STAFFEL 9 ist online. Freue mich, wenn ihr rein hört. Euer Andy Scholz.

LIVE VOR ORT: Neue Galerie Gladbeck Teil 1

Shownotes

Was macht ein Bild zu einem Bild? Braucht Fotografie im Zeitalter von Künstlicher Intelligenz überhaupt noch eine Kamera? Und wie verändern technische Bilder unsere Wahrnehmung von Wirklichkeit? Mit diesen Fragen beschäftigt sich die Ausstellung »Schattenbilder & Technoimagination« des Medienkünstlers Prof. Achim Mohné, die bis zum 2. August 2026 in der Neuen Galerie Gladbeck zu sehen ist.

Am 1.7.2026 gab es vor Ort in der Neuen Galerie Gladbeck ein ausführliches Gespräch zwischen Dr. Sabine Maria Schmidt, der Leiterin der Neuen Galerie Gladbeck und Kuratorin der Ausstellung, und Prof. Achim Mohné. In dem Gespräch geht es um unter anderem um die Idee hinter der Ausstellung, um den Begriff der »Technoimagination« und um die Frage, warum technische Bilder heute längst mehr sind als bloße Abbilder der Wirklichkeit.

Dr. Sabine Maria Schmidt ist Kunsthistorikerin, Kuratorin, Autorin und Kunstkritikerin. Seit September 2025 leitet sie die Neue Galerie Gladbeck. Zuvor war sie unter anderem an der Kunsthalle Bremen, am Wilhelm Lehmbruck Museum in Duisburg, am Museum Folkwang in Essen sowie an den Kunstsammlungen Chemnitz tätig. Seit vielen Jahren veröffentlicht sie Beiträge zur zeitgenössischen Kunst und kuratiert Ausstellungen, die sich mit aktuellen gesellschaftlichen und künstlerischen Fragestellungen auseinandersetzen.

https://www.galeriegladbeck.de

Prof. Achim Mohné ist Fotograf, Medienkünstler und Professor für »Dokumentarische Fotografie und Transmediales Publizieren« an der Fachhochschule Dortmund. Er studierte an der Folkwang Universität der Künste in Essen und an der Kunsthochschule für Medien Köln. Seit mehr als drei Jahrzehnten beschäftigt er sich mit den Möglichkeiten fotografischer und technischer Bildproduktion. Seine Arbeiten verbinden Fotografie, Video, Virtual Reality, Klangkunst und künstliche Intelligenz zu vielschichtigen Installationen und wurden in zahlreichen nationalen und internationalen Ausstellungen präsentiert. Im Mittelpunkt seines Schaffens steht die Frage, wie technische Bilder entstehen, wie sie unsere Wahrnehmung beeinflussen und welche Rolle sie in einer zunehmend digitalisierten Gesellschaft spielen.

https://www.achimmohné.net

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Episoden-Cover-Gestaltung: Andy Scholz Episoden-Cover-Foto/Grafik: Andy Scholz


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Idee, Produktion, Redaktion, Moderation, Schnitt, Ton, Musik: Andy Scholz

Der Podcast ist eine Produktion von STUDIO ANDY SCHOLZ 2020-2026.

Andy Scholz wurde 1971 in Varel geboren. Er studierte Philosophie und Medienwissenschaften an der Universität Düsseldorf, Kunst und Design an der HBK Braunschweig und Fotografie/Fototheorie an der Folkwang Universität der Künste in Essen. Er ist freier Künstler, Autor und Dozent. Seit 2012 unterrichtet er an verschiedenen Instituten, u.a.: Universität Regensburg, Fachhochschule Würzburg, North Dakota State University in Fargo (USA), Philipps-Universität Marburg, Ruhr Universität Bochum, Pädagogische Hochschule Ludwigsburg. 2016 wurde er in die Deutsche Gesellschaft für Photographie (DGPh) berufen. Seit 2016 ist er künstlerischer Leiter und Kurator vom INTERNATIONALEN FESTIVAL FOTOGRAFISCHER BILDER, das er gemeinsam mit Martin Rosner gründete. Im ersten Lockdown im Juni 2020 begann er mit dem Podcast und seit 2022 ist er Organisationsleiter vom Deutschen Fotobuchpreis, der ins INTERNATIONALE FESTIVAL FOTOGRAFISCHER BILDER in Regensburg integriert wurde. Er lebt und arbeitet in Essen (Ruhrgebiet).

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Transkript anzeigen

00:00:01: Yeah,

00:00:17: was macht ein Bild?

00:00:18: Zu einem Bild.

00:00:19: Braucht Fotografie im Zeitalter von künstlicher Intelligenz überhaupt noch eine Kamera?

00:00:24: und wie verändern technische Bilder unsere Wahrnehmung von Wirklichkeit?

00:00:28: Mit diesen Fragen beschäftigt sich die Ausstellung Schattenbilder des Medienkünstlers Prof.

00:00:35: Achim Mouné, die noch bis zum zweiten August in der neuen Galerie Gladbeck zu sehen ist.

00:00:43: Und damit moin und herzlich willkommen zu einer neuen Episode von Fotografie Neu Denken der Podcast live vor Ort heute aus der neuen galerie Gladback.

00:00:52: Ich war für euch vor Ort und durfte ein spannendes Gespräch mit der Kuratorin Dr.

00:00:56: Sabine Maria Schmidt und dem Künstler Achim Muné direkt in der Ausstellung vor Ort in Gladbeck aufzeichnen.

00:01:03: Danke noch einmal für die Erlaubnis, liebe Sabine und lieber Achim!

00:01:07: Herzlich willkommen also bei Fotografien Neudenken der Podcast Alive vor Ort In Gladbecks.

00:01:12: Für diese Ausgabe führte mich der Weg in die neue Galerie in Gladback.

00:01:17: dort zeigt Prof.

00:01:18: Ahemonell noch bis zum zweiten August, ist eine Ausstellung die weit über klassische Fotografie hinausgeht.

00:01:26: Seine Arbeiten entstehen häufig ohne Kamera mit Licht, Scannern, Fotogrammen digitalen Verfahren und künstlicher Intelligenz.

00:01:34: Sie laden dazu ein den Begriff des Bildes neu zu denken und werfen Fragen auf, wie aktueller kaum sein könnten.

00:01:41: Am ersten siebten gab es vor Ort ein ausführliches Gespräch zwischen Sabine Maria Schmidt der Leiterin der neuen Galerie Gladbeck Professor Achim Monet, dass ich jetzt im Anschluss präsentieren darf.

00:01:55: Den Artist Talk und das anschließende Gespräch zwischen mir und Achim dauerte etwas mehr als neunzig Minuten und umfasste viele spannende Aspekte.

00:02:06: Darum habe ich daraus drei zusammenhängende Episoden gemacht.

00:02:09: Bevor wir aber in den Artist Talk zwischen Sabine und Achem einsteigen möchte ich die beiden Gesprächskartpartner kurz vorstellen Und zwar Dr.

00:02:19: Sabine.

00:02:19: Maria Schmidt ist Kunsthistorikerin, Kuratorin, Autorin und Kunstkritikerin.

00:02:25: Seit September zwanzig-fünfundzwanzig leitet sie die neue Galerie in Gladbeck.

00:02:30: Zuvor war sie unter anderem an der Kunsthalle Bremen am Wilhelm Lehmbrug Museum in Duisburg am Museum Volkwang in Essen sowie an deren Kunstsammlungen in Chemnitz tätig.

00:02:41: Seit vielen Jahren veröffentlicht sie Beiträge zur zeitgünstlischen Kunst und kuratiert Ausstellungen, die sich mit aktuellen und gesellschaftlichen und künstlerischen Fragestellung

00:02:52: auseinandersetzen.".

00:02:54: Achim Muné ist Fotograf, Medienkünstler und Professor für dokumentarische Fotografie und Transmediales publizieren an der FH in Dortmund.

00:03:03: Er studierte an der Volkwagen Universität der Künste in Essen und an der KAM in Köln.

00:03:09: Seit mehr als drei Jahrzehnten beschäftigt er sich mit den Möglichkeiten fotografischer und technischer Bildproduktionen.

00:03:14: seiner Arbeiten verbinden Fotografie, Video Virtual Reality, Klangkunst und künstliche Intelligenz zu vielschichtigen Installationen.

00:03:25: Und wurden in zahlreichen nationalen und internationalen Ausstellungen präsentiert.

00:03:30: Im Mittelpunkt seines Schaffens kann man sagen steht die Frage wie technische Bilder entstehen?

00:03:35: Wie sie unsere Wahrnehmung beeinflussen und welche Rolle Sie in einer zunehmend digitalisierten Gesellschaft spielen.

00:03:44: Ja, in dem Gespräch geht es unter anderem auch um die Idee hinter der Ausstellung.

00:03:49: Um den Begriff der Techno-Immagination und um die Frage warum technische Bilder heute längst mehr sind als bloße Abbildung der Wirklichkeit.

00:03:58: Ich wünsche euch viel Freude bei Fotografien oder Denken.

00:04:01: der Podcast live vor Ort in Gladberg Teil eins begleitet mich jetzt in die neue Galerie Gladberg zu einem spannenden Gespräch zwischen Sabine Maria Schmidt und Achim Muné.

00:04:13: Gut Ja, dann würde ich Sie ganz herzlich begrüßen heute Abend in der neuen Gallery Gladbeck zur Ausstellung von Achaimonnaie mit dem Titel Schattenbilder und Techno-Immagination.

00:04:30: Ein Begriff über den wir später noch sprechen werden und der so eine Art theoretische konzeptuelle Inspiration oder Folia auch für einen Teil des künstlerischen Werks von AChaimonnaies ist.

00:04:44: Ich freue mich ziemlich, weil wir hier ein Schatz etwas ausgraben konnten.

00:04:51: Ahimone ist ja ein international bekannter Medienkünstler, der in sehr vielen Bereichen aktiv ist und sehr ungewöhnliche Projekte entwickelt hat Aber in so klassischen Ausstellungskonzepten vielleicht noch gar nicht genug Präsent ist und wirklich auch ein großes Werk oder Övrer hat, das bislang natürlich ausgestellt hat.

00:05:14: So sehen Sie hier eine ganze Menge Arbeiten die zwar schon an der einen Stelle mal aufgetaucht sind aber viele Dinge, die jetzt für die Ausstellung wirklich hervorgegraben sind, viele Dinge die auch wieder zurückgeschickt wurden weil es nicht nur darum ging das Ausstellungsthema sehr konzise durchzuarbeiten, sondern auch etwas was man sonst im fotografischen Kontext vielleicht gar nicht ganz so berücksichtigen muss.

00:05:43: Man hat eine exzeptionelle Architektur in Gladbeck gegen die man nicht ignorieren kann, sagen wir es mal so.

00:05:56: Man muss mit der Architekatur arbeiten.

00:05:59: Es ist eine Architektur, die eigentlich für alle Genres funktioniert.

00:06:03: Wir sind hier in einem großen Halle mit verschalter Betonarchitekturen, schrägen Wänden, leichten Kurvaturen im Fassaden wo breite Fotografien dann irgendwann anecken oder Luftschechte bilden könnten ohne rechte Winkel.

00:06:24: Und wir sind im zweiten Teil in einem historischen Lesesaal mit Glasfenstern und figurativen Mustern, wie man sie aus den vielen, vielen Kirchen des Ruhrgebiets kennt.

00:06:37: Die ja in diesem Jahr auch besonderes Thema der Manifesta am Ruhrgebiet sind.

00:06:42: Das waren so die Grundlegenden außer Natnersetzung.

00:06:45: und dann natürlich vielleicht frage ich Achim nochmal im Vorfeld Wir hatten ja einen sehr intensiven Prozess der Werkauswahl und auch der Werkabwahl muss man sagen, weil wir ganz viele Werke wieder leider erst mal nicht ausstellen konnten.

00:07:03: Kannst du vielleicht dazu nochmal kurz etwas sagen?

00:07:06: Ja das hat sich ja so entwickelt während des Prozesses.

00:07:09: Der war ja auch finde ich sehr fruchtvoll.

00:07:12: Ich würde sagen es ist höchstens fünfzig Prozent eigentlich ungefähr was noch einmal mitgebracht war.

00:07:18: Ich glaube dass dann eben auch das interessante Wenn man an so einem Ort ist, man kann alles simulieren.

00:07:23: Wir haben in drei D-Simuliert und so weiter.

00:07:25: aber wenn man dann an so ein Ort ist spielt er eben doch noch eine große Rolle der berühmte Gelius Loki.

00:07:31: Und ich glaube währenddessen als wir anfingen Sachen aufzuhängen hat sich auch nochmal sehr viel geklärt.

00:07:38: Du hattest deine Idee?

00:07:39: Ich hatte meine Ideen und ich finde letztendlich ist es aber sehr schön gelungen.

00:07:45: Und bein sehr wichtig war ist, dass es konzeptuell sehr sauber bleibt.

00:07:52: Deshalb sind auch viele Sachen wieder rausgegangen und andere kriegen dadurch natürlich mehr Betonung.

00:08:00: Das war eben dieses Zusammenfassen hier, das wir eigentlich überall ausnahmslos-kameralose Arbeiten haben die entweder als Fotogramm sind bzw.

00:08:11: als Scan, das verbindet alle hier oder noch diese Arbeit mit dem Projekter eben auch wo quasi die Pflanzen nur in die kleinen Gläschen gemacht sind der Diarrahmen und sozusagen den Zusammenschluss

00:08:26: gibt, die alle arbeiten.

00:08:28: Vielleicht kann ich das nochmal einmal erläutern für die Ausstellung noch nicht gesehen haben und dann nicht sehen können?

00:08:34: Wir haben ja ein paar Kur von Werken, die so um... oder früher sogar beginnt, zweiundneunzig sogar erste Arbeiten und sehr experimentell mit den damals neueren Technologien umgehen.

00:08:48: Das ist der berühmte Fotokopierer auf dem jeder mal irgendwas von seinem Körper so drauf gelegt hat oder seine Hand abgedrückt hat.

00:08:56: hier gibt es ein ganz Körper Portret ist künstler als zum Tode gestürzten.

00:09:02: Da sieht aus wie eine Fotokopie, aber so hat man sich doch gar nicht auf ein Fotokupierer legen können.

00:09:07: Das ist doch keine Fotografie oder?

00:09:09: Ja es ist gescannt, aber im Grunde hätte man zum Kopierer genauso gut machen können.

00:09:13: das wäre eigentlich kein Unterschied gewesen.

00:09:16: Aber die Idee war eben die einzelnen Fotografien dann wieder zu einem Körper zusammenzusetzen.

00:09:21: auch genau das was passiert und hat einen Körper sozusagen operativ auseinander gelegt und wieder zusammengesetzt zu nem Bild und jetzt besteht quasi dieses Bild aus den Einzelteilen.

00:09:32: Und das Ganze liegt hinter einer Scheibe, oder besser gesagt ist es noch nicht mal richtig fixiert diese effemere Produktion dieser Arbeiten weil damals Kopiekunst.

00:09:43: Es gibt einen Kollegen hier das Museum für Fotokopie in Mühlheim, der die alten Geräte gesammelt hat und auch einige Kunstwerke.

00:09:49: Aber Kopiekunst ist eigentlich damals ... Ja war das... Das war eigentlich überhaupt gar keine Kunst.

00:09:55: also Und dass was irgendwie im fotografischen Diskurs so zu sehen sei, das war in der Zeit eigentlich auch überhaupt noch nicht so gesehen richtig.

00:10:04: Und würdest du denn sagen, also du sagst das könnte man auch mit dem anderen machen können.

00:10:08: Gibt es für dich da keinen wirklichen Unterschied zwischen Fotokopierer und Scan?

00:10:13: Also die Technik ist schon noch ein bisschen anders als insofern dass die Scans ja wirklich so digital aufnehmen eigentlich auch wenn digitale Kamera während... Also die Kopierer, das ist nochmal eine ganz andere Technik weil es gibt die aufgeladenen Platten die sozusagen aber letztendlich von dem wie's nach herauskommt, ist eine sehr große Ähnlichkeit.

00:10:36: Und wenn du von der Scheibe sprichst, die symbolisiert natürlich eigentlich das was wir hier eben auch in anderen Arbeiten sehen dass wer sozusagen einen bestimmten Bereich hat, der operativ abgetastet wird und eben nicht abfotografiert.

00:10:48: also nicht keine zentral perspektivische Darstellung sondern wirklich kann man sich wie beim Fernsehmonitor vorstellen Das wird Linie für Linie abgetasted und bildet dann das Bild.

00:10:59: Es gibt noch zwei figurative Aufnahmen in diesem Raum.

00:11:02: Vielleicht können wir auf die auch nochmal eingehen, nämlich ein ganz großes fast ganz körperartiges Bild.

00:11:08: das sieht ein bisschen fast ein bisschen pathetisch aus.

00:11:12: also es ist so angeleuchtet in der Mitte einen weißer strahlender Körper so ein bisschen expressiv abstrakt wenn man das aus der Malerei denken würde.

00:11:22: Und es gibt noch ein anderes menschlichen Körper, da komme ich gleich drauf.

00:11:26: Also zwei helle Körper auf dunklem Grund.

00:11:29: Was hat das Aufsicht mit diesem großen Tuch was an der Wand hängt?

00:11:33: Sehr gut übrigens auf diesen Beton wirkt und auf so einen Alleinwand gesetzt ist.

00:11:39: Das ist eine Referenz an das berühmte Turina Grabtuch, was ja eine Darstellung von Christi darstellen soll.

00:11:47: Und letztendlich ist das ähnlich gemacht, es ist nämlich ein Line und das Line ist quasi bemalt oder schlecht grundiert könnte man sagen sehr grob grundiert.

00:11:56: Und dann mit einer lichtempfindlichen Emulsion also dasselbe was Fotopapier auch macht bestrichen.

00:12:01: und dann habe ich mich quasi da drauf gelegt und diesen Abdruck gemacht.

00:12:05: Und meine Idee war eben eine Referenz, weil es gibt auch Theorien darüber.

00:12:10: Das ist Torina Grabtuch von Leonardo da Vinci gemacht sein könnte.

00:12:15: Es kommt zeitlich hin.

00:12:17: Er hatte ja die wissenschaftlichen Mittel dazu und er war sehr gut in Optik.

00:12:20: Er kannte schon das Prinzip der Kamera auf Skurre des Fotogramms usw.

00:12:24: Und für mich könnte es sein, dass die Fotografiegeschichte das war die Grundidee für diese Arbeit.

00:12:41: Aber es gibt eben auch so, was mich interessiert als dieses Experiment zwischen Malerei, zwischen Fotografie, zwischen Abdruck und

00:12:50: Material.".

00:12:51: Weil im Grunde ist es ja, das Grab durch Christi weiß man auch nicht.

00:12:54: Es soll ein Schweißabdruck sein, wo der Leichtnamn drin gelegen hat und dass wir später noch mal über die Fotogramme sprechen.

00:13:03: Was normalerweise bei Fotograhmen das Interessante ist, weil sich das Motiv und der Körper berührt

00:13:12: haben.

00:13:12: Also nochmal aus kunsthistorischer Perspektive ist natürlich das Schweißtuch der Veronica noch etwas anderes als das Skabtuch aus Turin und da gibt es ja auch andere Untersuchungen, dass das eben nicht aus der römischen Zeit kommt aber aus dem Mittelalter lichen.

00:13:27: Die These mit Van Gogh ist... Ach was?

00:13:29: Entschuldigung, Van Goghh sei ich jetzt schon Leonardo da Vinci!

00:13:32: Ist jetzt auch schon mal so.

00:13:33: eine spritzige These würde ich jetzt mal sagen.

00:13:35: Aber interessant ist natürlich, ... Diskurs dahin reinzudenken.

00:13:42: Leinwand, das ist jetzt die einzige Arbeit.

00:13:45: hast du das so weiter verfolgt... ... also so Experimente auf Leinband zu machen?

00:13:50: Ist das fruchtbar gewesen?

00:13:52: oder ist das vielleicht...?

00:13:53: Weil man denkt ja Fotografie doch eher immer mit Papier und anderen Materialien.

00:13:58: Ja ich habe da einiges zugemacht.

00:14:00: es gibt's auch in Kombinationen mit Zeichnungen sogar auch Malerei.

00:14:05: Das sehen wir jetzt hier alles nicht.

00:14:06: aber mich hat es sehr interessiert eben an dieser Schnittstelle zu arbeiten.

00:14:14: Gut,

00:14:14: die andere Person, die wir hier sehen ist eine der kleinsten Arbeiten in diesem Raum und gleichzeitig einer der kraftvollsten oder vielleicht nicht einer der kleinste.

00:14:25: Eine zweite Fäkurationen und zwar der Körper eines kleinen Babys.

00:14:31: auch da sieht man nicht das ist auf einem zweiteiligen Papier.

00:14:36: In der Mitte ist ne Naht es sind zwei Papiere Und man sieht nicht genau, man kann gar nicht ganz genau kennen das wie die Figur liegt.

00:14:46: Also der Obre sieht fast aus als liegt es auf dem Bauch und der Untriff fast auf den Rücken oder wie auch immer... Da ist es sehr futuristisch aber irgendwie auch wieder verfremdet.

00:15:01: ein Baby was vor allem schwarzen Folie Also es sieht aus, als wäre es auf dem Fotogruppierer geht natürlich nicht.

00:15:07: Dann wär's ja auch anders aber es sieht eben aus... ...als wäre es auch vielleicht ein Fotogramm

00:15:13: produziert?

00:15:13: Ja das ist mein Baby, meine Tochter hat sie ungefähr fünfzehn-sechzehn Stunden alt ist und die ist halt nicht auf den Scanner gelegt sondern auf Foto Papier bzw zwei Fotopapiere weil so'n So ein Baby kommt ja dann auch unverhofft und ich hatte gerade kein größeres Papier da, also muss sich zwei Kleine nehmen.

00:15:30: Und wenn man sich das jetzt bedenkt – man kann es hier sehr gut sehen – sie liegt auf dem Bauch oder auf dem Papier.

00:15:37: Hier sieht man teilweise sehr genau die Teile wie der See usw.

00:15:42: die dann weggehen.

00:15:45: Also da, wo es ganz weiß ist, ist die komplette Berührung mit dem Körper gewesen an den Papier und alles was so ein bisschen weg ist.

00:15:50: man sieht hier quasi eigentlich noch fast im Babyspeck sozusagen alles was in die Rundung geht.

00:15:55: das heißt dass auch das Interessante daran, dass es eigentlich ein zweidimensionales Bild darstellt aber durch diese Schattenabschwächung sich quasi dann ein fast dreidimensionales Bild ergibt.

00:16:09: Das war hier im Grunde eine frühe Zeit von dir, in der du hauptsächlich mit Fotokam gearbeitet hast kann man sagen.

00:16:14: Es gibt viele Experimente noch in dieser Ausstellung unter anderem eine Serie der sogenannten sieben Todsünden.

00:16:23: das sind auch ganz dicke Bretter wenn ich das mal so sagen darf also großformatige Werke In einer für uns heute etwas auch so richtig robusten Holzrahmung, also nicht so schick wie Düsseldorfer Fotoschule sage ich mal aber opulent und auch schwer.

00:16:41: Wie wir bei Mengen gemerkt haben.

00:16:43: eine Serie von Arbeiten, von denen wir zwei exemplarisch hier in der Ausstellung haben.

00:16:49: sehr aufregende Collagen, würde ich von Weypen sagen.

00:16:55: Aber da komme ich auch nicht mit den klassischen Genrebegriffen durch.

00:16:58: Ich erkenne einmal vom Delacroix ein Zitat aus dem gemeldet die Freiheit für das Volk an und auf der rechten eine Empire State Building und so einer Art King Kong-artiger am Wesen.

00:17:14: Was bedeutet das?

00:17:15: Die sieben Todsünden!

00:17:17: Und was ist das mit diesen Collagen auf

00:17:19: sich?!

00:17:20: Ja, das bezieht sich auf ein Buch von Willem Flusser, was ich gelesen habe.

00:17:24: Und Flussern war für mich sehr wichtig in der künstlerischen Entwicklung.

00:17:29: Das war für me eine komplette Revolution, ihn zu lesen.

00:17:33: und dieses Buch heißt Die Geschichte des Teufels und wickelt anhand der sieben Todsünden eigentlich die Philosophie Entwicklung über die Jahrhunderte, aber eben auch in die Neuzeit.

00:17:47: und es gibt immer wieder diese Bezüge.

00:17:49: Und um da vielleicht nochmal zu sagen wie die gemacht sind.

00:17:52: das ist eben auch komplett analog und diese Sachen sind im Labor entstanden und sie sind aber gemalt.

00:18:00: also normalerweise tut man ja ein Fotopapier in den Entwickler und dann wird das ganze Papier entwickelt und die sind halt mit dem Pinsel rausgemalt.

00:18:07: und deshalb kann man zum Beispiel von der Körperform hier von der Frau, die ihren Wusen entblöst sozusagen nur bestimmte Teile sehen.

00:18:14: Und während der Belichtung stehe ich aber auch selber in dem Bild drin und halte ja diesen Arm da rein und hatte diese Pistone an den, der sozusagen im Bild unten sich die ganze Situation angeht.

00:18:26: also hier ist eine sehr... Experimentelle Mischung von Fotografie, Malerei und Chemikram.

00:18:35: Von chemischen Einwirkungen, die dadurch kommen.

00:18:38: Man kann sich vorstellen das ist ein Grund wie eine Malereihe.

00:18:41: Es muss alles unglaublich schnell gehen zwischen zwei und drei vier Minuten weil ab dann fängt es so stark an zu arbeiten dass alles nur noch schwachs wäre.

00:18:51: Ja, wie man das hier sieht auch hier zum Beispiel diese Strukturen die kommen da ja dass dann der Entwickler mit so einer Sprühflasche gemacht wurde und hier diese ganzen Schlieren.

00:18:59: Das kommt eigentlich aus der Unsauberkeit, dass sofort mit dem Entwickler darauf gearbeitet wurde aber dann nicht wie sich das erst in ein Wasserbad, dann in einen Stoppbad und dann in den Fixierer sondern direkt mit dem Fixierter darüber.

00:19:13: und es gibt halt diese dreckigen Effekte würde ich sagen wenn man das so bezeichnen mag die aber letztendlich natürlich das Bestimmende an dem Bild sind.

00:19:24: Ach, in der Zeit waren das ja irgendwie völlig strege Bilder also Ende des Neunziger-Sentinen von Siebenneunzig.

00:19:30: Nee, der ist schon von Vierneunzig.

00:19:32: Ich meine was da in derzeit ... Das war ja eigentlich überhaupt nicht üblich so etwas zu machen oder?

00:19:38: Hast du sowas damals irgendwo ausstellen können?

00:19:41: Wurde das gezeigt?

00:19:42: Ja ich habe es dann einmal kaputt gesehen... Einmal als

00:19:44: Student.

00:19:45: oder woher soll

00:19:45: er gezeigt sein?

00:19:46: Nein, ich hab's dann einmal als ich fertig war zur Fotoszähne in Köln gezeigt, diese sechs Bilder.

00:19:53: Weil es die sieben sind sechs Bilder, weil Flusser, die auch als Sechs zusammengefasst hat der Neid und da geizt das ist für ihn eine Sünde, die sozusagen in sich kehrt sich gegenseitig aufhebt und deshalb hat er sie auf sechst und dass habe ich ihm dann nachgebätet.

00:20:09: Aber im Grunde waren das Bildern noch mal drauf, also photoesthetisch oder bildesthetische auch so ein bisschen... ... nicht so in der Spur waren, würde ich mal sagen.

00:20:19: Oder die wurden ja auch wahrscheinlich... ...nicht unbedingt gleich verkauft und sowieso weil es in der Zeit noch keinen Markt gab,... ...und tatsächlich ist das ja noch auch die Zeit vor der digitalen Fotografie letztendlich... ...bis

00:20:31: sie sich durch Gesetze bis

00:20:34: um, also ich sag mal, sieben, neunzig, achten, neuneinzig.

00:20:37: Ich finde das auch nochmal ganz wichtig immer wieder ein bisschen den Kontext zu berücksichtigen wie man was man in derzeit noch gesehen hat wenn die Bilder ausgestellt waren.

00:20:48: Also ich war damals, wenn du davon sprichst habe ich mich schon ein bisschen ausgeschlossen gefühlt auch teilweise als diese Arbeiten waren noch innerhalb des Studiums bei den Kommilitonen und so... ... in der Becher-Schüler waren, in der Dokumentation im Journalismus und so weiter.

00:21:06: Und ich habe mir Xfach anhören müssen warum ich denn nicht... ...in den damals tobenen Jugoslawienkrieg gehe... ...und da Dokumentationsmache und was ich dann damit der Welt beitrage?

00:21:17: Und überhaupt was das soll.

00:21:18: also auch damals war es schon eine Art von Tabu mit dem fotografisch-dokumentarischen zu arbeiten und alle die die Neunziger erlebt haben wissen wie bestimmt der Dokumentalismus war der Becherschüler und unterbeischos, also weltweit nicht nur in Europa.

00:21:34: Ja wobei es kein journalistischer Dokumentarismus in dem Sinne war aber eben ein ganz klarer konzeptuell

00:21:41: definierter

00:21:42: auch photoesthetisch definierender Dokumentarismus vielleicht.

00:21:47: Wunderbar, das ist für mich nur mal ein ganz wichtiger Aspekt auch rüberzubringen dass hier so eine Art Bildkulage ist.

00:21:55: Kunstgeschichte Ist dann für dich ab einem bestimmten Punkt weiterhin wichtig oder als Referenzraum?

00:22:02: Weil was ich halt jetzt ganz faszinierend finde.

00:22:06: durch die Entscheidung keine Kamera zu benutzen Hast du dich ja auch quasi so ein bisschen, das ist ja so wie man sich entscheidet zu nähen und nicht mit einem Banner durch die Stadt gehen?

00:22:18: Also wenn ich Fotograf bin habe ich den Kamera.

00:22:21: Und mit der Kamera gehe ich durch die Welt und bewege mich und gehe auf die Dinge zu und erfasse sie und fotografiere sie.

00:22:28: ohne Kamera bin ich auf die anderen Geräte natürlich abhängig.

00:22:34: Das heißt, ich muss die Welt ja irgendwie auf diese Bildflächen bringen.

00:22:38: Wie bist du damit umgegangen?

00:22:39: Welche Themen?

00:22:40: oder warum hast du dich für bestimmte Themen entschieden und bestimmte nicht?

00:22:44: Welcher Art von Welt kann man denn auch so einen Fotokopierer überhaupt bringen?

00:22:48: Ja das war sozusagen die Erweckung und Offenbarung durch Flüsse.

00:22:52: der eben gesagt hat... Hört mal Leute, eure kreative Fotografie ist gar nicht so kreativ wie ihr meint.

00:22:57: Sondern der Apparat mit dem er arbeitet, der bestimmt komplett vor was sie eigentlich macht.

00:23:02: Was der Apparat kann nur was er kann.

00:23:05: Wir haben tollerweise heute ein Flusserexperten hier mit dabei.

00:23:10: also das Idee war dass die Kamera selber schon soweit vorbestimmt ist, dass das was daraus kommen kann eigentlich nur bearbeitet werden kann, indem man dagegen arbeitet.

00:23:21: Mit dem Apparat gegen den Apparat.

00:23:23: das war seine große wahrscheinlich wichtigste These, wenn man das zusammenfassen kann und das war damals eine komplette Neuheit ja da hat sich niemand.

00:23:31: es gab schon viele Theoretiker Susan Sonntag Roland Bar und so weiter die sich damit... Aber keiner hat sich so auf das Apparative Und das war für mich der totale Erweckungspunkt.

00:23:40: deshalb Völlige Besinnungen auf das apparative.

00:23:44: was macht das mit den Bildern?

00:23:48: bildet es wirklich auch den eigentlichen Output.

00:23:52: Es gibt ja die berühmte Philosophie der Fotografie von Clussan, die sich sehr, sag ich mal leicht füßig lesen lässt oder immer mal zwischendurch und egal wo man das aufschlägt denkt man echt ist genau so!

00:24:06: Ist das gerade?

00:24:07: Also ich habe jetzt zum Beispiel Kapitel sieben der Empfang der Fotographie, wo er nochmal beschreibt heute besitzt quasi jeder eine Kamera an Knips So wie man Schreiben gelernt hat und Texte herstellt.

00:24:20: Wer schreiben kann, kann aber auch lesen.

00:24:22: Aber wer knipschen kann ... ... kann nicht unbedingt Bilder verstehen.

00:24:25: Das war ja so ein ganz wichtiger Satz.

00:24:28: Und das er natürlich sagt dass heute die Kameras technologisch sich immer komplexer entwickelt haben also dass die Geräte, die Apparate komplett auf komplexen wissenschaftlichen und technischen Prinzipien beruhen, aber es sehr einfach ist sie zu benutzen und sie zum Funktionieren zu bringen.

00:24:48: So dass eigentlich heute das, was wir als Knipsa nennen.

00:24:52: Also Leute die einfach die ganze Zeit irgendwo auf den Auslöser drücken ohne im Grunde zu wissen, was sie tun.

00:24:58: und das haben ja vielleicht heute mit den digitalen Medien und den Handys noch schlimmer.

00:25:04: Und dann schreibt der... Das finde ich wahnsinnig klasse.

00:25:07: Die Kamera verlangt von ihrem Besitzer von jenen, der dann von ihr besessen ist.

00:25:13: Weil du eigentlich immer mehr erfolgreich fotografierst, desto mehr willst du machen?

00:25:17: Immer fortzuknipsen!

00:25:19: Immer weitere rettundante Bildert herzustellen.

00:25:22: und diese Fotomanie der ewigen Wiederholung des gleichen oder sehr ähnlichen führt schließlich zu einem Punkt von dem Absicht der Knipser ohne Kamera blind fühlt Drogengewöhnung setzt ein und so weiter und sofort.

00:25:36: Ich breche das mal hier ab, aber es ist natürlich genau das Lebensgefühl was jetzt vieler haben und im Grunde arbeitest und was ich auch noch mal ganz witzig finde.

00:25:45: diese Serielle und diese gewisse Wiederholung waren natürlich ein wichtiges Konzept ... der Becherschwule für eine Analyse, aber tatsächlich auch wieder anders.

00:25:54: Nämlich am Motiv.

00:25:55: Aber dieses Element... Ich habe das in den neunzig Jahren noch nicht so erlebt,... ... dass ich immer das Gefühl hatte die Leute sind schon alle süchtig,... ...aber bis zum gewissen Grad schon und dass sich das sehr schnell entwickelte.

00:26:08: Für dich war von Anfang an... Kein Interesse daran.

00:26:11: Ich meine, du warst doch auch... Hattest du was für auch Fotografe?

00:26:14: Hat das doch eine Kamera oder ist er bestimmt auf wahnsinnig viel fotografiert trotzdem?

00:26:18: Ja ich habe da auch schon relativ erfolgreich drin gearbeitet.

00:26:21: Ich hab für FAZ-Magazine und andere Magazine gearbeitet, Sternen, Globo weiß nicht was alles.

00:26:28: und dann kam eben wie gesagt Flusser daher Und hat mir da komplett die Augen geöffnet und plötzlich war das nicht mehr interessant.

00:26:36: Das war natürlich auch ein total gewagter Schritt, dass zu machen.

00:26:41: aber das hat dann für mich funktioniert und das hat sich bei mir auch nochmal durch die Auseinandersetzung innerhalb des postgradualen Studiums an der Kunsthochschule für Medien extrem vertieft weil ich da komplett auf gemachten Boden kommen, weil da Leute waren die sich genau für die Ideen von Flusser schon interessierten und eben überhaupt vorausgesehen haben was das Apparative mit uns macht.

00:27:06: Und heute ist es ja x-fach potenziert mit dem was wir haben an Social Media ein Eindringen, weil heute leben wir vielleicht zu fünfzig Prozent online statt im wirklichen realen Leben.

00:27:19: und all diese Sachen hat Flussers vorhergesagt ohne Denkt nicht mal, er ist ein Neunzig gestorben.

00:27:25: Ohne auch nur zu überlegen wie das alles da war.

00:27:27: Es gab kein Netz.

00:27:30: Das war gerade so angefangen.

00:27:35: Also das ist schon sehr wichtig gewesen!

00:27:38: Und wie ging das dann für dich weiter?

00:27:39: Also wir sind jetzt so, sage ich mal, in ninety-seix, neunzig, siebenneinzig.

00:27:42: Jetzt behandelt sich an dass erste große Institut für Medienkunst in Karlsruhe ist geplant.

00:27:48: also man ist weg von der Fotografie als Medium und es ist jetzt so angetriggert.

00:27:53: in einem ein oder anderen Museum wird als Sammlungskonvolut unter allem im Köln sowieso schon immer aber auch in Essen in bestimmten Sammlungen jetzt wirklich arriviert.

00:28:02: Aber jetzt kommt ja schon das nächste sogenannte Medienkunst also wirklich Netzkunst Medien, Kunstfilmen, Videokunsten und alles was dabei kam.

00:28:10: Wie ging das für dich weiter?

00:28:12: Spielt die Wand hier oder die Entwicklung dieser Ausstellung auch ein bisschen deinem Werkprozess wieder?

00:28:18: Auf jeden Fall!

00:28:20: Und zwar geht... Wenn du darauf ziehst, ist es eigentlich dieses absolute... diesen absoluten Fokus auf die Apparate?

00:28:29: ja und hier haben wir ja den Scanner und der Scanner ist eigentlich auch die Arbeit des Paarexcellents wie der Flusser mit den Medien, gegen die Medien ja.

00:28:38: Mit dem Apparat, gegen den Apparat weil der Apparat macht ja etwas was er eigentlich nicht kann.

00:28:42: Der Apparat ist dafür gebaut dass er zwei dimensionale Dinge einscanned und die darstellt.

00:28:47: Ja aber ich habe ihn benutzt als drei-dimensionales und dadurch ergibt sich zwar eine fotografieähnliche Anmutung Aber es hat nichts mit Fotografien zu tun genauso wie heute KI.

00:28:57: Es hat gar nichts mit fotografieren zu tun.

00:28:59: in diesem Sinne wenn ich fotografier auf das beschränke Wenn ich sozusagen das Zentralperspektivische der Kamera, wo ein Bild ja durch eine Linse auf eine kleine Fläche gebracht wird und dann wieder vergrößert wird.

00:29:13: Und das ist bei dem Scanner ganz anders.

00:29:15: Das ist eine linienförmige Abtastung der Dinge.

00:29:19: Was vielleicht auch noch mal in der Fotografie natürlich im Riesenprozess spielt, ist das Licht weil die sind alle gemacht ohne ein weiteres Licht sondern es nur das Licht des Scanners.

00:29:31: Was das eben hat und was man dann bei denen sehr gut sieht, ist dass es nur einen ganz kleinen Bereich geht der scharf ist dafür aber sehr scharf.

00:29:39: Und sobald es ein bisschen nach hinten geht, das sind wenige Millimeter werden die Dinge unschaffend, werden sie dunkler.

00:29:45: Das sieht man an vielen von diesen Motiven hier sehr gut.

00:29:48: Und das Zentralperspektivische ist ja seitdem du weißt das besser als alle anderen, als Kunsthistorikerin ästhetisch maßgebende Prinzip seit fünfhundert Jahren oder seit vierhundert Jahre.

00:30:02: Und für das, was Fotografie-ähnliche und Abbildungen darstellt.

00:30:09: Weil vor Vierzehnhundert gab es ja dieses Zentralperspektive garnichter wenn sie in Ägyptische Kunst gehen

00:30:17: usw.,

00:30:17: wo die Dinge eben noch nicht... in Zentralperspektive dargestellt sind.

00:30:22: Und die Kamera Obskura, die auch schon länger bekannt war aber sich dann so ab dem Mittelalter richtig durchsetzte ist da eben das ganz maßgebliche Prinzip und die Arbeit spielt natürlich sehr stark damit dass sie quasi das aufhebte.

00:30:36: man meiner Meinung mach steht man davor und denkt oh ja schönes Foto aber irgendwas ist doch anders.

00:30:41: Ja was ist denn los?

00:30:43: Dann kommt man vielleicht auf sowas wie hier Und denkt, ja das kann doch irgendwie da fliegt das jetzt gerade darum.

00:30:49: oder aber bei der Laus geht es schon nicht mehr.

00:30:52: Wir sehen gerade Stillleben von sehr schönen besonderen Blumen also eine leuchtende Pustenblume und da ist tatsächlich ein ganz klein Feder dieser Pusteblume im Detail erfasst.

00:31:06: daneben Riesengroßformatik ist fast das so Dorf-Haschulemäßige rahmtes Kennen eines giftigen Fingerhuts, der ja digital... also in deiner Werkserie, der digital ist auch ein botanischer Begriff genanntes und da ist es tatsächlich so präzise dass hier ein kleines Insekt erfasst ist was man gar nicht wieder auf der Pflanze noch beim Scannen wahrscheinlich oder vielleicht hast du es gesehen, als das Christkind hat.

00:31:37: Ich weiß jetzt nicht, aber man sieht's eigentlich!

00:31:40: Das war einer, der Blüten versteckt.

00:31:43: Es ist so eine Blattlaus und irgendwann ist die rausgelaufen und auf der Scheibe rumgelaufen.

00:31:48: Dadurch ist sie sichtbar geworden.

00:31:52: Aber man sieht eben, dass die weder auf der Pflanze sitzt noch in der Luft fliegen kann.

00:31:56: Insofern kann man überwärmen jetzt vorhin, wenn man zum Biot vorgeht, könnte man darauf kommen, dass es eine Scheibe ist, die dazwischen

00:32:04: ist.

00:32:06: An dieser Stelle ... Mache ich hier für jetzt den ersten Punkt.

00:32:10: Ich kann nur jedem empfehlen, das Gespräch in der kommenden Episode weiter zu hören.

00:32:15: Danke fürs Dranbleiben!

00:32:16: Die Ausstellung läuft noch bis zum zweiten August im Gladbeck – in der neuen Galerie Gladbecks.

00:32:21: Ja und wer mehr wissen will, der hört direkt jetzt im Anschluss den zweiten und dritten Teil.

00:32:25: Habt ihr beim Zeit zuhören eine Frage?

00:32:28: Dann teilt eure Gedanken super gerne mit mir und schreibt mir eine Mail an podcastatfotografieneudenken.de.

00:32:35: Ja und wenn ihr eine interessante Veranstaltung habt zum Thema fotografische Bilder, Fotografie, KI, Photophilosophie, Fototheorie usw.

00:32:44: dann meldet euch auch gerne und wir schauen was wir gemeinsam vielleicht sogar live vor Ort machen können!

00:32:50: Auch hier ein E-Mail an Podcastatfotografienerdenken.de.

00:32:55: Wenn euch diese Episode gefallen hat teilt sie mit euren Kollegen und Freunden drückt auf abonnieren und hinterlasst mir super gerne eine fünf Sterne Bewertung auf Spotify oder Apple Podcast.

00:33:05: Vielen Dank fürs dabei sein.

00:33:07: Ciao, ciao und bis

00:33:14: demnächst!

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