STAFFEL 9 ist online. Freue mich, wenn ihr rein hört. Euer Andy Scholz.

Christine Erhard, Antonia Gruber, Andrea Grützner, Pola Sieverding

Shownotes

»Hauptausstellung FACT/FAKE«

Mindestens genauso wichtig, wie das Symposium ist die große Hauptausstellung, die Andy Scholz 2025 zusammengestellt hat. Herausragende Positionen von Künstlerinnen wie Isabelle Borges, Christine Erhard, Antonia Gruber, Andrea Grützner, Estefania Landesmann, Sabine Meier und Pola Sieverding kamen zusammen.

Im Kern ging es dabei um das brüchige Spannungsfeld zwischen gebauter Fotografie, gefundenem Bildmaterial und konstruierter Wirklichkeit. Die Arbeiten verbinden konzeptuelle, architektonische sowie dokumentarische Ansätze und zeigen eindrücklich, dass ein Foto eben nicht nur eine flache Oberfläche, sondern eine sorgfältig inszenierte Bühne ist. Die Ausstellung stellt damit direkt unsere eigene visuelle Urteilskraft auf den Prüfstand und fragt uns Betrachter ganz unverblümt: Was ist hier eigentlich noch real – und was existiert nur im Bild selbst?“

In einem exklusiven Künstlerinnen-Gespräch auf dem Podium des Symposiums nutzte Andy Scholz die Gelegenheit vier anwesende Künstlerinnen persönlich zu befragen. Mit dabei auf der Bühne waren: Christine Erhard, Antonia Gruber, Andrea Grützner und Pola Sieverding.

https://festival-fotografischer-bilder.de/portfolio/ausstellungsgespraech-2025/

Foto: Susanne Suttner

​- - -

Episoden-Cover-Gestaltung: Andy Scholz Episoden-Cover-Foto: Susanne Suttner


Link zu unserem Newsletter:

https://deutscherfotobuchpreis.de/newsletter/


Idee, Produktion, Redaktion, Moderation, Schnitt, Ton, Musik: Andy Scholz

Der Podcast ist eine Produktion von STUDIO ANDY SCHOLZ 2020-2026.

Andy Scholz wurde 1971 in Varel geboren. Er studierte Philosophie und Medienwissenschaften an der Universität Düsseldorf, Kunst und Design an der HBK Braunschweig und Fotografie/Fototheorie an der Folkwang Universität der Künste in Essen. Er ist freier Künstler, Autor und Dozent. Seit 2012 unterrichtet er an verschiedenen Instituten, u.a.: Universität Regensburg, Fachhochschule Würzburg, North Dakota State University in Fargo (USA), Philipps-Universität Marburg, Ruhr Universität Bochum, Pädagogische Hochschule Ludwigsburg. 2016 wurde er in die Deutsche Gesellschaft für Photographie (DGPh) berufen. Seit 2016 ist er künstlerischer Leiter und Kurator vom INTERNATIONALEN FESTIVAL FOTOGRAFISCHER BILDER, das er gemeinsam mit Martin Rosner gründete. Im ersten Lockdown im Juni 2020 begann er mit dem Podcast und seit 2022 ist er Organisationsleiter vom Deutschen Fotobuchpreis, der ins INTERNATIONALE FESTIVAL FOTOGRAFISCHER BILDER in Regensburg integriert wurde. Er lebt und arbeitet in Essen (Ruhrgebiet).

https://fotografieneudenken.de/ https://www.instagram.com/fotografieneudenken/

https://festival-fotografischer-bilder.de/ https://www.instagram.com/festivalfotografischerbilder/

https://deutscherfotobuchpreis.de/ https://www.instagram.com/deutscher_fotobuchpreis/

https://andyscholz.com/ https://www.instagram.com/scholzandy/

Transkript anzeigen

00:00:00: Fotografie neu denken, der Podcast.

00:00:03: Her willkommen zum Symposium des Internationalen Festivals fotografischer

00:00:07: Bilder!

00:00:08: Mein Name ist Andy Schultz.

00:00:10: Er mindestens genauso wichtig wie das Symposium ist.

00:00:19: die große Hauptausstellung, die ich ... Andrea Gruzner, Estefania Landesmann Sabine Meyer und Polar Sieverding kamen da zusammen.

00:00:38: Im Kern der Ausstellung ging es dabei um das brüchige Spannungsverhältnis zwischen gebauter Fotografie gefundenem Bildmaterial und konstruierter Wirklichkeit.

00:00:49: Die Arbeiten der KünstlerInnen verbinden konzeptuelle architektonische sowie dokumentärische Ansätze und zeigen eindrücklich dass ein Foto eben nicht nur eine flache Oberfläche sondern ein sorgfältig inszenierter Raum und eine inszenierte Bühne

00:01:03: ist.

00:01:04: Die Ausstellung stellt damit direkt unsere eigene visuelle Urteilskraft auf den Prüfstand, fragt uns Betrachter ganz unverblümt Was ist hier eigentlich noch real?

00:01:24: In einem exklusiven

00:01:25: Künstler-Innengespräch

00:01:27: auf dem Podium des Symposiums nutze ich dann die Gelegenheit, die vier anwesenden Künstlern persönlich zu befragen.

00:01:34: Mit dabei auf der Bühne letztes Jahr im November waren Christine Erhardt, Antonia Gruber, Andrea Grützner und Polar Sieverding.

00:01:44: Viel Spaß beim Gespräch!

00:01:55: vier von den Künstlerinnen aus der Hauptausstellung.

00:01:58: Herzlich willkommen!

00:02:00: Liebe Andrea Grützner, ganz rechts.

00:02:04: Pola Siva-Ding, Antonia Gruber und

00:02:07: Christine

00:02:07: Erhardt.

00:02:09: Weil mich würde mal interessieren so aus eurer Sicht auch als kleines Resümee jetzt der letzten vier Vorträge wie das eigentlich ist mit der künstlichen Intelligenz oder dem Fotografieren Hand habt für euch oder darüber nachdenkt, vielleicht das auch selber einzusetzen.

00:02:29: Oder dagegen zu sein... ...oder wie ist dann so eine Haltung?

00:02:33: Fangen wir mal mit dir an Christine.

00:02:35: Ich hatte ja auch mal einen Textentwurf gemacht.

00:02:37: deswegen fange ich damit dir an wo du dann sagst es nee.

00:02:40: Nee Endi, so nicht.

00:02:41: Genau.

00:02:43: Ich tue mich immer so ein bisschen schwer damit wenn... Bilder diese aussehen wie Fotografie

00:02:50: hört man mich?

00:02:52: Mehreren.

00:02:53: Bilder die so aussehen wie Fotografie als photographische Bilder

00:02:58: oder

00:02:59: als fotografische Bilder bezeichnet werden.

00:03:00: Also ich finde, da muss man schon noch ein bisschen

00:03:03: stärkere

00:03:05: Trennung machen.

00:03:08: und ja also...

00:03:10: Wo würdest du denn so eine Trenne?

00:03:11: Was ist für dich?

00:03:13: Ich würde es einfach als das bezeichnen was es ist, also KI generierte Bilder und sieht aus wie Fotographie wird vielleicht in diesen Kontext gebracht aber ist eigentlich etwas völlig anderes

00:03:25: Und dann kann ich wieder an

00:03:26: meine Arbeit anknüpfen.

00:03:27: Also, für mich würde es jetzt nicht ausschließen auch mit KI zu arbeiten aber wird das eben als Medium einsetzen wie zum Beispiel auch Malerei oder Bildhauerrei?

00:03:38: Wie ich z.B.

00:03:39: malerei und Bildhauerei in meinen Bilder integriere also könnte ein Tool sein.

00:03:47: Ja weil du hast ja jetzt auch Bildhaurerei explizit studiert.

00:03:51: Ich habe Bildhawerei studiert.

00:03:53: Ich weiß nicht, ob sich alle die Ausstellungen unten schon angeguckt

00:03:55: haben.

00:03:57: Das denke ich oder da sind alles schon durchgelaufen?

00:03:59: Genau,

00:04:00: aber dass man vielleicht mal guckt.

00:04:03: was ist dazu zu sehen?

00:04:04: wie nimmt man die Bilder wahr, nimmt man sie ja als fotografische Bilder war, als Fotografie war oder nimmt man es vielleicht auch als Malerei und Bildhauerei?

00:04:15: also meine Bilder?

00:04:16: wenn ich jetzt von mir spreche ist das so alles.

00:04:19: Alle Medien sind da irgendwie

00:04:20: vorhanden.

00:04:22: Wie bist du eigentlich von der Bildhauerreihe zur Fotografie gekommen?

00:04:27: Ich bin eigentlich über die Dokumentation meiner bildhauischen Arbeiten zur Fotographie gekommen, als ich habe angefangen

00:04:34: Reproduktionsfotos

00:04:36: zu machen in meiner bildhausten arbeiten und irgendwann festgestellt, dass mich die Bilder der Objekte mehr interessiert haben als das Objekt selbst.

00:04:47: Und irgendwann

00:04:47: habe ich das Objekt nur noch hergestellt um es zu fotografieren

00:04:52: Genau, um das jetzt noch mal zu lokalisieren.

00:04:54: Und wenn man reinkommt in den ersten Sog ganz hinten links sind die Arbeiten von dir, Christine.

00:04:59: Antonia du bist ja genau... Das Gegenteil ist jetzt gefatscht aber du arbeitest mit zumindest in der Arbeit, die jetzt da ist mit KI.

00:05:07: Das heißt wie ist deiner Einstellung grundsätzlich für dich ein Medium was du einfach so benutzt oder würdest du es auch irgendwie trennen wollen voneinander?

00:05:19: wollte damit arbeiten, weil mir häufig das begegnet ist.

00:05:23: Das Menschen gesagt haben ja ich habe jetzt total Angst davor KI zu benutzen oder KI nimmt mit den Job weg.

00:05:28: also es war ja ganz viel Unterfotograf innen aber auch Künstlerinnen einfach der Fall oder DesignerInnen dass halt vielen gesagt wurde ja das würde uns jetzt den Job wegnemen und ich hab mir selber gesagt okay ich kann eigentlich nur mitsprechen wenn ich selber damit auch arbeite und das einfach mal ausprobiere wie eine Art Werkzeug.

00:05:43: und jetzt bei der Arbeit die jetzt hier hängt ist es ja wirklich nur ein Teil und noch dazu habe ich die KI halt selber programmiert, das sind zwei verschiedene Programme.

00:05:50: Das heißt, ich kontrolliere schon auch sehr viel, das ist dann für mich in dem Fall eher eine Art Werkzeug mit dem ich arbeiten wollte.

00:06:00: Und ich muss sagen dass ich in meinem eigenen Prozess gesehen hab, dass vor allen Dingen im Porträt einfach das Leben aus den Augen heraus schwindet, weshalb dieses Mobide bekommen hatte aber es hat überhaupt nicht mehr reales Porträt hat.

00:06:14: Das geht schon verloren, das finde ich sieht man.

00:06:16: es gibt eine ganz klare KI-Esthetik und das kann man schon nach ganz klar unterscheiden von einer Fotografie wobei in meiner Arbeit auch immer noch das wahre Bild ja immer noch da drinnen ist.

00:06:25: Ich arbeite mit meinem biometrischen Passbild was ich hier selber fotografiert habe.

00:06:29: also von daher ist es immer noch eine Art Mischwesen zwischen einer Fotographie und einem KI Programm was ich verwende als Werkzeug um zwei reale Fotos miteinander zu vermischen ist jetzt kein KI-generiertes Bild in dem Sinne, was ich zeige.

00:06:45: Ja das ist ja sowieso die Frage ne?

00:06:46: Wann ist ein KI-Bild als KI-Build zu bezeichnen?

00:06:49: vielleicht ist auch eine ganz andere Diskussion.

00:06:52: Wie war denn dein Weg?

00:06:53: wie bist du denn zur Fotografie

00:06:54: gekommen?

00:06:57: In einem Satz!

00:06:58: In einem Satz am besten natürlich.

00:07:01: Ich habe eigentlich als Malerin angefangen zu studieren Das wäre jetzt Einsatz aber um das ganz kurz auszuführen.

00:07:09: Immer die Fotografie verwendet, um danach weiterzumalen habe dann aber gemerkt dass mir irgendwie in der Malerei was gefehlt hat bin an zur Fotografier gegangen und Jürgen Demt er jetzt auch gerade hier ist der Text zu meiner Arbeit geschrieben hatte mich selbst als Konzept- und Medienkünstlerin mal beschrieben und dadurch war das für mich tatsächlich wie eine Art Befreiungsschlag dass ich danach gemerkt hab ich muss mich nicht mehr entscheiden und sagen ich bin Fotografin Ich bin Malerin sondern ich kann sagen ich Bin Konzept und Medien Künstlerin und bin dadurch freier in meiner Wahl vom Medium.

00:07:36: Ich kann dadurch wieder malen, wenn ich malen will.

00:07:39: Ich kann fotografieren oder ein Video machen, wenn es das braucht.

00:07:42: Weil es kommt halt auf das Konzept an und dementsprechend wähle ich dann das Medium aus.

00:07:47: Also Fotografie war immer da aber häufig eigentlich der Vorbote für und ja weiterhin teil

00:07:52: also vor der Fotografi in der Fotographie geblieben so ein bisschen

00:07:56: alles dabei

00:07:58: bei dir Christine was er denn die Bildhauerei erst dann die Dokumentation seiner bildhauerischen arbeiten die Fotografie entdeckt sozusagen als...

00:08:08: Ja, wobei ich finde es immer ziemlich lustig wenn man so darüber spricht wie man sich selbst bezeichnet.

00:08:14: Ich würde mich nach wie vor nicht als Fotografin bezeichnen weil ich sehr selten auf den Auslösern drücke.

00:08:24: Die Hauptarbeit besteht bei mir schon nach

00:08:27: wie vorn im Bauen

00:08:28: und Konstruieren.

00:08:30: Das heißt, die Kamera steht da und du baust das Modell in Anführungszeigen fertig.

00:08:39: Aber du guckst immer wieder durch die Kamera natürlich.

00:08:41: Es wird immer abgeglichen oder?

00:08:45: Paula!

00:08:48: Die Gretchenfrage... Wie hältst Du es mit der KI?

00:08:52: Ist es eine Gretchenfrage?

00:08:55: Wenn Du die so stellst, ist das das Beste was mir zu einfällt weil tatsächlich das mit meiner Arbeit herzlich wenig eigentlich zu tun hat, aber also sagen wir mit meiner bildenden Arbeit.

00:09:07: Aber mit dem, dass wir natürlich irgendwie alle über dieses Medium nachdenken, hat das ganz viel zu tun... ...aber ich finde es auch passend, weil wie hältst du's mit der Religion?

00:09:22: Ich anerkenne Religionen als Kultur strukturierendes und formendes, wie soll ich sagen Konstrukt, konstrukt und gleichzeitig aber also spirituell.

00:09:35: Damit kann ich viel mehr anfangen so Aber ohne jetzt um den heißen Brei herum zu reden

00:09:41: der Elefant im Raum

00:09:42: Genau ja

00:09:45: Das Mammut.

00:09:46: Ich würde mich aber da zum Beispiel auch

00:09:49: an

00:09:51: Christine anschließen.

00:09:52: ich spreche eigentlich selten für mir als Fotografin Sondern als Künstlerin Und fragt mich auch jetzt so im Anschluss an diese vorhergegangenen Vorträge und Diskussionen, ob das fotografische nicht tatsächlich... Ich frage mich, ob es produktiv ist, dass vielleicht eher als Gattung oder als Bildsprache oder Stilmittel fast in... Also besonders wenn wir über KI sprechen zu begreifen.

00:10:31: müssen wir es denn dann trennen?

00:10:32: Also würdest du nach wie vor, das war ja die Diskussion vor zwei Jahren, vor drei Jahren immer wieder auch in meinem Podcast.

00:10:38: Ist der Begriff dann Fotografie überhaupt noch der richtige?

00:10:42: also sobald wir von KI sprechen oder wird's da...

00:10:48: Da braucht man wahrscheinlich natürlich andere Begriffe weil es ist eine andere Technik die sich aber natürlich schöpft zu einem nicht unerheblichen Teil aus fotografischen Vorlagen.

00:11:02: Aber ich glaube schon, dass es da eine trennschafe Bedarf, ob ich die jetzt gerade leisten kann oder ob das nicht dann tatsächlich auch in der Begrifflichkeit geht über die Wissenschaftlerinnen.

00:11:11: Die auch hier anwesend sind.

00:11:12: besser also deswegen... Ich weiß auch nicht ist der Begriff der Gattung wirklich der Richtige aber das zumindest zu trennen von dem als gäbe es die Fotografie und für mich tatsächlich weil das wird ja dann jetzt die anschließende Frage sein wie kam ich zur Fotografi?

00:11:29: bei

00:11:31: jedem heutzutage mehr als vielleicht früher aber natürlich im biografischen Bezug, der bei mir komplex ist und auch gar nicht so wahnsinnig komplex.

00:11:38: Aber das tatsächlich zu benutzen war für mich naheliegend.

00:11:45: insofern also ich kann nicht malen, ich kann noch nicht wahnsinnigt gut zeichnen Das fotografische ist fast natürlich, wenn man das so sagen will.

00:11:57: Und mein Hintergrund ist eigentlich eher der, dass ich ursprünglich Schauspiel studiert habe und Schauspelern werden wollte.

00:12:05: Da ist man natürlich relativ schnell beim Film und dann hab' ich aber – mich das auch jetzt hier gerade merke – festgestellt, dass Ich selber auf der Bühne gar nicht das bin.

00:12:16: Also ich muss nicht meinen Körper haben oder benutzen um das auszudrücken was mich interessiert.

00:12:22: Darstellung Performance, in dem wie ich darauf gucke vielleicht.

00:12:29: Also und dann war das im Endeffekt so eine Art Kreisbewegung oder Halbkreisbewege von vor der Kamera zu hinter der Kamera wo die Fragestellungen für mich die ich bearbeiten wollte.

00:12:43: Ja aber es gibt schon auch Bilder wo du selber drauf bist oder Teile von dir?

00:12:48: Ganz

00:12:48: am Anfang Das glaube ich ist aber auch, wenn immer man Kunst anfängt ein relativ natürlicher Impuls das man mit sich und der Auseinandersetzung mit dem Selbstbild anfängt.

00:13:00: Und dann ganz lange nicht und eigentlich wesentlich später kam es über einen Film den ich gemacht habe mit einem Freund wo ich dann auf einmal wieder als quasi Protagonistin aufgetaucht bin was aber auch der Selbstüberprüfung hatte.

00:13:17: Insofern, als ich dachte, ich habe jetzt so viele Bilder von oder so vielen Menschen gegenüber haben mir Bilder ihrer Körper zur Verfügung oder geliehen oder ja mir gegeben Ich glaube, ich muss das nochmal.

00:13:33: Ob ich wirklich die richtige Haltung dazu habe?

00:13:35: Muss ich noch mal quasi am eigenen Leib erfahren und mich selber dem aussetzen?

00:13:39: Ja!

00:13:39: Und da finde ich aber eine schöne Verbindung, wenn jetzt Atona neben dir sitzt, dann hat sie sich ja auch selbst inszeniert mit und dann da so wie du schön sagst, so eine Halbkreisbewegung von der Selbstinszenierung oder vom Körpergefühl her vom Schauspielerischen dann auch das abbilden.

00:13:56: Das finde ich eine ganz gute Kombination.

00:13:58: Könntest du dir denn vorstellen, wenn man unten durch die Ausstellung geht oder überhaupt deine Bilder anguckst das auch als KI mal zu prompten?

00:14:06: Jetzt um den Mammut wieder hier anzusprechen.

00:14:10: Oder ist es kein... Ich würde

00:14:13: jetzt sagen niemals nie.

00:14:15: beim Moment habe ich keinen.

00:14:17: Ich finde das tatsächlich in dem was es ja

00:14:21: auch

00:14:22: im ersten Moment Textauseinandersetzung, für mich derzeit interessanter.

00:14:28: Also ich natürlich wie wahrscheinlich viele und auch klar weil das ist eine Technologie mit der wir zu tun haben.

00:14:34: insofern benutze ich selber damit du irgendwie vielleicht ein bisschen checkst was kann das oder was macht das?

00:14:38: Mit dem was du da reingibst Das schon.

00:14:41: aber ob ich jetzt dadurch Bilder generieren lassen wollen würde Kann nicht im Moment nicht sagen.

00:14:45: möglicherweise aber wenn das Projekt oder wenn das Konzept das erfordern würde Ich meine es ist ja so wie man Kunst macht dann auch Man findet halt die Mittel, die man dann braucht oder die Materialien.

00:15:00: Und im Moment habe ich keine Idee für ein Konzept, wo das zwingend wäre.

00:15:05: aber es muss schon.

00:15:07: die Materialität in der sich das darstellt hat immer ganz eng mit dem zu tun was man konzeptuell.

00:15:13: natürlich

00:15:13: könnte man sagen dass du als Regisseurin eher so arbeitest wenn man so.

00:15:17: also du hast ja noch mit Models das sind da Models wahrscheinlich diese Körperteile die wir unten auch sehen Die da runterhängen, das sind Models oder die du dann

00:15:26: buchst.

00:15:26: Also die

00:15:27: Bilder von den Körperteilen hängen runter und nicht die Körperteile.

00:15:35: Danke Martin!

00:15:36: Gerne!

00:15:38: Ja, ja, registrieren kann man wenn man in dieser was ich ja selber jetzt hier ins Feld geführt habe in dem Bild bleiben will dass sie aus der Schauspiel ursprünglich kommen.

00:15:48: aber als Bildnerin also klar ich ich arrangiere und konstruiere setze dann auch in Szene.

00:15:58: Aber das habe ich mit den Sachen gemacht, wo ich in dem Sinn gar nicht inszeniert habe, sondern mich zum Beispiel in bestimmte, was auch immer Szenen begeben hab die mich interessiert und davon Bilder gemacht haben.

00:16:09: Es geht ganz stark darum glaube ich eine Entsprechung zu finden dafür wie ich Sachen sehe.

00:16:15: Im Endeffekt ist es ein Versuch, meinen Blick zu vermitteln.

00:16:26: Deswegen vielleicht auch habe ich meine Schwierigkeiten mit der Fotografie manchmal oder das als solches zu benennen, weil immer so schnell wie wir ja heute den ganzen Tag über gemerkt haben.

00:16:35: Das als würde ich da irgendwas manipulieren vielleicht und ich finde diese Wort der Manipulation ganz total schwierig, weil konstruieren.

00:16:44: Ja aber das findet in der Malerei statt, dass findet in die Literatur statt und da geht es dann eben was ja heute schon mehrfach kamen hier um eine Wahrhaftigkeit oder in meinem Fall auch um so eine Form von Sinnlichkeit, die ich versuche zu teilen.

00:17:01: Und in der Tat ja, ich sehe die aus dann so aber das ist natürlich... Das zu übersetzen mir dann die fotografischen Techniken helfen weil was ihr heute auch schon kann der mikroskopische, dass nah dran gehen über das totale Klaus ab und das Aufbrechen des Bildes in seiner Körnigkeit oder im Pixel.

00:17:23: Das sehen wir bei den schwarz-weißen Austern besonders stark.

00:17:27: Dass diese so aufbrechen in dieser schwarz weiße Struktur.

00:17:32: Andrea!

00:17:34: In deinem Text, den ich ja zitiere wo du dann selber zu Wort kommst erwähnst du KI sieht aus wie KI.

00:17:44: Wie ist das bei dir dann?

00:17:46: Kannst du dir das vorstellen, ist das für dich ein Thema?

00:17:48: Beschäftigt dich das?

00:17:50: Es beschäftigt mich auf jeden Fall als Geister die überall umher schrieben und einfach im Weitenfeld diskutiert werden.

00:18:00: Und einen extremen Einfluss haben auf die Gesellschaft und wie wir vielleicht auch funktionieren.

00:18:08: Welchen Bildern wir Glauben schenken und welcher Propaganda usw.

00:18:14: Da beschäftige ich mich da mit dem Bezug, wie sich viele hier damit beschäftigen.

00:18:23: In der eigenen künstlerischen Arbeit würde ich mich dir anschließen, dass ich sage, sag niemals nie!

00:18:29: Ich habe KI bis jetzt eher ... also klar, man muss davon ausgehen... Natürlich benutze ich Photoshop und das schon seit vielen Jahren.

00:18:37: Das ist auch so, wie ich zu Fotografie gekommen bin.

00:18:41: Photoshop benutzt Algorithmen auf eine Art und Weise künstliche Intelligenzen aber es ist natürlich nicht... Ich gebe keine Prompte.

00:18:48: also bis jetzt hat sich ja extrem geändert.

00:18:50: in den letzten sage ich mal in der Nutzung in den Letzten vielleicht ein bis zwei drei Updates vielleicht auch schon früher dass es so offensichtlich geworden ist auch nur einen sehr großen praktischen Nutzen hat, aber davor waren es ja eher klassische Algorithmen.

00:19:08: Das benutze ich schon, aber dieses Promfen über so ein KI-Generator ist ja noch mal eine ganz andere Geschichte.

00:19:16: und da liegt ja auch eigentlich so ein Einspeisen von einfach sehr, sehr vielen Bildern dahinter und natürlich dadurch auch sehr viele Bayer Strukturen die auch da eingepflegt sind auf ihrer Art und Weise

00:19:31: Unheimlich

00:19:32: sind.

00:19:32: und ich glaube worüber auch viele Menschen gar nicht nachdenken, was da eigentlich passiert und mit was diese Programme trainiert werden.

00:19:39: Deswegen finde es auch spannend dass du sagst du hast deine eigenen geschaffen und sie selbst trainiert um dir die eigene Kontrolle zu behalten weil's ja auf der anderen Seite wirklich ein Kontrollverlust ist und man gar nicht Nachprüfen kann Was da eigentlich im Hintergrund vorgegangen ist.

00:19:53: und plötzlich sind dann nur noch solche postphotografischen Bilder die vom fotografischen Bild ausgehen aber eben so in danach generiert werden und wie Fotografien aussehen, aber vielleicht auch häufig wachsfiguren und dieses unheimliche in sich tragen.

00:20:09: Aber wer kann es eben noch lesen?

00:20:12: Wie ist die Visual Literacy?

00:20:16: Wie sind wir gebildet und empfinden wir das überhaupt noch so?

00:20:19: oder ist es durch diese ganze Manipulation und so weiter inzwischen so dass wir das gar nicht mehr... Also vielleicht spüren wir das leicht Dadurch, dass wir auch immer mehr Bilder sehen und schneller hintereinander merken wir dann vielleicht doch nicht das es ein Deepfake ist.

00:20:34: Also häufig wahrscheinlich Ja von der Halsspucken diese ganzen Gedanken im Herum.

00:20:40: aber in meiner künstlerischen Arbeit waren es bis jetzt eher die sagen wir mal einfachen

00:20:47: Tools

00:20:47: des Fotoshops.

00:20:48: Und ich komme tatsächlich zur Fotografie zu der Faszination über Fotografien Über meinen Vater der Mathematiker gewesen ist, der macht jetzt auch eher so PR.

00:20:59: Aber als Mathematiker hat er an der TU Kaiserslautern unter anderem mit einem der ersten Photoshop-Programme gearbeitet und zum Tag der offenen Tür haben die damals angeboten dass man sich in Photoshop... es hatte eigentlich keiner auf seinem privaten Rechner das man sich da verwandeln darf.

00:21:18: Das heißt er hat ein Foto gemacht von einem Porträt und dann konnte man mit den ganz frühen Filtern sich in einen Stein verwandelt im Relief Und ich fand das, ab diesem Moment fand ich es so faszinierend und hab zu ihm gesagt wir brauchen das Zuhause.

00:21:32: Er hat das auf dem Rechner gespielt und ich habe also es war eine frühe Mitte neunziger Ich habe ab diesem moment immer mit Photoshop gespielt in diesen frühen Filtern und war ja war davon fasciniert wie man etwas aufnehmen kann, aber dann surrealistisch komplett verzerren und eigentlich eher illustrativ damit arbeiten kann.

00:21:52: Und für mich war das eher so ein Spiel und dieses ja die Freude daran wie man sich verwandeln kann auf eine Art und Weise und vielleicht auch so körperlos wird und es hatte damals merkwürdigerweise fast noch was Sinnlicheres als natürlich jetzt.

00:22:06: also deswegen ich finde ist auch schon spannend was du sagst dass es natürlich im Ich weiß nicht, ob du noch analog oder selbst digital.

00:22:14: Aber die geht es ja darum um dieses Berühren über Fotografie und das kann man ja.

00:22:21: mit dem ich das eingebe in die KI habe ich dieses Gefühl nicht.

00:22:24: also ich hab nicht das Gefühl wenn ich da jetzt eingebe keine Ahnung Heuschrecke in der sommerlichen Wiese und das spuckt mir eine Heuschrecke aus die möglichst vielleicht auch real oder authentisch aussieht.

00:22:35: aber ich habe nicht das gefühlt.

00:22:36: Hallo!

00:22:36: Du berührst mich jetzt ganz...

00:22:39: Also doch

00:22:40: wieder das ist da gewesen.

00:22:42: Ja, ja.

00:22:42: Wollte ich gerade sagen also genau das sind wir wieder bei Ronan

00:22:45: Paas.

00:22:48: Also ja wo steckt das Punktum in der KI?

00:22:50: Ich geb es schon.

00:22:52: Deswegen

00:22:53: dürfen wir sie auch nicht Fotografie nennen oder?

00:22:57: Du bist ja dann die Einzige in der Runde wenn man fast so sagt, die Fabile fällt.

00:23:02: Also ganz expliziten Fotografiestudium.

00:23:05: du hast das an der Auskreuzschule dann nochmal gemacht aber ihr wart dann sozusagen Akademie, Kunstakademie.

00:23:15: spielt das eine Rolle?

00:23:16: oder ist es in deiner Arbeit Andrea, dass du quasi nur Fotografie studiert hast?

00:23:23: Habe

00:23:23: ich nicht.

00:23:23: Ich habe zur ersten Kommunikationsdesign studiert.

00:23:27: Komme diesbezüglich viel mehr aus der Anwendung und über das wie benutze ich eigentlich Bilder für einen bestimmten Zweck und hab mich erst danach an der FH Bielefeld über bestimmte Diskurse angefangen damit damit auseinanderzusetzen.

00:23:42: Oh, was heißt das eigentlich?

00:23:47: Und habe dadurch vielleicht auch so eine grafische Bildung und dieses... Ich finde es schon immer spannend weil wir ja alle an so einer Schnittstelle zwischen den Medien arbeiten, dass auch immer diese Medien sind also sie suggerieren Malerei zu sein im ersten Moment Modell, vielleicht irgendwie ne Bildgenerierung hat was mit der

00:24:04: Filmstil bei Polar.

00:24:06: Die performativen Performance Art zu tun, also es befindet sich irgendwie immer so an der Schnittstelle und das fand ich in Bielefeld Ich habe da im Mars, der studiert auch spannend ist Und wir hatten ja die richten ja seit sehr sehr vielen Jahren.

00:24:17: dank Gottfried Jäger.

00:24:18: übrigens in nächster Woche gibt es das auch.

00:24:22: Also wieder eine Tagung oder Bild, Fotosymposium.

00:24:26: Da geht es um das postfotografische und das generative, also genau das Thema.

00:24:31: Und daher kommt ja auch Gottfried Jeder Eger und die Bielefelder Schule aus dieser starken Reibung zwischen der Dokumentation und dem Generativen der Fotografie.

00:24:41: und ich würde sagen vielleicht hat mich eher diese starke theoretische Ausrichtung dieser Fachhochschule, aus der sich aus der Tradition herauskommt geprägt Genau.

00:24:52: Noch mal letzte Frage dazu Wie ist das mit Photoshop heute bei dir?

00:24:56: Also weil du mit Photoshop ja als Kind bist aber nicht dran geblieben so richtig, oder?

00:25:02: In einer Serie Ja.

00:25:05: Die heißt Hive da geht es auch in bestimmte Wie zeigen wir Architektur in der Öffentlichkeit und wie wird Architektor im Prinzip fingiert, bevor man sie umsetzt?

00:25:18: Es geht da um so ein Campus von einer australischen Universität.

00:25:22: Da habe ich offensichtlich damit gearbeitet, ansonsten benutze ich das klassisch als Anwender für Turnwertkorrekturen oder um Staubweg zu stempeln Genau, also ich würde sagen eher das.

00:25:34: Und

00:25:35: vielleicht eher in der Anwendung finde ich es inzwischen faszinierend wenn man tatsächlich kann man ja sagen angenommen Ich mache irgendwie ein Corporate Shot Ich kann ja die Person inzwischen wirklich an sehr viele Orte stellen und einfach sagen, ach so!

00:25:49: Kannst du mir kurz jegliche Kabel im Hintergrund entfernen?

00:25:53: Und bitte noch ganz kurz das umferben.

00:25:56: Zeig mir doch noch wie es aussehen würde wenn da eine Reflexion in der Scheibe wäre.

00:26:00: Super praktisch aber auch wirklich ein bisschen unheimlich.

00:26:04: Das sind die Bilder die gerade alle draußen sind und die super schnell gehen.

00:26:08: Die ich aber auch durchaus anwende.

00:26:13: Paula, du hast jetzt zum Beispiel an der Akademie in München unterrichtet.

00:26:18: Ging es da... Ich muss mich nochmal kurz reinholen.

00:26:19: und ging es auch um Fotografie oder was war das?

00:26:22: Das war

00:26:22: ursprünglich eine Klasse für Malerei und Zeichnungen.

00:26:26: Ich die so richtig gut malen kann, war dann natürlich genau richtig.

00:26:30: Aber ist ja auch spannend definitiv.

00:26:32: Genau!

00:26:33: Da habe ich mit Jurinda Vogt zusammen eine Klasse betreut, meinetwegen, sondern auch weil Jorinda und ich uns relativ einig darüber waren.

00:26:46: es geht um Kunst.

00:26:51: Es gibt natürlich unterschiedliche Disziplinen und es gibt unterschiedliche Materialien und Techniken die man sehr genau benennen kann oder wenn man sie anwenden will gut zu wissen wie das geht.

00:27:05: aber im Endeffekt geht's um das Konzept.

00:27:08: dann und was ist möglicherweise das richtige Medium für Das entsprechende Konzept.

00:27:14: Und in der Tat ... Da wurde dann auch noch gemalt hier und da, und auch Zeichnungen wurden gemacht, aber es wurden Filme gemacht, es gab Performance, es wurde Musik gemacht, gekocht und ... Kai

00:27:25: spielt aber keine Rolle um den Mamo zu machen?

00:27:28: Doch!

00:27:29: Ich hab ja bis zum Jahr zwanzig gemacht und das sind ja jetzt schon fast antike

00:27:34: ... Halbe Dekale schon wieder

00:27:36: oben.

00:27:36: Genau, doch, da gab es interessanterweise ... wirklich spannende Projekte, die sich entwickelt haben von Menschen, die eigentlich mit so Computerspielen groß geworden

00:27:53: sind und auch echt

00:27:54: harte Nerds da drin waren.

00:27:56: Und in diesen Welten unterwegs waren.

00:27:58: Da hat es sich dann auch über Papemaché Skulpturen malereien und ich weiß nicht was war irgendwann klar.

00:28:05: Jetzt gibt es dabei eine Technologie, die

00:28:10: alles auf den Kopf stellt.

00:28:11: Ja, für dieses, worum es da ging, was tatsächlich so surrealistisch anmutete.

00:28:18: Das richtige Medium ist und das waren dann algorithmisch hergestellte Bilder oder zumindest mithilfe von Algorithmen komponierte Bilder.

00:28:28: Genau.

00:28:30: Jetzt sprechen wir mal zu.

00:28:31: Christine.

00:28:31: du bist in Kiel Professorin seit zwei Jahren Drei Jahre seit zwanzig-zweiundzwanzig, genau.

00:28:37: Wie ist das KI?

00:28:38: Wie ist es im Unterricht sozusagen mit den Leuten?

00:28:41: Kommen die damit an?

00:28:42: Wollen sie das machen oder bietet... Ich

00:28:44: würde das hier auch so beschreiben, dass im Endeffekt der komplette Baukasten zur Verfügung steht.

00:28:49: also KI kann ein Teil

00:28:50: sein, arbeiten noch Leute mit... Machen

00:28:53: wir mal das Mikro ein bisschen.

00:28:56: KI ist auch ein Bestandteil des Baukastens aber es kann genauso gut analoge Fotografie sein analoges Farblabour.

00:29:07: Es gibt glaube ich nur noch dreizehn in ganz Deutschland.

00:29:11: So

00:29:11: viele!

00:29:14: Also es wird tatsächlich mit der gesamten Bandbreite gearbeitet und auch nicht nur mit flachen Bildern, sondern auch mit Objekten im Raum, mit Projektionen, mit Büchern... Ich würde wirklich die Gesamte...

00:29:28: Aber kannst du so ein bisschen sagen was das Interesse ist?

00:29:30: Ist das von Semester zu Semester unterschiedlich?

00:29:32: auch oder ist das sozusagen kommen die da auch, fordern sie das ein?

00:29:37: Ja

00:29:37: also ich stelle schon fest jetzt so vor zwei Jahren.

00:29:40: Also der Hype war um KI.

00:29:41: Da haben die Vermehrter mitgearbeitet.

00:29:44: aber jetzt finde ich für mein Bereich dass das Interesse eher wieder so abgeflacht ist.

00:29:52: Es geht eher zurück

00:29:53: zum Planbogen

00:29:54: tatsächlich.

00:29:56: Das habe ich ja auch gehört.

00:29:58: Du bist in Dresden Andrea nicht an der Hochschule.

00:30:02: was ich von Kolleginnen auch höre, dass inzwischen also die jüngste Generation

00:30:06: extrem

00:30:06: kritisch ist und da auch sehr viele Fragen stellt.

00:30:09: Und ja wie man damit umgeht oder was

00:30:12: das auslöst?

00:30:13: Im Hinblick auf die KI kritisch.

00:30:15: Ja okay.

00:30:16: Das vielleicht auch den Hype am Analogen nochmal mehr begründet.

00:30:23: Oder eben so Mischform zwischen KI-Bestandteilen und analogen Bildern, wie wir das jetzt vorher auch gesehen haben für der Studentin als solche Arbeiten Ja, habe ich bei uns auch schon gesehen.

00:30:37: Vielen Dank an dieser Stelle.

00:30:38: Ich würde das jetzt mal aufmachen wenn ihr Fragen habt im Publikum an die vier Damen.

00:30:44: sehr gerne Emma.

00:30:48: Ich hab tatsächlich vielleicht eine leicht pedantische Frage aber tatsächlich wollte ich einmal beim Polar nachbohren.

00:30:54: dort hast du eben gesagt Du hältst nichts von dem Begriff Manipulation und da wollte ich jetzt einmal irgendwie so ein bisschen Einhaken, weil liegt das daran?

00:31:04: Dass der Begriff Manipulation inzwischen irgendwie so in aller Munde ist und irgendwie eigentlich so psychologisch

00:31:10: eigentlich

00:31:11: bewertet oder einbeordnet ist.

00:31:13: Weil ich finde Manipulation ist eigentlich für eine Verschiebung und einen Kneten von Bildern ein wahnsinnig guter Begriff und Konstruktion ist ja eigentlich ne völlige Neuschöpfung.

00:31:24: Da wollte ich jetzt einmal nachhaken ob du es vielleicht aufschlüsseln kannst was dein Problem mit dem Board ist und vielleicht auch an die anderen

00:31:29: da

00:31:30: mal zu...

00:31:31: Ja, Antwort.

00:31:33: Ich würde sagen es hat viel mehr tatsächlich mit dem zu tun dass ich mich selber nicht als Fotografin bezeichne vielleicht aber auch aus einem Zusammenhang das ich habe Anfang der zweitausende in Berlin studiert und da war was man also ich mir damals schon irgendwie schwer irgendwie nach empfinden konnte und heute kann man sich das noch schwieriger vorstellen warum das immer noch wirklich so ein Ja, fast Kampf der Disziplinen war zwischen den klassischen wirklich künstlerischen Medienmalerei und Bildhauerei.

00:32:12: Und dann immer noch diese leichte, wie soll ich sagen, Skepsis ist Fotografie denn kann man damit irgendwie so was es sollte sein?

00:32:20: Dann ist das wirklich ein legitim künstlersches Mittel was natürlich total klar ist.

00:32:26: und dass es das ist und ich glaube was sich daran Vielleicht ist es weniger der Begriff der Manipulation, als dass ich den Begriff... ...der Echtheit oder des Waren so in Frage stelle und deswegen dachte... Also es gibt diese Erwartung oder gab habe ich zumindest empfunden.

00:32:46: Diese Erwartungen an Fotografie das ist irgendwie ja aber das hast du doch irgendwie manipuliert oder?

00:32:52: Und das ist überhaupt für mich gar nicht die Fragestellung gewesen Wirklich, sondern es ging um eine Wahrhaftigkeit die ich eben in der Malerei auch sehe.

00:33:01: Also das war vielleicht ein bisschen hintergrund?

00:33:07: Ja genau einfach weiter gedacht.

00:33:09: Ich glaube die Irritation die immer spürt liegt vielleicht auch im normativen Gebrauch des Wortes Manipulation weil das ist ja sozusagen gleich immer mit Fälschung und in irgendeiner Form, also es ist auf jeden Fall negativ konnotiert.

00:33:26: Dabei arbeitet ihr bearbeitet nicht nur nach der Auslösung, sondern auch vor der Aus Lösung.

00:33:34: Und das ist glaube ich auch noch ein Punkt.

00:33:37: einer der Doktoranten die ich betreue, die der Jakobschnetz arbeitet sozusagen an dem, also er schreibt eine Dissertation über Bildbearbeitung und seine These ist dass Bildbearbeitungen der Fotografie ist, sondern quasi einen kompletten Bereich auch schon vor dem auslösenden Moment impliziert und dass die Frage worum wir immer von Dem Danachsprechen letztendlich auch etwas ist, was mit diesem indexikalischen Wahrheitsanspruch in Anführungsstrichen der Fotografie zu tun hat, während das quasi in anderen Künsten ja gar nicht so exekstiert.

00:34:17: Deswegen ist dieser Bearbeitungsprozess sozusagen auch durchgehende oder der Inszenierungsprozess wie auch immer man das begrifflich fassen Und das finde ich nämlich eine sehr schöne Beobachtung von ihm.

00:34:30: Dass es sozusagen, also dass die Post-Production etwas ist was der Film und die Fotografie impliziert, was sonst in anderen Künsten gar keine Rolle spielt.

00:34:42: Das liegt eben am Wahrheitsanspruch.

00:34:47: Schöner Gedanke!

00:34:48: Sehr schön Danke!

00:34:50: Findet ihr euch da wieder?

00:34:52: Ja auf jeden Fall... Ich freh's über mich oder meine Bilder, wie ich arbeite.

00:35:00: Bei mir ist es ganz klar so, dass ich erst da eine Weiße Leinwand hab auf die, die ich dann bearbeite und mit der ich was mache.

00:35:08: Davor gibt's auch nichts anderes.

00:35:10: Also ich erschaffe das, was ich fotografiere.

00:35:14: Und von daher ... Ja, ist es davor...

00:35:19: Wie ist es bei dir Antonia?

00:35:21: Siehst du dich da auch?

00:35:22: Wie ist das mit der weißen Leinband und dem Schaffen?

00:35:25: Nein, ich wollte gerade noch was zu bearbeiten und manipulieren sagen.

00:35:29: Das ist bei mir witzigerweise komplett umgekehrt konnotiert.

00:35:32: Ich

00:35:32: habe

00:35:34: eine längere Zeit lang für ein Modefotografen gearbeitet und mein Job war es Bildbearbeitung zu machen.

00:35:39: Und wenn man so einen Flaum bei kleinen Kindern oder bei jungen Frauen wegbearbeiten muss an der Überlippe dann fragt man sich ist bearbeiten was Positives oder Negatives?

00:35:49: Für mich ist mittlerweile Bearbeitung eher das negative Wort und Manipulation eigentlich eher wie eine Fähigkeit, dass man etwas manipulieren kann.

00:35:59: Also das habe ich für mich als eher etwas Positives gesehen, dass ich halt gesagt hab okay, ich kann etwas Analoges bearbeiten... Ja da hat man schon wieder Freutscherversprecher!

00:36:09: Aber es ist weder das eine noch das andere.

00:36:13: aber als ich gerade in dem Diskurs gehört habe muss ich feststellen für mich selber, dass es genau umgekehrt ist, dass sich bearbeiten als einen negativeren Begriff

00:36:21: Empfinde

00:36:22: als manipulieren und nicht als manipulation eher etwas Kraftvolles und Positives Verknüpfe.

00:36:29: Das fand ich jetzt so schön erkennt es für mich selbst, also danke!

00:36:33: Also ein Skill

00:36:34: quasi den mal.

00:36:36: Ein Skill sozusagen.

00:36:37: Ja genau, einen Skill richtig, jetzt haben wir's.

00:36:39: Den muss

00:36:39: sich aneignet ja?

00:36:41: Ja, ich finde auch Anja dass du das total gut eigentlich auf den Punkt gebracht hast und in Worte gefasst hast was wir versuchen vielleicht Bilder zu machen.

00:36:51: Aber nee deswegen weil ich das ja auch interessieren.

00:36:55: wenn jetzt hier Firmalerinnen oder Musikerinnen sitzen würden würden wir nicht so wahnsinnig viel darüber sprechen.

00:37:01: ist es jetzt bearbeitet ist manipuliert oder hat auch diese komischen als gäbe?

00:37:05: ist irgendwie ein moment

00:37:06: der

00:37:07: Was denn, so ein Urmoment der Reinheit oder irgendwie sowas?

00:37:11: Nein.

00:37:11: Aber es ist natürlich für mich das... Ist das ein Prozess und er beginnt völlig woanders nämlich da dass ich zum Beispiel körper auch tatsächlich körperlich erfahre oder das bei den Austern ich irgendwie auf diese Tiere gucke mit einmal am ganzen kritischen feministischen Gepäck was ich mir so aufgehör eingepackt habe über die Jahre und dann auf einmal da hast du ja was ich total interessant, wenn die Auster kommen mit all ihren ganzen Konzentrationen um die Ecke.

00:37:45: Und wie kriegen wir das alles zusammen?

00:37:47: Und dann

00:37:48: noch in der Größe!

00:37:50: Das wird natürlich auch irgendwo.

00:37:51: und zum Schluss essig sie auch weil...

00:37:55: Lecker!

00:37:55: Ja also naja aber es ist auch die vor.

00:37:58: also wenn schon denn schon muss das also kann sein nicht an den Müll.

00:38:01: Also genau also dass alles ist der Prozess und da ist in dem Moment des Auslösens einer, der aber nicht was in sich abgeschlossenes oder sowas ist.

00:38:16: Sondern im Ende dieses Prozesses ist dann so etwas wo man sich auch überlegt ist der Rahmen dann vielleicht auch schwarz-weiß?

00:38:24: Ist es aufgezogen oder nicht aufgezogen?

00:38:26: In welcher Größe ist das?

00:38:27: Und dann ist es das.

00:38:28: Das ist dann das Ergebnis dieses Prozes.

00:38:30: Was hoffentlich... ganz neue Begegnungen und Auseinandersetzung dann eben anstößt.

00:38:36: Deswegen gibt man es ja in die Welt oder in die Öffentlichkeit, weil man eigentlich diesen Prozess so gerne nicht abschließen möchte, dass der Auseinandersetzung.

00:38:47: Bei dir?

00:38:49: Andrea?

00:38:51: Was war denn jetzt... Gibt das eine Ursprungswahl?

00:38:53: Manipulationen- und Bildbearbeitung?

00:38:56: Ja wir waren hier auch bei Manipulationen und Konstruktionen.

00:38:59: Das ist wie er eher ausgemacht.

00:39:02: Ich liest mich auch den Gedanken an, dass natürlich die Bildbearbeitung immer schon im Vorfeld passiert.

00:39:07: Du findest auch ganz spannend was du sagst, dass man ja eigentlich ... du siehst dich nicht als Fotografin hast aber ja eigentlich immer diesen fotografischen Blick also dieses monorekulare Sehen von einer Kameraperspektive aus und dadurch die Perspektiv-Konstruktion, das heißt du produzierst ja immer ein Bild, ein fotografisches Bild in dem Sinne.

00:39:33: Und dem geht es ja vorweg, also dadurch ist das ja immer mit dieser Bearbeitung schon integriert.

00:39:38: Ich glaube so würde ich auch sehen dass sich dass ja schon im Vorfeld eigentlich mitdenke, das kann auch im Prozess sein.

00:39:45: Im Experiment sich dadurch immer wieder verändern.

00:39:48: aber es ist natürlich irgendwie wichtig wie so Konzepte dann entstehen und das dann auch im Vorfield viel passiert.

00:39:57: Und ich sehe... Ich glaube das Schöne an den Begriff Manipulationen ist, dass er so ambivalent ist und warum der so trickert.

00:40:04: Also ich würde ihn auch eher für meine Arbeit, habe ich ihn auch häufiger eher positiv besetzt.

00:40:10: Verstehe aber auch die negative Konnotation daran.

00:40:13: Aber es ist ja dieses etwas Formen und das ist so spannend dass das in der Fotografie automatisch irgendwie so enthalten also diesen Medium von Anfang an.

00:40:22: Das ist ja auch warum uns das so fasziniert und diese weil diese ganzen Diskussionen daran hängen einerseits vom Apparat ausgesehen von der Optik, was das mit sich bringt.

00:40:35: Von den Materialitäten, von denen vielleicht auch unbestimmten Bildern, die dazwischenhängen von den Latentenbildern... Also es macht ja so einen riesigen Kosmos auf in dem Manokulation immer wieder auftaucht in den verschiedenen Konditionen und das ist ja irgendwie total spannend.

00:40:51: also ich glaube das finde ich allgemein spannend am fotografischen Medium

00:40:56: Gerade jetzt noch so

00:40:57: ein

00:40:57: Begriff gefallen, den ich jetzt vielleicht abschließend nochmal abfragen würde.

00:41:01: Du hast gerade gesagt Andrea Konzept.

00:41:06: Gehst du nach einem Konzept vor?

00:41:09: Nein, nein, nicht ob du einen Konzept hast aber du weißt was ich meine.

00:41:13: oder also wie ist dann... Wie kommst du oder das sind für alle die dann gleich mal drüber nachdenken wie kommst zu deinem Ergebnis?

00:41:22: Das ist total unterschiedlich.

00:41:24: Also in der Arbeit, die jetzt hier als Buch zu sehen ist.

00:41:29: Erbgericht bin ich von einem Ort ausgegangen, der mir persönlich sehr nahe ist.

00:41:34: Das ist ein alter Gasthof in Ostsachsen.

00:41:36: Ich nenne das nur kurz als Beispiel.

00:41:37: Ich habe mich sehr lange darin abgearbeitet und sehr viele Bilder produziert von unterschiedlichsten Orten mit diesem Namen über Jahre.

00:41:47: Und nach drei Jahren hab' ich gemerkt ja aber dass was ich tue ist nichts anderes als ein Klischee oder ein Abziehbild reproduzieren in dieser klassischen Dokumentation.

00:41:57: Und darüber bin ich dann eigentlich zu dieser eigentlichen Auseinandersetzung mit diesem einen bestimmten Haus gekommen und dass sich damit anders umgehe, das ist eben nicht ein bestimmtes Klischee der vielleicht Nostalgie und Provinz usw.

00:42:10: reproduziere, sondern irgendwie da nochmal anders ansetze Und ich glaube vieles kommt bei mir auch aus der Auseinandersetzung mit Theorie heraus und mit Literatur.

00:42:20: Es geht häufig von einem Ort oder einer Begebenheit aus.

00:42:23: Also das hält vielleicht alle Arbeiten zusammen.

00:42:25: Auch die Arbeit, die man unten sieht basiert auf der auseinandersetzung Mit dieser Geschichte des Landschaftsortes den ich fotografiert habe was ein Landschaftspark ist in der Nähe von Berlin der Gutsfuß Neuclado und was da in den neunzehnzehner Jahren passiert ist.

00:42:42: Und wie sie damals eigentlich so eine Form von Schönheit-und Naturbild reflektiert haben, und wie sich das heute mit unseren ja eigentlich Auseinandersetzungen mit Natur und Klima usw.

00:42:53: eigentlich reibt.

00:42:55: Das heißt mich hat dieser Ort fasziniert und wer da gelebt hat und was er darüber geschrieben hat.

00:43:00: deswegen tragen die Bilder auch diesen Titel.

00:43:04: Johannes Gutmann hieß das, der lebte eben zu den neunzehnzehner Jahren da und die haben sehr merkwürdige Titel.

00:43:11: Und dass nehme ich eben aus seinen Memoren auf.

00:43:13: aber das regt mich dann auch zu der Arbeitsweise an.

00:43:16: also ich brauche immer so ein Trigger, was es so zusammenhält in meiner Arbeit und dass sich so... Das geht eben häufig von einer bestimmten Formen von Wirklichkeit aus oder von einem realen Ort, den ich aber natürlich anders wahrnehme als andere.

00:43:33: trägt ihr jeder seine eigene Wahrheit, aber ja.

00:43:36: Ja ein schöner Hinweis danke da Andrea.

00:43:38: das Buch liegt dahinten von Andrea Gruzner ist nominiert für eine Medaille.

00:43:43: Das erfahren wir morgen.

00:43:44: welches gewordenes Polar?

00:43:49: ähnliche Frage vielleicht also wie wo holst du deine Inspiration her?

00:43:54: oder jetzt die Konzeptfrage quasi.

00:44:06: Ich habe das ja vorhin schon so ein bisschen versucht herzuleiten, was der Prozess auch ist.

00:44:14: Aber ich stelle mir vor,

00:44:14: da ist er unendlich!

00:44:15: Man muss ja irgendwann sagen so... Das ist aber immer am Ende die Frage.

00:44:23: Wann ist das Bild fertig?

00:44:25: Nicht mehr.

00:44:29: Ja, auch mit den Aussahnen.

00:44:30: Zum Beispiel wie groß?

00:44:31: Warum die Größe?

00:44:33: Warum schwarz-weiß?

00:44:34: Aber das wird jetzt zu weit aber... Das

00:44:36: führt jetzt ein bisschen zu weit ist.

00:44:38: auch glaube ich dann an einem bestimmten Punkt.

00:44:42: also sagen wir so wann ist es soweit oder worum solls denn?

00:44:46: oder was wünsche ich mir ist schon dass ich das ich versuche in vielen meiner Arbeiten eigentlich so eine Form von wie soll ich sagen Dass das Sehen auch eine körperliche Erfahrung ist oder dass das Bild irgendwie... Ich glaube, Sehen war ja... Egal.

00:45:06: Es kam gerade vorhin in einem der Vorträge, dass das Seen natürlich nicht rein über den See nervenur stattfindet sondern was mit allen Sinn irgendwie.

00:45:19: Mit ganzem Körpererfahrung?

00:45:21: Das Sehen aus der Reihen, wie soll ich sagen, physikalisch und dann kognitiv verarbeitet wird, aber dass das natürlich eine gesammt sinnliche Erfahrung ist.

00:45:33: Und das ist.

00:45:34: vielleicht sagen wir mal etwas was sich durchzieht.

00:45:38: durch meine Arbeit und dieses Interesse an Körpern die zu bildern werden können wir wieder auf mein Schauspiel Ursprung zurückgehen und so Das zieht sich durch.

00:45:54: Ja, natürlich hat man oder habe ich ein Konzept.

00:45:57: Aber sagen vielleicht was etwas anderes ist?

00:46:01: Ich bin jetzt keine, wie soll ich sagen, vielleicht auch editorial Fotografen oder sowas, die ein bestimmtes Thema habt und dann das Abarbeit oder einen bestimmten Ort und sagt okay, jetzt versuchen wir den möglichst... komplex oder durch eine ganz bestimmte Filter- oder Perspektive abzubilden.

00:46:28: Insofern, das ist glaube

00:46:31: ich... Ja es gibt

00:46:33: ein Konzept!

00:46:34: Mit dieser Körpererfahrung.

00:46:35: genau das ist auch wenn ich da durchlaufe durch diese Gase die da hängen dann ist es körperlich automatisch und dann ist das Bild eine Körpererfahrung.

00:46:45: logischerweise.

00:46:48: Dann sehe ich,

00:46:50: wie du

00:46:50: denkst.

00:46:51: Zumindest glaube ich es.

00:46:52: Natürlich kann man das nie genau sagen.

00:46:54: Aber

00:46:55: vorhin ist Rumane

00:46:56: gesprochen worden.

00:46:57: Das ist im Grunde genommen.

00:47:00: Deswegen ist der Unterschied zu den Ostkreuz-Schülern hier die Absolventen, die sich an einem Thema abarbeiten in einer Arbeit.

00:47:09: Die sich ein Thema stellen ... abarbeiten und das ist bei euch allen nicht der Fall.

00:47:16: Also ich würde nicht sagen, dass es irgendein übergeordnetes Thema gibt

00:47:20: sondern,

00:47:20: dass ihr eher eben wie ein Maler oder wie einen Romanautor Bilder erfindet die ihr uns mitgeben wollt.

00:47:29: sozusagen Das ist da auch so.

00:47:31: aber da ist eine Geschichte ne klare Geschichte drin als als bei euch wirfeln weil das associative

00:47:38: ist.

00:47:39: Oder Antonia vielleicht bei dir noch Am ehesten mit einer Geschichte, aber da ist dann vielleicht auch wieder die Ostkreuz-Schule mit einem Thema dabei.

00:47:47: Wo du dann Budalia und auch dieser Mordfall und all diese Dinge, die erwähnt werden, in der Rolle spielen?

00:47:56: Ja das ist ja alles... Also jetzt was man hier sieht, ist ja weit nach Ostkreuze auch entstanden Und ich weiß nicht ob in der Hinsicht dann irgendwie Ostkreutz nochmal so einen großen Einfluss hatte.

00:48:09: In dem Sinne weiß ich jetzt nicht Bilder oder Geschichten halt erzähle, oder wie ich Konzepte aufbaue.

00:48:16: Ich

00:48:16: glaube dass sich einfach ein bisschen stringenter geworden bin in dem... Wie ich mit einer Skizze anfange das fängt alles immer wirklich tatsächlich mit Skizzen zeichnen an.

00:48:25: also Das beginnt bei mir erst mal so.

00:48:28: Es war irgendwie auch schon immer so, ob ich dann hinterher fotografiert habe oder auch ein Film gemacht hab das ist völlig egal.

00:48:33: es fing immer erstmal Skizzen an und auch vor allen Dingen mit einem digitalen Notizheft was mittlerweile schon sehr sehr sehr lang ist.

00:48:40: also ich muss sehr lange erleben um diese ganze Dinge noch durchführen zu können.

00:48:45: Also ich muss sagen Ich bin recht konzeptuell und weiß eigentlich schon relativ zu Beginn was ich am Ende erreichen möchte mit dem Bild, wie das wirken soll.

00:48:56: Aber ob das dann funktioniert?

00:48:58: Das ist natürlich eine andere Sache.

00:49:00: und die Reise dahin.

00:49:01: Das ist immer dieser Prozess.

00:49:02: Und innerhalb dieses Prozesses bin ich natürlich trotzdem offen dafür dass sich auch in eine komplett andere Richtung einschlagen könnte.

00:49:08: Wobei ich in den letzten Jahren auch anhand meiner Arbeiten selber feststelle wenn ich mich selbst überprüfe und gucke Was war die Zeichnung am Anfang?

00:49:16: Was waren meine Notizen dazu?

00:49:18: Wo hat es sich hin entwickelt?

00:49:22: Bitte?

00:49:22: Schönes Buch, oder?

00:49:24: Ja, Sponsoren.

00:49:26: Gar kein Problem!

00:49:30: Ne, mehr genug Material da... Was ich sagen wollte ist, dass sich halt immer weniger abweiche von dem wie meine Skizze zu Beginn ist und das ist irgendwie eine interessante Beobachtung.

00:49:41: aber ich habe definitiv auch ein Konzept.

00:49:45: Und

00:49:45: du Christine dann wenn dann so ne Skulptur die du fotografieren willst nicht funktionieren haust du sie dann zusammen.

00:49:53: Ich fand es ganz gut, dass gerade auch das Stich vor Zeichnungen gefallen ist.

00:49:56: Also bei meinen Bildern, bei jedem Bild gibt's zuerst eine Zeichnung und es ist eine semi-detaillierte Zeichung.

00:50:04: also ich gehe sogar soweit, dass ich eigentlich davor schon genau weiß was ich dann bauen möchte, dass auf der Zeichlung auch das Raster ist von einer Rastamatscheibe der Kamera und das ist tatsächlich

00:50:17: eins zu eins oder was?

00:50:22: Ich habe früher mit Großformat gearbeitet, aber mache ich nicht mehr.

00:50:25: Ich übersetze das jetzt tatsächlich auf den Bildschirm, damit ich direkt sehen kann was da passiert und was ich dann

00:50:31: mach.

00:50:32: Aber das ist bei mir schon sehr konkret vorher festgelegt, was ich bauen werde bevor es dann fotografiert

00:50:40: wird.

00:50:40: Das ist der Sprung auch zu Sabi Maier, die nicht da ist aus Lavre.

00:50:45: Die von der Zeichnung her hängt auch daneben.

00:50:50: Was stellst du dir auch mit aus, die Zeichnung?

00:50:51: Oder spielen die keine Rolle?

00:50:52: dann in den Fall.

00:50:53: Nein, würde ich nicht machen.

00:50:56: Gut!

00:50:57: Vielen vielen Dank, Applaus.

00:51:01: Vielen dank Andrea, Polar, Antonia

00:51:03: und Christine.

00:51:06: Ja diese Arbeiten der Hauptausstellung zeigen einfach unmissverständlich Fotografie bildet die Welt nicht bloß ab sie baut sie neu ob durch die architektonischen Konstruktionen einer Christine Erhardt die konzeptuellen Welten von Andrea Grützner, die verstörend an die fünftiger und sechziger Jahre erinnernden Selbstporträts von Antonia Geruba oder die intensiven Inszenierungen von Polar Siewerding.

00:51:28: Das Festival Fax & Fake führt uns in Regensburg direkt vor Augen wie Fragil unsere visuelle Gewissheit im XXI Jahrhundert geworden

00:51:37: ist.".

00:51:38: Und genau das macht das Internationale Festival fotografischer Bilder so unverzichtbar, wie ich finde.

00:51:42: Es liefert uns inmitten der heutigen Bilderflut vielleicht den dringend nötigen Kompass um die Mechanismen hinter den Kulissen der Bildproduktion zu durchschauen.

00:51:53: Wir haben auf unserer Webseite Abbildungen der Ausstellung aufbereitet.

00:51:56: nutzt also die Chance schaut euch die Bilder der sieben Künstlerinnen unbedingt noch selbst an Ja und schreibt mir eure Gedanken gern auf und schickt sie mir per Mail an.

00:52:04: Podcast at Fotografie neu denken.

00:52:08: In der nächsten Folge richten wir den Blick mit Maren Krinks gemeinsam auf eine ganz fundamentale Frage unserer Zeit.

00:52:16: Das Anthropozälen Sie hinterfragt, wie Fotografie im Zeitalter der Klimakrise beschaffen sein muss um nicht in die Falle von Greenwashing und visuellen Fakes zu tappen sondern ein echtes beständiges Narrativ für unsere Zukunft zu schaffen.

00:52:36: Kleiner Hinweis noch, wer sich die Beiträge, Panels und Vorträge lieber als Video ansehen möchte.

00:52:40: Der kann das natürlich tun auf unserem YouTube-Kanal unter youtube.com.

00:52:45: slash at Festival Fotografischer Bilder.

00:52:48: Ohne einfach in unser Archiv auch unsere Webseite klicken – auf Festival twentyfünfundzwanzig!

00:52:54: Ja wenn ihr diese Sonderfolge

00:52:56: zum Festival

00:52:56: gefallen habt dann teilt sie mit euren foto begeisterten Freunden drückt auf abonnieren und hinterlasst mir super gerne Eine fünf Sterne Bewertung selbstverständlich auf Spotify und Apple Podcast.

00:53:08: Vielen Dank fürs Einschalten, geht mit offenen und kritischen Augen durch die visuelle Welt – bis zum nächsten

00:53:25: Mal!

Neuer Kommentar

Dein Name oder Pseudonym (wird öffentlich angezeigt)
Mindestens 10 Zeichen
Durch das Abschicken des Formulars stimmst du zu, dass der Wert unter "Name oder Pseudonym" gespeichert wird und öffentlich angezeigt werden kann. Wir speichern keine IP-Adressen oder andere personenbezogene Daten. Die Nutzung deines echten Namens ist freiwillig.