Teil 1 Helmut Schweizer, Steffen Siegel, Lyosha Kritsouk, Jan Wenzel, Luis Lucyga
Shownotes
Teil 1 Helmut Schweizer, Steffen Siegel, Lyosha Kritsouk, Jan Wenzel, Luis Lucyga
Book Launch zum 80. Geburtstag
Seit mehr als 50 Jahren ist Helmut Schweizer präsent auf der internationalen künstlerischen Bühne. Anlass genug, ihn zum 80. Geburtstag erneut in meinem Podcast zu würdigen, denn er ist für mich nach wie vor eine fotografische Inspiriationsquelle und ein Vorbild als Mensch und Künstler.
In der Galerie Rupert Pfab in Düsseldorf sprachen Steffen Siegel, Lyosha Kritsouk, Jan Wenzel, Luis Lucyga und Helmut Schweizer am 22. Mai 2026 gemeinsam über das Buchprojekt: »Helmut Schweizer - Handlungen«, das im Mai 2026 bei Spector Books erschienen ist.
Aktuelle Einzel-Ausstellungen von Helmut Schweizer:
»Handlungen« Folkwang Universität der Künste Essen, Galerie 52 bis 6. Juni 2026
»nature (continues)_wo aber Gefahr ist, wächst das Rettende auch« Schloss Benrath, Düsseldorf bis 13. Juni 2026
»Traces (over time)« Galerie Rupert Pfab, Düsseldorf Bis 13. Juni 2026
Link zum Buch: https://www.spectorbooks.com/book/helmut-schweizer-handlungen-actions
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Ton: Oliver Sascha Roggow
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Episoden-Cover-Gestaltung: Andy Scholz Episoden-Cover-Foto: Andy Scholz
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Idee, Produktion, Redaktion, Moderation, Schnitt, Ton, Musik: Andy Scholz
Der Podcast ist eine Produktion von STUDIO ANDY SCHOLZ 2020-2026.
Andy Scholz wurde 1971 in Varel geboren. Er studierte Philosophie und Medienwissenschaften an der Universität Düsseldorf, Kunst und Design an der HBK Braunschweig und Fotografie/Fototheorie an der Folkwang Universität der Künste in Essen. Er ist freier Künstler, Autor und Dozent. Seit 2012 unterrichtet er an verschiedenen Instituten, u.a.: Universität Regensburg, Fachhochschule Würzburg, North Dakota State University in Fargo (USA), Philipps-Universität Marburg, Ruhr Universität Bochum, Pädagogische Hochschule Ludwigsburg. 2016 wurde er in die Deutsche Gesellschaft für Photographie (DGPh) berufen. Seit 2016 ist er künstlerischer Leiter und Kurator vom INTERNATIONALEN FESTIVAL FOTOGRAFISCHER BILDER, das er gemeinsam mit Martin Rosner gründete. Im ersten Lockdown im Juni 2020 begann er mit dem Podcast und seit 2022 ist er Organisationsleiter vom Deutschen Fotobuchpreis, der ins INTERNATIONALE FESTIVAL FOTOGRAFISCHER BILDER in Regensburg integriert wurde. Er lebt und arbeitet in Essen-Rüttenscheid (Ruhrgebiet).
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Transkript anzeigen
00:00:00:
00:00:09: Ja, moin und herzlich willkommen zu einer weiteren Episode meines Podcasts Fotografie neu denken.
00:00:14: Mein Name ist Andy Scholz.
00:00:19: Heute geht es um jemanden der gerade Achtzig geworden ist, jemand der gerade an drei Orten gleichzeitig ausstellt und grade bei Specter Books ein bemerkenswertes Buch herausgegeben hat mit einem Text von Steffen Siegel.
00:00:32: Die Rede ist von Helmut Schweizer, der bereits in den Siebzigerjahren an der Dokumentarteil genommen hat und dessen künstlerisches Werk für mich zumindest wie viele andere Künstler auch eine Schlüsselfunktion einnimmt.
00:00:44: Und immer wieder fasziniert vor allem in seiner Radikalität Venice um das Bild geht.
00:00:50: Aber dazu hören wir ihn gleich selber.
00:00:52: am Zweizwanzigsten Mai wurde nämlich in der Galerie Fab in Düsseldorf eine Ausstellung von ihm eröffnet released, wie es so schön heißt oder gelaunched.
00:01:06: Und ich hatte das Vergnügen dabei sein zu können an dem Abend in Düsseldorf.
00:01:10: Steffen Siegel stellte in einem Podiumsgespräch das Buch vor und sprach mit den Buchgestalter Liosha Gritzuck, dem Verleger Jan Wenzel von Spectabux, mit Luis Luciga, einem Studierenden des Koalitionsstudiengangs an der Universität der Künste in Essen – natürlich mit Helmut Schweizer!
00:01:29: der nach wie vor bei guter Gesundheit ist und immer wieder mit sehr geistreichen Gedanken und Anekdoten aus seinem langen künstlerischen Leben berichtete.
00:01:38: Hoffen wir lieber Helmut, dass das noch so lange so
00:01:41: bleibt.".
00:01:43: Das Ganze hat bedankenswerterweise Oliver Sascha Rogoff mitgeschnitten und mir mit der Genehmigung aller Beteiligten zur Verfügung gestellt hier für meinen Podcast.
00:01:54: Lange Rede, kurzer Sinn.
00:01:55: hören wir doch mal rein!
00:01:56: Ich habe das Gespräch, dass eine Stunde ging in zwei Episoden gepackt und hoffe natürlich, dass ihr dran bleibt und euch alles in Ruhe wo auch immer ihr seid
00:02:06: anhört.
00:02:07: Viel Spaß jetzt erstmal beim Zuhören!
00:02:13: Mein Name ist Ropal Pfab, ich bin der Galerist hier und freue mich sehr, dass so viele gekommen sind, dass sie da sind Helmut Schweizer muss sich niemanden vorstellen, der heute Abend hier.
00:02:24: Sie kennen ihn alle gut!
00:02:25: Ich erkläre nur drei Worte zur Ausstellung die wir hier gemacht haben.
00:02:30: Ich arbeite mit Helmut Schweizer seit Anbeginn meiner Galerie seit über zwanzig Jahren und ich habe die Ausstellung nicht gezählt wie wir gemacht haben.
00:02:37: es waren viele aber was wir noch nie gemacht haben war eine retrospectiv angelegte Ausstellung und das haben wir jetzt zum achtzigsten Geburtstag erstmals gemacht.
00:02:47: Wir haben die Ausstellung kuratiert, ich sage wir, weil maßgeblich Astribuschkünstlerin der Galerie diese Ausstellung zusammengestellt hat und mit mir gemeinsam gehängt hat.
00:02:56: Und ihr war es wichtig auch mal eine Facette von Helmut zu zeigen, die oft zu kurz kommt.
00:03:01: Helmut's Arbeiten sind ja sehr wissenschaftsgeprägt, politisch geprägt.
00:03:05: Es gibt große Werkblöcke zur Fukushima, zur Hiroshima zum Ukraine-Krieg.
00:03:09: Wir haben aber gerade in dieser Wand beispielsweise eher leichte Arbeiten, auch filmische Arbeiten aus dem Zirkusumfeld kommende Arbeiten.
00:03:18: Auch mal eine Nacktheit, aber immer verwoben mit einer Ironie und der Kunstgeschichte und haben versucht insgesamt zwar einen Überblick zu schaffen über seinen Werk.
00:03:26: Es sind also auch sehr frühe Arbeiten dabei.
00:03:29: In den vierundsevierzig Pflanzen beispielsweise von denen sehr viele grade im Benrad im Schloss zu sehen sind Und im zweiten Raum haben wir auch überarbeitete und übermalte Fotografien.
00:03:39: Also sie sind eingeladen nach der Ausstellung, sich das noch anzuschauen.
00:03:43: Auch unten geht es weiter.
00:03:45: Und im Showroom unten ist noch eine Malereiausstellung eines jungen Münchener-Malers, Andreas Zagler, auch sehr sehenswert.
00:03:51: also Sie sind herzlich eingeladene danach runterzugehen.
00:03:55: Nun stelle ich jetzt aber erstmal hier die Runde vor.
00:03:59: Ich beginne mit Steffen Siegel.
00:04:01: Steffen Sigl ist seit Jahr zweitausend fünfzehn Professor für Theorie und Geschichte der Fotografie an der Vorkwang-Universität der Künste in Essen.
00:04:11: Und lehrt dort, und leitet den Masterstudiengang Fotographies Studies and Research sowie das Promotionsprogramm zur Theorie & Geschichte der Photografie.
00:04:20: Steffen Siegel ist der einzige Professor, der einen solchen Lehrstudent Deutschlands innehat und er ist eine international wirklich bekannte Corrifet.
00:04:29: deshalb lieber Steffen freue ich mich nicht nur dass du heute hier bist und es Buch von Helmut Schweizer vorstellen wirst sondern auch dass du vor ca.
00:04:37: drei Jahren kamst und mich ansprachst und sagst, das ist Werk für dich entdeckt also vor allem die Handlungen Und das müsste man mal aufbereiten.
00:04:45: da müsste man ein schönes Buch draus machen und ich bin sehr glücklich Dass das jetzt heute Abend hier erscheinen darf.
00:04:52: Die anderen Protagonisten Lieber Steffen stellt's du vor sie hatten wir es verabredet.
00:04:57: Deshalb bin ich jetzt ganz still und übergebe dir aber noch einen Hinweis.
00:05:01: Es finden im Augenblick zum Achtzigjährigen von Helmut Schweizer sozusagen die Helmut-Schweißer-Festspielwochen statt, also ganz sehenswert ist die Ausstellung im Schloss Benrad.
00:05:11: Herr Professor Schweitzer der dortige Direktor ist heute Abend auch hier Hallo!
00:05:16: Und dann haben wir.
00:05:18: gestern wurde eine tolle Ausstellung eröffnet in der Volkwangen Universität der Künstlerin Essen auch sehr sehenzwert mit einem großen Überblick über die Handlungen.
00:05:27: Heute haben wir hier diese Ausstellung und die Buchpräsentation.
00:05:31: Und jetzt über Gewicht an Steffen Siegel.
00:05:34: Immer wenn ich Kori Ferre höre, muss sich an eine Freundin denken, die immer gesagt hat, eine Koni Ferre auf seinem Gebiet.
00:05:41: Gefällt mir noch viel besser!
00:05:43: Ich freue mich sehr dass wir hier sind und dass wir diesen Anlass haben dieses Buch endlich in den Händen zu halten.
00:05:51: Es war wirklich ein langer Weg, aber wahrscheinlich für ein Buch ist es gar nicht so ungewöhnlich lang.
00:05:56: Ich habe nachgeschaut im Februar-Zweitausend-Zweiundzwanzig am Helmut und ich das erste Mal uns getroffen um über dieses Projekt zu reden unter Corona Bedingungen war gar nicht einfach.
00:06:06: Und naja jetzt ein bisschen mehr als vier Jahre später haben wir's in der Hand!
00:06:09: Das ist gut.
00:06:10: Wir wollen über dieses Buch sprechen und das tun wir tatsächlich hier.
00:06:14: Das ist ein All-Mail-Team, das machen wir beim nächsten Mal anders.
00:06:19: Die alle an diesen Buchen der eine oder andere Weise beteiligt waren ganz klar allen anderen voran Helmut Schweitzer ohne den wir gar nicht hier säsen.
00:06:26: Helmut muss ich dich weiter vorstellen als der Künstler?
00:06:30: Wir stellen dich den ganzen Abend lang jetzt vor.
00:06:32: vielleicht so denn dass es in der Tat... Es dreht sich alles um dieses Werk aus den Jahren Und wie es zu diesem Buch kam.
00:06:42: Ich tue es dann in der Reihenfolge, in der die Projektbeteiligten ins Spiel kamen.
00:06:47: Das ist nach mir war das derjenige, der hier in der Mitte sitzt und sich da bestimmt nicht wohlfühlt?
00:06:53: Du weißt?
00:06:54: Luis Loziga, der bei uns an der Vollkwang-Universität der Künste in Essen im Bachelor gerade noch bald Fertigfotografie studiert.
00:07:03: Und als ich dann mir klar wurde wir sollten dieses Projekt gemeinsam machen Dann habe ich einen Kollegen gefragt, wegen kann ich bitten bei diesem Projekt zu assistieren und Gemeinsam mit Helm oder mir das zu machen.
00:07:14: Da hat der Kollege wie aus der Pistole geschossen gesagt da gibt es genau ein und das ist eben Luis.
00:07:18: also müssen wir heute Abend darüber reden wie sich überhaupt anfühlt recht ungeordnetes, das liegt in der Natur der Sache nach all den Jahren Archiv.
00:07:27: Das voll mit Materiales weit mehr als dieses Buchpaste wie man damit arbeitet.
00:07:33: Dann war auch relativ bald klar dass wir mit dem Verlag Specter Books aus Leipzig zusammenarbeiten wollen.
00:07:40: es muss ich glaube nicht entsetzlich langen Begründen, diejenigen, die sich für Fotografie interessieren wissen.
00:07:45: Es ist einer der wenigen Verlage, der sich nicht nur in Deutschland weltweit so intensiv für die Sache der Fotografien auch für andere Dinge Design, Terribildung, Kunst aber eben auch für Fotographie enorm stark engagiert und herausragend gute Bücher macht.
00:08:00: Also sind wir auf Jan Wenzel zugegangen, der als Verleger heute Abend hier ist mit dem wir reden wollen.
00:08:07: Und Jan wiederum hat gesagt gut wenn wir dieses Buch machen dann gibt es ein, mit dem wir unbedingt zusammenarbeiten sollten und das ist Loscha Kreczuk der im Verlag als Gestalter seit einigen Jahren arbeitet.
00:08:20: Und dafür dass was wir jetzt hier in den Händen halten inklusive der Farbe dieses Umschlags verantwortlich zeichnet.
00:08:27: und ja und das is die Runde mit der wir es heute Abend zu tun haben Ich glaube das Beste ist, dass wir rückwärts das Gespräch führen und tatsächlich vom Buch zum Werk.
00:08:37: Das haben wir auch, wir haben gestern Abend in Essen eröffnet und auch ein Gespräch mit Helmut gemacht.
00:08:42: Und da wollte ich vorwärts laufen – und Helmut hat sich dann sofort in die Jetztzeit katapultiert!
00:08:47: Also fangen wir doch wirklich beim Produkt an und schauen dann aus Werk.
00:08:51: Vielleicht ist es das auffälligste dieses Buch, das sehen Sie, ungewöhnlich im Format.
00:08:59: Es ist auch ungewönlich in der Farbe.
00:09:00: Ich habe zuerst sehr geschluckt als ich's gesehen habe.
00:09:06: Fast sofort dafür.
00:09:07: Welch kannst du sagen, Helmut?
00:09:09: Was war deine erste dieses
00:09:12: Violett-Reaktion?".
00:09:14: Also es kam ja das Format und da saß ich etwas davor und ich wusste nicht ist es ein Reiseführer?
00:09:25: oder wo geht's lang?
00:09:27: und dann sagt mein Sohn schlag das doch mal auf!
00:09:33: Ich hatte das einfach als schwarz-weißes längliches Formatformen, schlag es nochmal auf.
00:09:40: Dann sah ich quadrat, also annähernd Quadrat und plötzlich sage ich
00:09:44: eine Form
00:09:44: und plötzlich sag ich die Übersetzung in Schrift
00:09:49: was
00:09:50: auf der rechten Seite quasi
00:09:53: Bild
00:09:54: war.
00:09:56: oder war es total sympathisch?
00:09:59: Dann kam ein Tag später oder was weiß ich zwei Tage später die Farbe.
00:10:05: Und dann sah ich auch erst davor und dachte, wohin führt mich das?
00:10:10: Es führte mich auf der einen Seite in meinen eigenen ultravioletten oder schwarzlichtgetonten Räume aber auch sofort ins religiöse, ins katholische natürlich in so eine Spiritualität.
00:10:31: Und dann war man es sehr, sehr sympathisch.
00:10:33: Weil ich kein Buch mit Gebrauchsanweisungen und quasi für den Umgang mit der Materie machen wollte oder auch diese Dinge nicht in diesem praktischen Sinne gemeinsinn, sondern eher wiederhaken ins Innere setzen.
00:10:53: Also ganz, ganz prima!
00:10:55: Und als wir das Motiv vorne mit dem Mit dieser Skulptur, mit der Skulpturen vom Wegesrand am Baum drauf hatten und das dann so eine Dreidimensionalität auch bekam.
00:11:08: Mit diesem jenseitigen und dem weltlich-diesseitigen war ich ganz begeistert und muss sagen es war ein absolut genialer gestalterischer
00:11:19: Hof
00:11:20: für den ich dankbar bin.
00:11:22: Danke
00:11:22: Wir müssen in Englisch reden, wenn es um das Gespräch mit Joscha kommt.
00:11:26: Wir haben nur darüber gesprochen, dass der Germanist sehr gut ist, als er zu verstehen ist und zu sprechen ist.
00:11:32: Die Frage geht auch an dich.
00:11:34: Warum ist diese Pink-Koloren?
00:11:36: Weil ich gesagt habe, dass ich meine Daumen habe.
00:11:39: Er hat gesagt, das ist genau was wir über dieses
00:11:45: Buch
00:11:45: lieben, das jetzt in Pink ist!
00:11:46: Aber warum?
00:11:47: Ja, weil ... Wie
00:11:51: lange die Frage war über den Colour, aber es ist auch... Ich weiß nicht.
00:11:54: Es fühlte sich wie eine sehr naturelle Entscheidung.
00:11:59: Zuerst dachte ich, dass ich einen von den Black und White-Images für das Cover benutze.
00:12:07: Aber ja, Violet funktioniert gut mit beiden.
00:12:11: Mit Black & White und mostly with images.
00:12:16: like most of your color images have green in it so yeah Es war eine
00:12:23: perfekte
00:12:23: Chance, glaube ich.
00:12:25: Und sehr natürliche.
00:12:26: Ja, es ist nicht etwas, wie sehr gut gedacht, sondern eher intuitiv.
00:12:32: Du hast gesagt, dass das Format nicht viel von dir investiert war.
00:12:38: Weil Helmut schon gesagt hat, ich kann das jetzt mit einer Hand machen.
00:12:43: Aber wenn du die Buch öffnest, ist es fast den selben Höchsten der bothen Länge.
00:12:48: Und so haben wir diese perfekte Formation und natürlich diskutieren wir einen tollen Teil davon, wie man sie öffnen will.
00:12:56: Ist es flach?
00:12:57: Es ist fast flach.
00:12:58: Ich glaube, es ist wichtig.
00:12:59: Aber keine Art oder.
00:13:02: Es war nicht nur die Idee hier, es war mehr als eine Empfehlung, dass diese Aktien-Handlungen, das ist unter der Rückseite des Buches, ein Filmformat, wie ein Filmstrip, das vor deinen Augen rollt.
00:13:20: Ich denke, dieses ist ein weiterer Abspekt von dieser Überarchingidee her.
00:13:25: Ja, ich glaube auch, dass die Formate... Es selbst präsentiert die Images schon.
00:13:34: Ja, auch wenn wir keine Images
00:13:40: auf der Kante haben.
00:13:41: Auch wenn man die Rückseite zeigt, dann gibt es eine Impression, was du erwarten solltest,
00:13:55: als du es eröffnet hast.
00:13:57: Wahrscheinlich können wir hier die Frage stellen, denn letzte Nacht mit den Studenten diskutieren wir, ob das ein guter oder schlechter Idee ist?
00:14:24: Ich glaube, das Buch ist der dritte
00:14:32: Dimensionales Objekt.
00:14:40: Der Name ist auch in der Spine, und die Spine ist usually what you see when it goes for the bookshelf.
00:14:48: but also I don't know like somehow... The actions themselves they tell a lot and yeah In my opinion It's pretty strong to put just images.
00:15:14: Also meine Erfahrung ist, dass gerade bei Fotobüchern man eigentlich immer nur die Entscheidung hat.
00:15:19: Man macht ein Typokover oder man macht nur Fotografie weil das sozusagen der Mix meist Die schlechteste Lösung ist auch bei dem Buch, wo die Bilder einfach ein sehr definiertes Format haben.
00:15:41: Auch wäre auf dem Cover in dem Moment, wo man sich für Fotos entschieden hat, auch gar keinen Platz mehr für Text noch gewesen und man hätte es dann abweichen müssen von dem Format mit dem die Bilder im Inneren des Buches gezeigt werden?
00:16:01: Und ich mag auch, dass das Buch ein Körper ist, den man bewegen kann.
00:16:08: In dem Moment wo man auf dem Cover nur Bilder sieht, ist man auch anders eingeladen, das in die Hand zu nehmen und zu schauen was es eigentlich von wem kommt.
00:16:19: Das handelt dann mit dem Buch.
00:16:25: So fand ich hier ... Schlüsselgelösung auch, das in der Weise mit diesen drei Bildern zu eröffnen.
00:16:36: Also wie gesagt, ich bin ganz einverstanden.
00:16:38: Ich fand das auch die richtige Lösung.
00:16:40: Ich war umso überraschter dass wir gestern eben auch diese andere Meinung gehört haben aber interessant genug.
00:16:45: Zumal man ja auch sagen muss wenn Sie das Buch öffnen innen es gibt sehr wohl Beschriftungen der Seiten also Seitenzahlen.
00:16:52: Es gibt eine kleine Orientierung über die Serie wo sie ist ja ne siebenteilige Serie dieser Handlungen In welcher im Ort sie sich gerade befinden.
00:17:03: Aber die Schrift ist winzig klein gerade so noch lesbar, sodass sie – naja winzig klein aber sehr klein.
00:17:10: Nicht so dass man das sofort ins Auge springt und es scheint mir ein ganz besonders wichtig Aspekt zu sein die Bilder des Werk diese hundertfünfundzwanzig Folgen, die wir hier drin haben stehen im Vordergrund zumal ja das hat der Loscher gerade erwähnt wie auch mal überlegt haben machen wir so eine Art Rhythmisierung also links und rechts und dann vielleicht mal ganz wach hat kommt wieder mehr, dann kommt weniger.
00:17:34: Und am Ende war die – man könnte fast sagen konservative aber vielleicht auch einfache Entscheidung?
00:17:39: Nein!
00:17:40: Auf der Rektoseite alle Folgen und auf der Verso-Seite stehen grundsätzlich die Beschriftungen.
00:17:45: also es ist eine ganz strenge oder sehr einfache aber eben auch strenger Anordnung.
00:17:51: so kann man's glaube ich sagen,
00:17:53: oder?
00:17:53: Ja auch bei dem Format des.
00:17:56: Das Format hat sich konkretisiert an dem Tag, als wir beim Bild bearbeitet waren und dann in den Verlag nachher gefahren sind.
00:18:06: Und da haben wir einige Serien im Kopierer skaliert.
00:18:12: Es war sehr interessant zu sehen
00:18:14: wie
00:18:16: formatsensibel sie sind.
00:18:18: wenn sie zu klein sind Hat das alltägliche was zu sehen ist nicht die Kraft wie es dann in der Vergrößerung bekommt.
00:18:26: Und da ist uns auch klar geworden, dass dieses vergrößernter Bilder ein wichtiger Aspekt auch ist.
00:18:34: und eigentlich aus diesem Material heraus ist dann auch die Formatentscheidung entstanden.
00:18:41: Wir haben mit der Druckerei dann Kontakt gehabt und geschaut, wie groß können wir auf dem Bogen werden?
00:18:50: Das hat am Ende sozusagen diese Beobachtung das halber Zentimeter mehr an Größe, etwas an den Bildern verändert und wir sozusagen da auch in diese Richtung gehen wollten.
00:19:03: Und dann die technische Begrenzung wie kann man welche Größe kann man auf dem Bogen platzieren hat zu dieser Höhe von vierunddreißig geführt?
00:19:15: Ich meine, die Arbeiten, Sie sehen es ja hier im Raum selbst.
00:19:17: Da drüben hängen zweite Handlungen richtig da außen und auch zweiter schönsten aus der alltäglichen Serie.
00:19:25: Jetzt, da ich so oft mit diesem Buch mich auseinander gesetzt habe – das jetzt ja auch seit einer kleinen Weile in der Hand halte – bin ich umso immer überrascht, dass die viel größer sind von dir einmal definierten Original- Formate, die ja immer gleich sind.
00:19:40: Ich denke es bekommt eine eigene Werkförmigkeit aber ich würde das gern von dir wissen Helmut wie beobachtest du den Zusammenhang zwischen dem was du als Werk, als Tableau für die Wand einmal vor fünfzig Jahren definiert hast und was wir jetzt hier mit dem Buch machen?
00:19:53: Also beim allerersten Gespräch war einer der ersten Setzungen von mir Wir machen kein Faximile!
00:20:03: Wir machen nichts wie's schon mal war.
00:20:06: Es gab ja quasi Dammys Bücher, die ich mal geklebt hatte in den siebziger Jahren selber als Entwurf.
00:20:16: All das nicht!
00:20:17: Wir wollen was machen, was in diese Zeit führt, in der wir heute leben.
00:20:23: Also wenn wir uns noch einmal zusammen... Das ist eine gemeinschaftliche Arbeit des Buches und es ist ja nicht mein Buch.
00:20:33: Und wir wollen versuchen dieses Werk zu vitalisieren in dieser Zeit heute und jetzt.
00:20:43: Und ihr eine Kraft geben, eine Energie schaffen die das was da an vielleicht einer künstrischen Sicht am Ende eines Zeitalters des materiellen, des dinghaften mit dem der Mensch vielleicht noch offensichtlich handeln konnte im Gegensatz zu vielem was in der zukunft sein wird und was dann die Welt verändern wird, war das noch etwas, was über Jahrhunderte sich entwickelt hatte.
00:21:17: Und das wollte ich aber quasi so energetisch aufgeladen haben durch das Buch dass es wirken kann auch weiter und vielleicht an Anstoß sein kann
00:21:31: auch
00:21:32: neue Bilder wieder bei jungen Künstlern auszulösen die sie in der Zukunft setzen, aber die in gewisser Weise von der Methodik und von angestrebten Metaphorik durchaus mit meinem dann vergleichbar sind.
00:21:52: So wie ich manchmal denke wenn ich gerade diese Ukraine-Wilder von mir ansehe das wäre ohne Dürers Holzschnitte und Radierungen gar nicht mir zu gefallen als Bildwelt.
00:22:08: Und so könnte meine Arbeit in Form unseres Buches etwas sein, was etwas von einem Späteuropäer in Düsseldorf aktivieren kann in den zukünftigen künstlerischen
00:22:25: Visionen.".
00:22:26: Ich glaube wir sind hier an dem ganz wichtigen Punkt denn dieser Arbeit ist fünfzig Jahre alt und Ich kann sagen, wie der Gedanke zu diesem Buch ursprünglich kam.
00:22:36: Ich stand in einer Ausstellung neben einem Kurator, da hingen Arbeiten von Helmut und das ist es im Jahr den Zweiten und vierzehn gewesen also eine Weile her.
00:22:44: Und er sagte zu mir so ganz trocken, diese Handlung von dem Schweizer, die sind's so gut darüber müsste man noch mal richtig arbeiten.
00:22:52: Das hing so in meinem Kopf ein all den Jahren fest.
00:22:55: ich dachte, da hat schon recht, sie sind wirklich gut darüber musste man wirklich mal arbeiten.
00:22:59: Ich habe dann versucht, mir genauer dieses Werk anzuschauen und das Interessante ist man begegnet den Handlungen hier da und dort.
00:23:08: Es gibt sie in Sammlungen es gibt sie büchern publiziert aber immer ganz wenige zwei drei vier vielleicht auch ein bisschen mehr Aber nicht sehr viel mehr.
00:23:16: aber was mir auch klar geworden ist über diese Arbeit oder dieser Recherche war es muss sehr viele geben Und ich hatte eigentlich so einen Briefmarkt, ein Sammler-Traum.
00:23:25: Ich wollte sie alle gerne mal zusammensehen und das ging aber nicht.
00:23:29: also wie es dann so ist wenn's das nicht gibt muss man es halt selber machen.
00:23:33: und so kamen dann das Gespräch mit Helmut Schweitzer ins Rollen weil ich sagte okay ich finde wir sollten uns darum bemühen dass mein Zusammenhang zu schauen.
00:23:42: nur gibt es aber ein Risiko wenn man sowas macht und das wird dann so antiquarisch nach fünfzig Jahren Ritrospektive als Buch.
00:23:50: Und das ist irgendwie nicht das, was wir wollten.
00:23:53: da waren wir uns von vornherein klar und ich will sagen bevor wir dann über die archiwarische Arbeit auch reden sollten und da ist ein Luis Luciga ganz entscheidend in diesem Punkt beteiligt gewesen es hatte auch etwas mit der Gestaltung natürlich unbedingt zu tun.
00:24:08: denn als dann dieser Umschlag kam okay ich habe das dann verstanden alle waren begeistert also bin ich's.
00:24:15: Und dann kam von Joscha die ersten Entwürfe für mein Text, der hinten im Buch ist.
00:24:19: Der war auch in Violette und habe gesagt es ist jetzt aber eins zu viel.
00:24:23: ich muss nicht meinen Text in Violett lesen.
00:24:26: Ich habe das zu Helmut gesagt.
00:24:28: Er hat einen wunderbaren Satz gesagt.
00:24:29: Das war für mich der Schlüsselsatz.
00:24:31: also wenn schon verrückt, dann richtig verrückt!
00:24:34: Daran habe ich festgehalten, da hat er recht.
00:24:37: Dann müssen wir uns auch wirklich trauen.
00:24:40: vor einigen Wochen zum ersten Mal gedruckt gesehen und bin sehr froh, dass wir das gemacht haben.
00:24:46: Denn wie du gesagt hast es schlägt zu einem Bogen durch das ganze Buch.
00:24:49: jetzt hat er sein Körper und es ist überall – es ist ja auch mit diesem Vorsatzpapier auf dem wir die Handlungen als Werben in englischer und deutscher Sprache alphabetisch sortiert ausstellen.
00:24:58: also es ist jetzt einen Leitmotiv durch das Ganze Buch.
00:25:02: aber ich will gerne Louis ins Spiel bringen weil wir haben dann eben dreiundzwanzig gemeinsam angefangen uns über das Archiv zu beugen.
00:25:10: Und ich glaube, es lohnt sich wirklich ganz anschaulich zu berichten wie das eigentlich losging also ganz faktisch losging und zwar hier von Flingern nach Zollvereinen essen.
00:25:22: Es wurde viel Material zu uns gebracht.
00:25:24: so kann man sagen oder bitte Berichte machen
00:25:27: Ja, es war wirklich viel Material.
00:25:30: Helmut hat das mitgebracht bei unserem ersten Treffen oder einem Großteil davon.
00:25:34: Es wurde dann mit der Zeit irgendwie doch noch mehr.
00:25:37: Mehr hat sich angereichert bei uns auf dem Zollverein Und ja, es war im ersten Moment auch irgendwo herausfordernd oder auch überfordern.
00:25:46: Weil plötzlich hat man dann kistenweise Diaz und negative viele Vorlagen von den Dummy-Stylu angesprochen hat ist also so verschiedene Bücher wo die Handlungen denn aufgeteilt zu finden waren damit ich auf jeden Fall weiß was sich irgendwie suchen muss in diesem Archiv.
00:26:03: Denn das waren jetzt nicht... Also man kann sich das so vorstellen dass waren die die Handlung wie man sie im Buch findet zusätzlich aber noch viele Variationen, also andere Möglichkeiten oder Alternativen und das nicht nur für jede Handlung sondern auch innerhalb der Handlungen gab es sozusagen Unterschiede.
00:26:22: Es gibt diese drei Bilder dieser ABC-Reinfolge und auch innerhalb dieser Reihenfolge hat Helmut dann variiert oder ausprobiert und da musste man schon oder musste ich sehr genau hinschauen dass sich da das richtige Motiv finde oder auswähle Und das hat es aber dann auch auf der anderen Seite irgendwie so sehr, sehr spannend gemacht für mich.
00:26:42: Es war jetzt nicht alles vorgefertigt und ich musste es nur übernehmen sondern ich musste mich irgendwie zurechtfinden in diesem Konvolut und habe also das Gefühl gehabt dabei auch ein bisschen über die Arbeit etwas mitzunehmen oder zu lernen.
00:26:56: vielleicht.
00:26:57: Helmut hat natürlich auch immer viel seine Gedanken geteilt.
00:27:01: Ich habe dich, glaube ich, auch zwei oder dreimal hier in Düsseldorf besucht um dann doch noch einen weiteren Teil dieser Handlung dann den wir hinzufügen wollten abzuholen und da hast du denn auch deine Gedanken immer geteilte die du zu der Zeit hattest als du diese Reihen angefertigt hast.
00:27:19: Und das war irgendwie alles in einem so ein sehr spannender Prozess der sich über die Zeit ergeben hat und für den ich auch sehr dankbar bin.
00:27:30: Ja, das war der erste Teil der Episode rund um die Buchveröffentlichung von und mit Helmut Schwarzer.
00:27:35: Wir hörten damit ihr die Stimmen noch mal nachträglich zuortnen könnt Steffen Siegel.
00:27:41: Er führte durch das Gespräch dann kam Liosha Kritzuck der Buchgestalter Dann kam Jan Wenzel Der Verleger von Specter Books aus Leipzig Und zum Schluss Louis Luciga.
00:27:54: Das Gespräch ging Noch eine ganze Weile weiter und das könnt ihr in der nächsten Episode hören direkt hier.
00:28:01: Im Anschluss für die, die das möchten!
00:28:07: Ja und es ist gerne anfangen so ein bisschen schon angesprochen worden.
00:28:10: Es sind aktuell drei Einzelausstellungen von Helmut Schweizer in Nordrhein-Westfalen zu sehen, und zwar zum einen unter dem Titel Handlungen in der Volkwank Universität der Künste in Essen in der Galerie .
00:28:37: Düsseldorf und da ist die Show noch bis zum threizehnten Juni, zu sehen.
00:28:43: Und im Schloss Benrad in DüsselDorf ist eine umfangreiche Show zu sehen unter dem Titel Nature Continues.
00:28:49: wo aber Gefahr ist wächst das Rettende auch Im Schloss benrad wie gesagt in düsseldorff noch bis Zum achtundzwanzigsten juni.
00:29:00: Apropos Foto Buch, wer noch Bücher einrechnen möchte beim deutschen Foto-Buchpreis.
00:29:05: Wir haben die Frist verlängert.
00:29:06: das Formular ist noch bis zum dreißigsten Juni online unter deutscherfotobuchpreis.de.
00:29:12: und apropos Steffen Siegel, wir haben eine sehr schöne Kategorie für das Schreiben über fotografische Bilder ins Leben gerufen nämlich die kategorie Fototheorie und Essaystik.
00:29:22: Der erste und einzige Preis bisher in diesem Format wenn ich richtig informiert bin.
00:29:27: und ganz interessant an dieser Stelle ist sicher auch das Paketangebot für viele Einreicher.
00:29:34: alle Infos dazu in den Show notes.
00:29:36: Ich freue mich auf eure Kommentare, Rethinking
00:29:52: und
00:30:00: Fotografie.
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