnen und Buchgestalterin aus Köln Rüdiger Glatz Der aktuell Vorstand der DGPH Markus Hartmann Fotobuchtverleger aus Stuttgart Und Victor Balco, Jury-Teilnehmer, und Fotobuchgestalter aus Frankfurt am Main.

00:01:25: Aber bevor diese sechs Gespräche hier im Podcast stattfinden geht es heute noch einmal um die Fotobucht Talks, die wir in Frankfurt gemacht haben.

00:01:34: Hören wir mal rein in das Gespräch mit Jonas Höschel aus Wien der in Regensburg geboren wurde und letztes Jahr mit seinem Buch «Achzig Porträts, seventy Männer, sieben Frauen».

00:01:44: in der Kategorie künstlerische Fotografie, die Goldmedaille gewonnen hat.

00:01:49: In seiner Publikation erforscht Höschel die visuellen Kurz-, Gesten- und Machtstrukturen der rechtsextremen Szene.

00:01:57: Hören uns das Gespräch doch einfach mal jetzt hier direkt

00:02:01: an!

00:02:02: Viel Spaß dabei!

00:02:04: Ja herzlich willkommen Jonas Höschle, Künstler geboren in Regensburg jetzt in München und Wien an unserem Stand vom deutschen Fotobuchpreis.

00:02:15: Herzlich

00:02:15: willkommen auch die Instagram-Zuschauer!

00:02:19: Wir freuen uns sehr, dass es geklappt hat diesmal und würden uns freuen wenn du dich

00:02:24: einfach ganz kurz

00:02:25: vorstellst dein Werdegang ein bisschen was du machst aktuell?

00:02:29: Ja danke für die Einladung.

00:02:30: erstmal ich freue mich hier zu sein das erste mal bei der Frankfurter Buchmesse.

00:02:35: Genau mein Name ist Jonas Herschel.

00:02:36: Ich habe erst Fotografie an der Kunstakademie Nürnberg studiert Und dann noch Bildhauerei und freie Kunst als Meisterschüler von Olaf Nikolai an der Akademie der bildenden Künste in München.

00:02:50: Genau, das ist so der Beginn also zuerst Fotografie- und Grafikdesign angefangen, dann irgendwann gemerkt dass mir beides irgendwie zu angewandt ist und dann im Laufe des Studiums dann eben entschieden nach München zu wechseln um eher in die freie bildende Kunstrichtung

00:03:07: zu gehen.

00:03:08: Also du siehst dich jetzt nicht als reiner fotografischer Künstler, sondern als Künstlerin, der mit fotografischen Bildern arbeitet und Konzepten arbeitet.

00:03:16: Genau also ich würde eher sagen dass ich ein Konzeptkünstler bin, der je nach Thema mit Videos, multimedialen Installationen, Video Essays, Soundinstallationen arbeitet.

00:03:29: aber ich würde schon sagen das ist meistens um tagespolitische und historische Ereignisse gehen, geht und die als Beispiel dienen um Foto oder Mediendiskurs

00:03:40: abzuhandeln.

00:03:41: Genau bevor wir zu dem aktuellen Buch kommen also abgesehen von den Ausstellungen wir sind ja hier am Stand des deutschen Fotobuchpreises wo uns natürlich Fotobücher im Besonderen

00:03:52: interessieren würde mich würde uns interessieren

00:03:57: was du mit dem Medium Buch im Besonderen

00:04:00: verbindest

00:04:01: für deine

00:04:01: Arbeit.

00:04:03: Genau, also ich finde ein

00:04:05: Fotobuch

00:04:05: ist für mich erstmal nur ein Medium um potenzielles Projekt auszudrücken.

00:04:11: Also ich hatte bisher in meiner Laufbahn genau jetzt hier mit achtzig Porträts, seventy Männer sieben Frauen.

00:04:17: Das ist das dritte Druckwerk was ich publiziert habe.

00:04:21: Das erste war Fade Away Madly bei Das Wetter.

00:04:24: Das war auch eher ein klassisches Fotobucht würde ich sagen.

00:04:27: Genau wo ich so fotografisch mein eigenes aufwachsen begleitet habe und es eher so kritisch um einen aktuellen Heimatbegriff des Kurs ging.

00:04:39: Und dann das zweite Buch, was ja auch vor zwei Jahren schon mal bei euch primiert wurde.

00:04:44: Politik von Medienbildern ist bei HT Kanz erschienen.

00:04:48: Das ist eher eine theoretische Essaysammlung wo ich eben ausgehend vom meiner künstlerischen Praxis noch ganz viele andere KünstlerInnen interviewt habe oder TheoretikerInnen eingeladen habe.

00:05:00: Genau deswegen finde ich vor allem in einem künstlerischen Blick ein sehr gutes Medium, um einfach linear Narrativgedichten zu erzählen.

00:05:12: Weil es ein abgeschlossenes Werk ist was sich ja irgendwie etabliert hat und einen sehr direkten persönlichen Zugang hat zwischen Rezipientinnen- und Kunstverein.

00:05:25: Das ist gerade angesprochen.

00:05:26: Vor zwei Jahren hat dein zweites Buch Politik der Medienbilder Die Silver Medaille gewonnen in der von uns neu eingerichterten Kategorie Textband Foto Theorie.

00:05:39: Das war uns ganz wichtig, diese theoretischen Abhandlungen eben auch in

00:05:44: den Fotobuchpreis

00:05:46: mit reinzubringen.

00:05:47: was hatte ich bewogen das Buch damit einzureichen?

00:05:51: also dich da gesehen gefühlt mit dieser

00:05:53: Kategorie Ja, schaut auch.

00:05:56: Also grundsätzlich finde ich immer nichts langweiliger als Sodor-Shows, Einzelausstellungen oder Monographien weil man produziert ja nicht im luftleeren Raum sondern man bezieht sich auf gegenwärtige gesellschaftliche Diskurse.

00:06:10: Sein eigenes Werk ist eingebettet in eine Kunstgeschichte Und deswegen finde ich es immer eher spannend, einen Dialog zu suchen.

00:06:19: Dadurch durch diese Idee oder durch den Ansatz ist das eben sehr umfangreich und textlastig gewesen und dann war das die passende Kategorie dafür.

00:06:29: Also gerade in dieser Kategorie beziehungsweise des Worums im Buch geht es bei uns auch immer sehr wichtiges geht ja um die Kontextualisierung von Bildern wie Bilder gelesen werden.

00:06:40: Wie ist da deine Einschätzung, wie funktioniert es?

00:06:43: Funktioniert es nicht.

00:06:44: Wie ist die Wahrnehmung

00:06:46: hier im Kunstraum

00:06:49: und im öffentlichen Raum von Bildern?

00:06:50: Wie werden Bilder deiner Meinung nach wahrgenommen?

00:06:53: Ja ich glaube das kommt halt immer

00:06:55: auf den

00:06:56: einzelnen Fall an also natürlich auch immer auf das Interesse oder den Anspruch des Fotografen der Fotografin dann Auf ökonomische Verhältnisse, wer ist der Auftraggeber?

00:07:09: Die Auftrag Geberin ist es eher im künstlerischen Rahmen produziert.

00:07:13: Also veröffentlicht in einer Ausstellung oder in einem Grundsbuch?

00:07:16: oder passiert das jetzt eher in einer Tageszeitung oder in dem Online-Medium.

00:07:21: Dementsprechend wechseln sich natürlich die ganzen Interessen oder die ganzen Machtstrukturen und Verhältnisse der Rezeptionsweise auch.

00:07:31: Also es gibt verschiedene Filter, wie die Bilder eben auch gelesen werden sollen und gelesen- werden wollen letztendlich.

00:07:38: Das hast du glaube ich ganz gut dargestellt in dem Buch.

00:07:42: Jetzt zu dem neuen Buch das du auch wieder eingereicht hast, dass auch

00:07:46: wieder nominiert worden ist.

00:07:47: Achtzig Porträts, seventy

00:07:49: drei Männer sieben Frauen.

00:07:52: Erzähl uns ein bisschen was darüber.

00:07:53: Wie kamen das Projekt zustande?

00:07:55: Wie ist es in der Umsetzung gewesen da?

00:07:57: Ja

00:07:57: genau!

00:07:58: Ich kann's ja mal kurz greifen... Genau, das hier ist die Publikation.

00:08:05: In der Schienen Anfang dieses Jahres im Verlag für moderne Kunst in Wien.

00:08:10: Das Projekt ist aber schon seit dem Jahr zwölfundzwanzig entstanden und wurde eigentlich erstmals in der Galerie Anton Jani Cefsky gezeigt.

00:08:18: Ist jetzt auch aktuell in der Gruppenausstellung Unsichtbarkeit von Gewalt in der Kunsthalle Giesen zu sehen.

00:08:24: Da kommt ja noch Nadja ich glaube morgen oder übermorgen für einen Talk an den Stand.

00:08:30: Und genau, es ist quasi eine Sammlung von Achtzig Porträts.

00:08:35: Tatsächlich alles V&Vtich Material aus sogenannten antifaschistischen Recherche-Netzwerken.

00:08:46: Genau die quasi sich zur Aufgabe gemacht haben, rechte Strukturen zu dokumentieren und dementsprechend auf rechte Kundgebungen, rechte Demonstrationen, rechten Parteitage aber auch auf die Beerdigungen von rechten Szenegrößen gehen.

00:09:03: Und einfach die Personen abfotografieren welche Personen da zutage treten.

00:09:10: Und eigentlich geht es ja in diesem Fall meistens um die Identifikation dieser Personen.

00:09:16: Einerseits zum Selbstschutz, das heißt wenn diese rechten Akteure vor der Haustür stehen dann haben sie vielleicht keine freundschaftlichen Absichten aber auch genau um die Szene einfach zu dokumentieren um die Personen in ihrer Nachbarschaft oder bei ihren ArbeitgeberInnen zu outen.

00:09:35: Genau und ich hatte die dann quasi mit einem digitalen Eingriff quasi anonymisiert, die Gesichter überblendet.

00:09:43: Und jetzt wechselt der Blick des Betrachters oder den Betrachten eben weg von dem Individuum hin zu szenetypischer Kleidung, Tätowierungen und vor allem auch die ganze fotografische Aufnahmesetting.

00:09:59: Vielleicht zu viel ganz kurz als Einleitung.

00:10:02: Ja wobei das sehr interessant ist?

00:10:04: Teil natürlich ist, also du darfst dir gerne mehr davon erzählen.

00:10:07: Das ist auch vorne habe ich gesehen ein Foto quasi

00:10:10: eingeklipst?

00:10:12: Genau!

00:10:12: Also die Idee... Also mir ist es immer wichtig das als sehr umfassend zu begreifen.

00:10:21: Ich hab mit der Kraftdesign-Agentur Daily Dialog aus München zusammengearbeitet.

00:10:25: Die Idee war quasi dass von der ganzen Aufmachung relativ rough zu gestalten, wie so eine Ermittlungsakte wo der Buchblock eben auf mich drinnen ist sondern einfach nur so lose wie so ne Akten-Sammlung drinnen reingeworfen ist.

00:10:40: Dementsprechend ist quasi der Intro Text von Margit Neuholdt Fototheoretikerin von Kamera Austria International auch eher drinnen solose rein getackert.

00:10:50: hier sieht man nochmal diese Ausstellungsansicht von Anton Janiczewski in der Galerie, im Berliner Jahrzehnte und genau auch einfach reingetackert so dass ja die Tackernade das Cover quasi vorderseitig durchbricht.

00:11:05: Genau!

00:11:06: Und mir geht es jetzt auch.

00:11:07: also wie ich am Anfang schon mal gesagt habe Es geht zwar immer um so tagespolitische oder historische Ereignisse um die Besucherinnen oder die Rezipientinnen zu catchen aber mir geht's hier schon auch eher wirklich um diese fotografische Gebrauchsphotografie, die mir ja gar nicht so nahe ist.

00:11:27: Da ich eher aus einem fotografischen akademischem Kontext komme wo ich erst mal kommerziell viel fotografiert habe und jetzt irgendwie mich in dem Bildenden-Konzetting bewege und ich fand das einfach ganz spannend wie aus einer großen Distanz über Polizeiketten hinweg diese Personen fotografiert werden aber auch

00:11:49: wie sie

00:11:50: zurück Fotografieren also auf ungefähr sieben oder acht Bildern sieht man quasi Rechte oder Nazis, die quasi auch Kameras in der Hand haben und diese antifaschistischen Recherche-Fotografinnen zurückfotografieren.

00:12:05: Weil es quasi in der Szene natürlich auch darum geht irgendwie den linken Feind zu dokumentieren nur dass das halt dann oft inkörperliche Angriffe oder Übergriffe ermündet und das natürlich nicht nur Aktivistinnen sondern obdachlose Queeremenschen etc.

00:12:24: treffen kann.

00:12:26: Und genau deswegen war auch noch so ein Grafikdesign oder fotografischer Kniff, dass wir quasi auf Fotopapier gedruckt haben aber auf die falsche Seite.

00:12:36: Das heißt, die eigentlichen Bilder sind auf der Mattenseite und auf der Rückseite ist das Highgloss-Fotopapiers wo sich dann vielleicht auch die Betrachterinnen drin spiegeln um den Platz zu lassen für das photographische Gegenstück der rechten Seite.

00:12:54: Genau!

00:12:55: Hey, sehr komplex

00:12:58: und auch

00:12:59: schwer durchdacht.

00:13:00: Also ich erinnere mich dass bei der Schürgesitzung da intensiv darüber diskutiert worden ist genau über diese Aspekte die du gerade genannt hast.

00:13:13: Vielleicht zum Schluss noch so ein bisschen Ausblick.

00:13:17: Die nächsten

00:13:19: Projekte die so anstehen kannst uns da schon was verraten wie Was demnächst kommt Sehen

00:13:25: wir wieder Bücher?

00:13:27: Ja, das Bücher sind ja auch immer eine Geldfrage.

00:13:31: Genau also es sind Buchprojekte bei verschiedenen Stiftungen und Förderstellen eingereicht.

00:13:37: ich würde mich natürlich wünschen weiter zu publizieren.

00:13:41: aber genau jetzt bin ich erst mal des ganze Jahr nächstes Jahr im Kunstverein Hannover bei einem Residenzstipendium ansäßig und genau Plane da ne große Einzelausstellung Ende nächsten Jahres.

00:13:55: genau das ist jetzt vielleicht das nächste größere zum ausblick.

00:13:58: Ich würde vielleicht noch hier ganz an der Stelle nochmal kurz zu dem Projekt sagen wollen, dass dieser Vergleich von so dieser fotografischen Praxis aus so rechter und linker Szene mich wirklich nur auf einer medialen und fototheoridischen Ebene interessiert.

00:14:14: Also mir läge nichts ferner als jetzt so eine Extremismus-Rufeisen-Theorie aufzumachen und linke und rechte Aktivistinnen auf eine Stufe zu stellen.

00:14:24: Dieser Vergleich interessiert mich wirklich.

00:14:26: einfach nur auf einem medialem Ebene.

00:14:28: ist vielleicht auch nochmal wichtig zu sagen, jetzt wo wir uns in der Frankfurter Buchmesse bewegen und wo es jetzt irgendwie die letzten Tage oder die letzte Woche sehr viel Druck und eine rechte Herzkampagne von News gegen den Gewinnerinnen des Verlagspreises.

00:14:45: Unrastverlag, Edition Nautilus, Verbrecherverlag und auf Gegenteile der Schüri wie Katharina Holzmann vom Corbinienverlag aufgebaut wurde.

00:14:54: Genau ich glaube in so Zeiten vor allem wichtig, die Stimme zu erheben und die Reihen zuschließen.

00:15:01: wegen Vereinahmung ideologischer rechter Seite?

00:15:05: Absolut.

00:15:05: Das war auch gestern bei den Reden zu hören.

00:15:09: Bei der Eröffnung.

00:15:10: von daher trifft es genau den richtigen Nerv.

00:15:14: und das auf jeden Fall ein wichtiges Buch des Stars.

00:15:18: Ein Aspekt, der mir jetzt noch gerade eingefallen ist, weil wir immer wieder gefragt werden bezüglich

00:15:22: Zukunft – das

00:15:23: Bubels-Zukunft Das Foto Buch ist aus deiner künstlerischen Sicht.

00:15:29: Wird das

00:15:30: Foto-Buch

00:15:31: bestand haben?

00:15:33: Wie wird es bestand, wie siehst du da die

00:15:35: Zukunft?

00:15:36: Ja ich glaube in jedem Fall

00:15:39: genauso

00:15:39: wie in der Magazin Bubble.

00:15:42: also klar natürlich große Magazine sterben aus.

00:15:44: aber es gibt immer mehr Nischen, mehr independent Magazine weil in einer digitaler werdenden Welt glaube verlangen nach einer haptischen Rezeptionsweise, nach dem Fühlen und der Tasten.

00:15:58: Und wirklich nach der physischen Rezipion von Kunst- und Büchern und Papier immer relevanter wird.

00:16:05: Genau ich möchte auch nochmal ganz kurz Shoutout geben an die Stellen, von denen natürlich das Fotomaterial eigentlich ist.

00:16:10: Also teilweise sind es Leute, die anonym bleiben wollen weil sie sicher auch großer Gefahr aussetzen mit ihrer fotografischen und antifaschistischen Praxis.

00:16:20: aber Recherche Nord, M-Station rechts und Recherchenetzwerk Berlin könnte ich an der Stelle noch Shoutouts geben.

00:16:27: Und natürlich auch alle anderen anonymen antiforschistischen Recherchnetzwerke die eine sehr wichtige oder immer wichtiger werdende Arbeit machen.

00:16:42: Genau!

00:16:46: Ich würde es nochmal ganz kurz, weil der deutsche Fotobuchpreis ja in das Internationale Festival fotografische Bilder in Regensburg eingebettet ist

00:16:56: auf das

00:16:57: Festival zu sprechen kommen.

00:16:59: Du bist ja selber auch aus Regensburg, wo die Kunstszene eher dünn gesät

00:17:06: ist.

00:17:07: Wie siehst du?

00:17:08: Das Festival wird das aus deiner Sicht wie wahrgenommen.

00:17:14: Wie wichtig ist das Festival und wie unwichtig es ist?

00:17:18: Brauchst du noch ein Festival?

00:17:20: Was hat das mit

00:17:21: Regensbruck

00:17:21: zu tun?

00:17:22: Wie ist da deine Einschätzung?

00:17:24: Ich finde es super wichtig, also ich finde man merkt schon das seit der Zeit wo ich weggegangen bin.

00:17:31: in die größeren Städte auch zum Studieren oder einfach genau aus beruflichen Gründen, dass sich wahnsinnig viel getan hat.

00:17:38: Natürlich immer noch zu wenig aber ich fühle mich auch der Stadt nach wie vor irgendwie verpflichtet und will zumindest einmal im Jahr da irgendwie ein Projekt machen, sei es eine eigene Ausstellung oder zumindest andere internationale Kunst erinnern.

00:17:54: daher holen.

00:17:54: deswegen sind so Initiativen wie euer Festival oder jetzt diesen deutschen Fotobuchpreis Kleinstadt in der Oberpfalz zu verpflanzen.

00:18:04: Extrem wichtig, weil es gibt keine Kunstakademie in Regensburg.

00:18:07: alle jungen kreativen Leute gehen entweder nach Nürnberg oder München und genau um sie wieder zurückzuholen oder auch die anderen Leute zu inspirieren oder in Kontakt mit Kunst- oder Fotobüchern zu bringen, die das vielleicht jetzt in erster Linie nicht machen würden, weil sie eben nicht in einer Metropole aufwachsen finde ich wahnsinnig relevant

00:18:32: Auf jeden Fall.

00:18:33: Okay, dann würde ich sagen bis hierher vielen Dank.

00:18:37: erst mal soweit danke fürs kommen Danke fürs Interesse an alle Zuschauer bei Instagram und alle Zuschacher hier.

00:18:45: Danke für die Einladung!

00:18:46: Ja danke an alle Beteiligten, danke an euch da draußen fürs zuhören und freut euch auf die kommenden Gespräche, die wir auf der Buchmesse in Frankfurt letztes Jahr also im Oktober zwanzig fünfundzwanzig geführt haben.

00:18:57: Die kommen hier nach und nach.

00:19:00: Kleiner Hinweis an dieser Stelle, wer sich die Beiträge und die Fotobuch-Talks lieber als Video ansehen möchte der kann das tun auf unserem YouTube Kanal unter youtube.com.

00:19:11: slash at festival fotografischer Bilder abonniert also unbedingt den Podcast.

00:19:16: dann lasst mir eine kurze Bewertung da wenn euch diese Reise hinter die Kulissen der Fotografie gefallen hat.

00:19:22: Termine und Save the Dates will ich auch noch kurz mitgeben, also bis zum vierzehnt November ist der Preisträgerjahrgang vierzehnundzwanzig, also den um den es jetzt gerade in diesen Foto-Buch Talks hier geht, in der Stadtbibliothek Reutling noch zu sehen.

00:19:36: und ab zwanzigsten Oktober sind dann die Bücher im Goethe-Institut in Hong Kong.

00:19:40: mehr Infos dazu in den Show Notes.

00:19:45: Wenn euch die Saison der Folge gefallen hat, teilt sie mit euren Fotopokasserten Freunden.

00:19:48: Drückt auf Abonnieren und hinterlasst mir super gerne eine fünf-Sterne Bewertung.

00:19:53: Das wäre natürlich ganz groß!

00:19:55: Auf Spotify oder Apple Podcast.

00:19:59: Ciao ciao bis zum nächsten

00:20:07: Mal.

Neuer Kommentar

Dein Name oder Pseudonym (wird öffentlich angezeigt)
Mindestens 10 Zeichen
Durch das Abschicken des Formulars stimmst du zu, dass der Wert unter "Name oder Pseudonym" gespeichert wird und öffentlich angezeigt werden kann. Wir speichern keine IP-Adressen oder andere personenbezogene Daten. Die Nutzung deines echten Namens ist freiwillig.